Die Spieler des Königsborner SV mussten sich nach der Niederlage gegen Aplerbeck II deutliche Worte ihres Coaches anhören. © Landsiedel
Fußball-Bezirksliga

KSV-Coach geht mit seiner Elf hart ins Gericht: „Sind bei Weitem nicht da, wo die Jungs sich sehen“

Nach der 1:3-Niederlage des Königsborner SV gegen Aplerbeck II richtet KSV-Coach Andreas Feiler deutliche Worte an seine Mannschaft - und prophezeit Probleme, wenn sich nicht bald etwas ändert.

Als Mitfavorit auf den Landesliga-Aufstieg wird der Königsborner SV gehandelt. Doch mit einem Punkt aus zwei Spielen blieb der KSV zum Saisonstart hinter den Erwartungen zurück. Vor allem die Art und Weise der 1:3-Heimpleite gegen die keinesfalls groß aufspielende Zweitvertretung des ASC 09 Dortmund stieß KSV-Coach Andreas Feiler am Sonntag sauer auf – und das ließ er seine Mannschaft nach dem Abpfiff auch mit deutlichen Worten wissen.


„Müssen erstmal wieder bodenständige Arbeit leisten“

„Das war eine verdiente Niederlage. Wir sind bei weitem noch nicht da, wo wir von vielen gesehen werden – und wo die Jungs sich vielleicht auch sehen. Jetzt geht es darum, erstmal wieder bodenständige Arbeit zu leisten“, stellte Feiler nach der Niederlage nüchtern fest. Und richtete einen Appell an sein Team.

„Jetzt geht es darum Schwächen zu erkennen, zu analysieren, sie abzustellen und etwas herauszuziehen, was zu einer Stärke führt. Ich finde, das ist in diesem Fall ziemlich leicht, weil es vor allem eine Mentalitätsfrage war“, so der Coach nach der unnötigen 1:3-Schlappe.

Feiler unzufrieden mit der Trainingsleistung

Überraschend kam die Niederlage für den Übungsleiter, der sich mit der Trainingsleistung seiner Truppe alles andere als zufrieden zeigte, hingegen nicht. „Das Problem ist, dass sich die Niederlage unter der Woche angedeutet hat. Und somit ist sie ein Resultat dessen, wie wir momentan miteinander arbeiten.“

Ein Eindruck, den auch KSV-Kapitän Damian Marchewka am Sonntag nach Abpfiff bestätigte: „Wir haben einen riesigen Kader. Dann muss Konkurrenzkampf auf allen Positionen herrschen. Deshalb muss ab morgen beim Training jeder zu hundert Prozent da sein und richtig Gas geben. Mit schwachen Trainingsleistungen können wir am Wochenende keine Spiele gewinnen.“

Marchewka: „Haben uns von Aplerbeck einlullern lassen“

Gegen Aplerbeck habe sein Team sich nach einer guten halben Stunde „einlullern“ lassen, so Marchewka – der dem Gegner am Ende das attestierte, woran es seiner eigenen Mannschaft mangelte: „Aplerbeck hat gezeigt, dass man so ein Spiel durch mentale Stärke gewinnen kann.“

Trainer Andreas Feiler fordert nun, dass seine Mannschaft die nötigen Lehren aus der Schlappe zieht – dann sei die Niederlage am Ende sinnvoll gewesen und habe etwas gebracht. Doch Feiler weiß auch, was dem Mit-Favoriten in der Bezirksliga blüht, sollte ein Lerneffekt ausbleiben: „Wenn das nicht passiert, werden wir mittelfristig ein paar Probleme bekommen.“

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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