2:3 – Werner SC kassiert gegen Wiescherhöfen die erste Saisonpleite

Fußball: Landesliga

Die beeindruckende Siegesserie des Werner SC – sie ist gerissen. Der Spitzenreiter der Landesliga 4 hat gegen den TuS Wiescherhöfen die erste Saisonniederlage einstecken müssen.

von Marcel Schürmann

Werne

, 22.09.2019, 21:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
2:3 – Werner SC kassiert gegen Wiescherhöfen die erste Saisonpleite

WSC-Kapitän Mondrian Runde (vorne) ahnte kurz vor Abpfiff bereits, dass sein Team das Ruder wohl nicht mehr rumreißen würde. © Schürmann


Landesliga 4
Werner SC - TuS Wiescherhöfen 2:3 (1:1)

Dennoch sah es von Beginn an so aus, als würden die Werner da weitermachen, wo sie in der Vorwoche in Gemen aufgehört hatten. Die Heimelf dominierte die Anfangsphase der Partie. Der erste Treffer sollte auch nicht lange auf sich warte lassen. Nach nur sechs Minuten traf Außenbahnspieler Henry Poggenpohl nach maßgeschneiderter Flanke von Daniel Durkalic per Seitfallzieher zur 1:0-Führung. In Manier eines echten Mittelstürmers schoss Poggenpohl den Ball ins Netz und setzte einen langen Jubellauf zu seinem Trainer Lars Müller an.

In der Folge tat der WSC weiterhin mehr fürs Spiel, ohne sich jedoch die ganz klaren Chancen herauszuspielen. Auf der anderen Seite war WSC-Schlussmann Jorma Hoppe nahezu beschäftigungslos, und musste doch kurz vor der Pause erstmals hinter sich greifen: Mit dem ersten Torschuss der Gäste traf der TuS zum überraschenden Ausgleich. Jannis Ritter schoss aus der Distanz, Hoppe reckte sich, blieb aber chancenlos.

Im Sportjournalismus spricht man in einem solchen Fall häufig von einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt für einen Gegentreffer, denn der Ausgleich sollte auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts noch seine Nachwirkungen zeigen. Die Gäste stellten den bisherigen Spielverlauf nämlich völlig auf den Kopf. TuS-Stürmer Nils Fitzek schlug einen Haken und überraschte Hoppe mit einem satten Flachschuss ins rechte Eck (47.) zur plötzlichen 2:1-Gästeführung. Für den WSC war es nebenbei der erste Rückstand in dieser Saison.

„Kurz zuvor wird Stöver bei uns klar gefoult und es gibt Vorteil. Das hat mit der Vorteilsauslegung aber nichts zu tun, denn fünf Sekunden später fällt der Gegentreffer“, echauffierte sich WSC-Coach Lars Müller über die Entstehung des Treffers.

Es dauerte ein paar Minuten, ehe sich Werne von Wiescherhöfens Powerplay erholte. Erst ab der 70. Minute erspielten sich auch die Platzbesitzer wieder Chancen. Die beste ließ zunächst Mondrian Runde liegen, der am zweiten Pfosten eine Kopfball-Verlängerung von Durkalic verpasste (72.). Nur wenig später war es dann aber soweit: Marvin Stöver drosch eine Hereingabe von Jannik Prinz wuchtig zum umjubelten Ausgleich in die Maschen (76.).

In der Schlussphase spielten nun beide Mannschaften auf Sieg. Bei den Gästen war es der zuletzt lange verletzte ehemalige Nationalspieler Mike Hanke, der in einem Zweikampf gegen Niklas Link seine individuelle Klasse zeigte. Er tunnelte den Abwehrmann, fand in der Mitte Andrej Lorengel, der nur noch zum 3:2-Siegtreffer für die Gäste einzuschieben brauchte (82.). Zu allem Überfluss sah Jawad Foroghi fünf Minuten vor dem Ende noch die Ampelkarte wegen Meckerns.

„Wir haben uns vorgenommen, in Werne etwas mitzunehmen. Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg nicht unverdient. Nach dem 2:2 hätte es aber genauso gut in die andere Richtung gehen können. Dennoch wäre es sehr bitter gewesen, ohne Punkte nach Hause zu fahren“, befand ein erleichterter Wiescherhöfen-Trainer Steven Dengelmann.

Lars Müller hingegen war extrem unzufrieden mit dem Resultat: „Wir waren im ersten Durchgang richtig gut. Da musst du führen. Punkt. Wir haben uns bei allen Gegentoren nicht clever angestellt. So ein Spiel darfst du nicht mehr aus der Hand geben.“

Werner SC: Hoppe, Martinovic, Link, Stöver, Saado, Durkalic, Runde, Poggenpohl, Holtmann, Prinz, Foroghi

Tore: 1:0 Poggenpohl (7.), 1:1 (45.), 1:2 (47.), 2:2 Stöver (76.), 2:3 (82.)

Bes. Vorkommn.: Ampelkarte gegen Foroghi (WSC) wegen Meckerns.

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