Laura Nolte bekommt Verstärkung in ihrem Team. © Instagram: lauranoltee
Bobsport

Neues Teammitglied für Europameisterin Laura Nolte: Bobpilotin startet mit Zuversicht in die Saison

Gute Wintersportler werden im Sommer gemacht: Das weiß auch Laura Nolte, die schon wieder mitten in der intensiven Saisonvorbereitung steckt. Mit dabei ist ein neues Teammitglied.

Während sich landauf landab viele Menschen auf Ferien, Sonne, Strand und Meer freuen, hat für Laura Nolte die Saisonvorbereitung bereits wieder komplett Fahrt aufgenommen. In der kommenden Saison, deren strahlendes Highlight die Olympischen Winterspiele in Peking sein werden, will die Bobsportlerin aus Unna erneut hohe Ziele erreichen. Dabei setzt die 22-Jährige auch auf einige Neuerungen.

Dass gute Wintersportler bereits im Sommer gemacht werden, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Nur wer im Sommer richtig fit wird, kann im Winter vorne mitmischen. Dieses trifft natürlich auch auf Bobpilotin Laura Nolte zu, die schon seit einiger Zeit wieder intensiv im Training ist. Neu dabei im Nolte-Bob ist seit Kurzem auch Anschieberin Viktoria Dönicke. Der Neuling im Team ersetzt Vanessa Mark, die ab sofort für die noch amtierende Olympiasiegerin Mariama Jamanka in den Bob springen wird.

Gemeinsamer Auftritt im Europacup

„Eine Entscheidung, die sich ja bereits im vergangenen Winter angedeutet hat und auch komplett nachvollziehbar ist“ so Nolte. Jamanka hatte bereits im vergangenen Jahr Probleme, da viele ihrer Anschieberinnen verletzt waren und auch noch sind. „Hier ist Vanessas Chance auf Weltcup-Einsätze und das Olympiaticket deutlich größer als bei mir. Bei uns muss man an Deborah Levi vorbei.“

Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi sind amtierende Zweierbob-Europameisterinnen. © dpa © dpa

Levi gilt derzeit als die stärkste deutsche Anschieberin. Aber auch diese Tatsache hielt Dönicke nicht davon ab, die Zusage zum Wechsel ins Nolte-Team zu geben. „Wir kannten uns ja auch schon vorher und haben 2019 sogar einen Europacup in Winterberg gefahren“, sagt Nolte. „Sie bringt als Sprinterin überragende Qualitäten mit“. Aber nicht nur das, denn bereits bei der letzten WM in Altenberg sprang die 22-Jährige ihrer gleichaltrigen Pilotin helfend zur Seite. „In der zweiten WM-Woche hat sie mich vor dem Mono-Wettbewerb extrem gut unterstützt. Und sie hat auch ordentlich Stimmung reingebracht.“

Laura Nolte muss „noch technische Defizite aufholen“

Die Chemie scheint also bereits bestens zu passen, was generell auch auf den aktuellen Formstandard Noltes zutrifft. „Ich fühle mich schon relativ fit. Ähnlich wie im Vorjahr“, so die Deutsche Meisterin. „Und dass, obwohl ich diesmal etwas anders trainiere.“ Aktuell liegt der Fokus nämlich klar auf den „Mono-Schüben“. Monobob ist bekanntlich ein komplett neuer Wettbewerb, bei dem es auch in Peking um olympisches Edelmetall gehen wird.

„Hier steige ich von hinten in den Bob ein, das ist etwas anderes als im Zweier, wo ich von der Seite reinspringe“, verdeutlicht die WM-Dritte von 2020. „Hier gibt es noch technische Defizite aufzuholen.“ Erst in etwa vier Wochen geht es dann mit den „Zweier-Schüben“ in den normalen Trainingsmodus über.

Erstmals ernst wird es für die Anschieberinnen aus dem Team Nolte, zu denen neben Levi und Dönicke auch noch Cynthia Kwofie gehört, dann am 11. September beim Anschubtest in Oberhof. Da gilt es sich mit einer starken Zeit für weitere Aufgaben zu empfehlen.

Erste „Eisfahrt“ auf der Heimbahn im Oktober

Diese stehen weitere drei Wochen später in Winterberg an, wenn es Anfang Oktober erstmals wieder aufs Eis geht. „Danach folgt ein dreiwöchiges Trainingslager in Peking, wo wir uns dann erstmals intensiv mit der Olympiabahn beschäftigen werden“, so Nolte. Spätestens bei diesen schweiß- und nervenaufreibenden 21 Trainingstagen wird dann auch wieder Team-Neuling Dönicke ihre stimmungsvollen Qualitäten auspacken können.

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