Val-Leander Wettklo (M.) hatte nach Abpfiff gut lachen: Er schoss vier Tore beim Königsborner 5:3-Sieg in Holzwickede. © Schürmann
Fußball

KSV-Stürmer Val-Leander Wettklo eiskalt: Vier Tore und ein ziemlich frecher Elfmeter

Er war der Garant für den Königsborner Sieg: Val-Leander Wettklo war am Sonntag an allen fünf KSV-Toren direkt beteiligt. Hängengeblieben ist vor allem sein Strafstoß zum 4:0.

Es gibt kaum einen Zweifel: Val-Leander Wettklo war für den Königsborner SV der Matchwinner im Bezirksliga-Spiel bei der U23 des Holzwickeder SC (Endstand 5:3). An allen fünf Toren beim ersten Königsborner Saisonsieg war der Stürmer direkt beteiligt. Damit steht er westfalenweit nun auf Rang neun der besten Torjäger aller überkreislicher Klubs. In Erinnerung bleibt aber vor allem sein Elfmetertor zum zwischenzeitlichen 4:0.

Selbstsicher schnappte sich Wettklo nach dem fälligen Pfiff sofort die Kugel und legte sie auf den Elfmeter-Punkt. Kein Wunder: Zuvor hatte er bereits zwei Tore geschossen und ein weiteres mit perfekter Übersicht vorbereitet. Im Duell mit HSC-Schlussmann Emmerich schaute er einmal hoch, genau in die Augen seines Widersachers, dann lief er an. Sein Schuss – ein Chip-Ball – ging ziemlich zentral auf das Holzwickeder Tor. Emmerich hatte das geahnt, trotzdem kam er mit den Händen nicht mehr an den Ball. Der Ball zappelte im Netz.

Frecher Elfmeter: Andreas Feiler kann es kaum fassen

Breit grinsend ließ sich Wettklo von seinen Mitspielern feiern. Er wusste, wie knapp sein frecher Strafstoß war. Selbst sein Coach Andreas Feiler muss während der Ausführung des Elfmeters gefühlt drei Jahre älter geworden sein. „Wie kann man bei so einer Fußhaltung noch so hart schießen?“, fragte er mit einer Mischung aus Entsetzen und Freude im Gesicht.

Jubelnd in der Luft: Wettklo nach seinem Tor zum 3:0. © Schürmann © Schürmann

Wettklo dürfte das alles ziemlich egal gewesen sein. Für ihn war sein dritter Treffer ein ordentlicher Motivations-Boost. Dass er Elfmeter auch anders – und in Feilers Augen wohl besser – schießen kann, bewies der Stürmer dann im zweiten Durchgang. Wieder hieß es Wettklo gegen Emmerich. Ein strammer Schuss ins untere linke Eck – und diesmal war Emmerich wirklich ohne jegliche Chance.

Matchwinner Wettklo: „Haben uns das Leben selbst schwer gemacht“

Es wäre wohl nur noch eine Randnotiz dieses Spiels gewesen, doch für den KSV war das Tor ein ganz Wichtiges. Denn die Gäste hatten das Spiel im zweiten Durchgang fast noch aus der Hand gegeben. Der HSC kam zwischenzeitlich bis auf 4:3 wieder heran. Wettklos vierter Streich zum 5:3 in der Schlussphase brachte sodann aber die Entscheidung.

„Es war ein Derby, die Stimmung war hitzig. Wir haben uns das Leben im zweiten Durchgang selbst schwer gemacht“, meinte Wettklo nach dem Spiel. Auch in der ersten Halbzeit habe sein Team es noch nicht ganz vernünftig gemacht. „Anstatt einfach zu spielen, haben wir es mit vielen langen Bällen versucht“, bemerkte der Stürmer. Trotzdem war er am Ende zufrieden: „Das wichtigste sind die drei Punkte. Darauf müssen wir aufbauen.“

Zum kommenden Gegner im Pokal am Mittwoch – es wartet A-Ligist SVF Herringen – meinte Wettklo bezüglich der Favoritenrolle: „Da können wir nur verlieren – und Herringen kann nur gewinnen.“ Sollte Wettklo spielen und an seine Leistung vom Sonntag anknüpfen, braucht man sich im KSV-Lager aber wohl keine großen Sorgen machen. Es sei denn, Wettklo schreitet wieder zum Elfmeterpunkt. Dann dürfte bei vielen, die es mit dem KSV halten, wohl wieder der Atem stocken.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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