Jona Krollmann (KSV in Blau) holt hier einen Siebenmeter raus, den Rabea Pein zum 2:4-Anschlusstreffer nutzte. © Neumannh
Handball

KSV-Niederlage: Nur Rabea Pein kennt die Schwachstellen der Fritzlar-Torfrau

Das hatte sich der Königsborner SV anders vorgestellt. Gegen Germania Fritzlar war Kreisläuferin Rabea Pein in bester Torlaune - aber das reichte nicht.

Der Gegner aus Fritzlar siegte verdient am Samstag beim Königsborner SV in der gut gefüllten Hellwegsporthalle Unna.

Frauen 3.Liga Staffel C : Königsborner SV – SV Germania Fritzlar 19:24 (7:11). Die Anfangsminuten waren geprägt von einigen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Ein erster schneller Treffer nach gut 20 Sekunden durch Jona Krollmann ließ bei den KSV-Fans die Hoffnung auf den ersten Heimsieg aufkeimen. Doch das wurde schnell enttäuscht. Aus dem gebundenen Spiel heraus erwies sich der KSV-Angriff als laues Lüftchen. Die Deckung der Gäste aus Nordhessen stand kompakt und mit Paula Küllmer stellte Fritzlar zudem noch eine starke Torhüterin.

„Unsere Angriffsleistung in der ersten Hälfte war katastrophal“, sagte ein enttäuschter KSV-Coach Kai Harbach. Fritzlar ging mit 4:1 in Führung und Harbach nahm früh seine Auszeit. Fortan versuchte Königsborn immer wieder Kreisläuferin Rabea Pein anzuspielen. Beim 4:5 war der KSV dem Ausgleich nahe. Doch Königsborn kam einfach nicht in das Tempospiel und blieb danach zehn ohne eigenen Torerfolg. Bis auf 10:4 zogen die Gäste weg und auch beim Seitenwechsel lag Fritzlar mit 11:7 noch komfortabel in Führung.

In der zweiten Hälfte machte es Königsborn etwas besser, doch den Rückstand konnte man zu keiner Phase egalisieren. So nahm Fritzlar verdient die Punkte mit nach Hause.

„Wir haben heute verdient verloren und eine ganz schlechte Leistung abgeliefert. In der ersten Halbzeit war der Angriff katastrophal. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, es besser zu machen. Mit der Abwehr kann man nicht meckern bei 24 Gegentoren“, lautete die Analyse des enttäuschten KSV-Coaches.

Sein Gegenüber Lazar Cojocar, der Trainer der Germania aus Fritzlar, sagte indes: „Meine Mannschaft hat eine Antwort auf die letzte Niederlage gegeben. Wir haben heute besser gedeckt und vorne gute Lösungen gefunden. Respekt an den Gegner, der nie aufgegeben hat. Ich freue mich auf jeden Fall für unsere junge Truppe. Wir haben gewonnen durch eine gute Abwehr- und Torwartleistung.“

Beste Spielerin in Reihen des KSV war neben Torhüterin Sina Röttger diesmal Kreisläuferin Rabea Pein, die neun Treffer erzielen konnte. „Die Abwehr stand super aber vorne waren wir zu ideenlos. Ich bin enttäuscht. Wir sind dem Rückstand vom Anfang immer hinter her gelaufen“, sagte Pein nach Spielschluss.

KSV: Röttger, Jünner – Liese, Webers, N. Hering, Hackerts, Wrede (1), Krogull, Axtmann (1), Pelz (1), Köppel (2), Pein (9/4), Grünzig, Esterhaus (3), Krollmann (2)

Strafminuten: 6 / 10

Torfolge: 1:4, 4:5, 4:10, 7:11 – 11:14, 13:16, 16:21, 19:24

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