Jubel bei der IG Bönen, die den Aufstieg feiert. Der Verlierer des Kreisliga-Aufstiegsspiel hat aber meist einen strapaziösen Weg vor sich. © Teimann
Fußball

Nachteil im Aufstiegsspiel zur Bezirksliga: „Der Gegner dürfte ausgeruhter sein“

Der Verlierer des Kreisliga-Finales der beiden Meister muss am Ende der Saison erneut gegen den Zweiten der Kreisliga Bielefeld antreten. Aus Sicht des Fußballkreises Unna/Hamm ist das nicht fair.

Es bleibt dabei: Auch am Ende der neuen Saison wird das Aufstiegsspiel der beiden Meister der A-Kreisligen der Höhepunkt der Spielzeit 2021/2022 werden. Nur allzu gern würden beide Spitzenreiter direkt in die Bezirksliga aufsteigen, doch dafür verfügt der Kreis Unna/Hamm über zu wenig Mannschaften. Der Kreisvorstand hat aber einen Verbesserungsvorschlag.

„Tja“, sagt Christian Ritter, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Unna/Hamm. „Schon Horst Weischenberg hatte damals als Kreisvorsitzender gehofft, dass sich die Werner Vereine dem Kreis Unna/Hamm anschließen, als der Kreis Lüdinghausen aufgelöst wurde, damit wir mehr Teams melden können. Dazu ist es leider nicht gekommen.“

Kreis Unna/Hamm verfügt über 14 Teams weniger als Ahaus/Coesfeld

Die Folge: Der Fußballkreis Unna/Hamm stellt aktuell mit seinen 122 gemeldeten Herren-Mannschaften nur 1,5 Aufsteiger aus der Kreisliga A in die Bezirksliga. 14 Teams fehlen noch, um zumindest mit dem Kreis Ahaus/Coesfeld gleichzuziehen. Der stellt am Saisonende zwei direkte Aufsteiger.

Christian Ritter (links), Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Unna/Hamm, hat bereits einen Verbesserungsvorschlag eingereicht, was die Aufstiegsrunden zur Bezirksliga angeht. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Die Vertreter aus Unna/Hamm tragen also ein Kreisliga-Finale aus, dessen Sieger aufsteigt. Der Verlierer bekommt eine zweite Chance – im kommenden Jahr erneut gegen den Vertreter des Fußballkreises Bielefeld. Und da liegt der Hase im Pfeffer, meint Christian Ritter.

Nicht nur der Oberadener hätte gerne faire Voraussetzungen für alle Aufstiegskandidaten. Der Vorstand des Kreises Unna/Hamm habe deshalb bereits einen Verbesserungsvorschlag an den Fußballverband weitergeleitet. Konkret geht es darin um die Zusammensetzung der weiteren Aufstiegsspiele nach dem heimischen Kreisfinale.

Gegner des Kreises Unna/Hamm dürfte ausgeruhter sein

„Unsere beiden Meister müssen erst kreisintern einen Aufsteiger ermitteln und der Verlierer trifft dann erneut auf den Zweitplatzierten des Kreises Bielefeld, der zuvor kein Entscheidungsspiel hatte“, erklärt Ritter. „Der Gegner dürfte entsprechend ausgeruhter sein und hat sich idealerweise zuvor schon im Aufstiegsspiel Unna/Hamm ein Bild von seinem künftigen Gegner gemacht.“

Sein Vorschlag: Kreise, die zunächst intern einen Aufsteiger ermitteln müssen, sollten möglichst auf Mannschaften treffen, in deren Kreisen die Belastung ebenso hoch ist. Der Verlierer des Kreises Unna/Hamm aber trifft nunmehr wieder auf den Bielefelder Vertreter.

Im Kreis Dortmund, der stellt verbandsweit die meisten Mannschaften und somit 2,5 Aufsteiger, müssen die beiden Vizemeister den Teilnehmer des Aufstiegsspiels zweier Kreise ermitteln. Die Strapazen für den Verlierer sind ähnlich wie die im Kreis Unna. Der Kreis Paderborn stellt 1,5 Aufsteiger und muss auch zunächst intern einen Aufsteiger ermitteln. Beides wären unter Berücksichtigung dieses Aspektes wohl ideale Gegner für den Kreis Unna/Hamm.

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Thorsten Teimann

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