Alles im Blick: Andreas Lehmkuhl (hinten r.) leitete die Abbruch-Partie zwischen Massen und Hohenlimburg. Ohne Gespann, denn laut dem Schiri-Obmann Heinrichsen habe er diesbezüglich keine Anfrage erhalten. © Neumann
Fußball

Schiri-Obmann nach Abbruch-Spiel irritiert: „Niemand hat bei mir ein Gespann angefordert“

Nach dem Spielabbruch zwischen SG Massen und Hohenlimburg meldet sich nun Schiri-Obmann Hans-Günter Heinrichsen zu Wort. Er behauptet, keines der beteiligten Teams habe bei ihm ein Gespann angefragt.

Hans-Günter Heinrichsen ist mehr als irritiert. Der Schiedsrichter-Obmann des Fußballkreises Unna/Hamm wundert sich über Aussagen der am Abbruch-Spiel beteiligten Mannschaften SG Massen und SV Hohenlimburg.

„Bei mir hat niemand angerufen und darum gebeten, dieses Spiel mit einem Gespann zu besetzen“, sagt Heinrichsen entgegen der Aussagen der Massener und Hohenlimburger Verantwortlichen. Hohenlimburg hätte auch gar kein Gespann anfordern können, ist der Verein doch Mitglied des Fußballkreises Hagen.

Hans-Günter Heinrichsen © Fußballkreis Unna/Hamm © Fußballkreis Unna/Hamm

„Andreas Lehmkuhl bringt solche Spiele für gewöhnlich locker über die Bühne“

Hans-Günter Heinrichsen

Beide Teams hatten erklärt, dass sie im Vorfeld ebendies getan hätten. Schon in den vergangenen Jahren forderte die SGM bei Testspielen gegen höherklassige Gegner ein Schiedsrichter-Gespann an – und bekam auch stets eins gestellt. Dieses Mal nicht, weil laut Heinrichsen keine Anfrage vorlag.

Der Kreis-Schiri-Chef stellt sich zudem schützend vor seinen Referee Andreas Lehmkuhl. „Ja, er hat nur die Kreisliga-A-Qualifikation. Das heißt aber nicht, dass er nicht in der Lage wäre, ein solches Testspiel zu pfeifen. Er ist sehr verlässlich und bringt solche Spiele für gewöhnlich locker über die Bühne.“

Denn: Lehmkuhl kommt ursprünglich aus dem Fußballkreis Dortmund, hat dort jahrelang auch Bezirksliga-Begegnungen geleitet. Und darüber hinaus auch die Lehrgänge von Nachwuchs-Schiedsrichtern. Seit einiger Zeit pfeift er nun im Kreis Unna.

Schlag oder Schubser? Schiedsrichter hat im Spielbericht entschieden

„Der Spielabbruch war auch keine Entscheidung des Schiedsrichters“, stellt Heinrichsen nochmal klar. Vielmehr war es das Trainerteam des SV Hohenlimburg, das seine Spieler nach den Vorfällen in Massen zusammenrief und das Spiel damit beendete.

Diskussionen gab es auch hinsichtlich eines angeblichen Faustschlags des Gästespielers in Richtung Sascha Grasteit. Die Gäste sprechen lediglich von einem Schubser mit beiden Händen – so hatte es Schiri Lehmkuhl auch in den Spielbericht eingetragen. Rot gab es trotzdem: für Massens Sascha Grasteit und seinen Widersacher.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
Zur Autorenseite
Marcel Schürmann

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.