5:0-Sieg in Scharnhorst überraschte selbst WSC-Coach Zinke

Fußball-Bezirksliga 8

Ungläubig schüttelte Andreas Zinke mit dem Kopf, als er nach Abpfiff auf dem matschigen Ascheplatz in Scharnhorst mit seinen Spielern abklatschte. Der WSC-Trainer konnte es selbst nicht glauben, dass sein Team einen 5:0-Befreiungsschlag gelandet hatte.

WERNE

von Von Christian Stein

, 05.11.2012, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gleich zweimal bildeten Spieler und Verantwortliche vom Werner SC kurz vor dem Anpfiff in Scharnhorst einen Kreis, um sich auf die Bezirksliga-Partie einzuschwören.

Gleich zweimal bildeten Spieler und Verantwortliche vom Werner SC kurz vor dem Anpfiff in Scharnhorst einen Kreis, um sich auf die Bezirksliga-Partie einzuschwören.

 Stürmer Daniel Durkalic lief sich fast die Lunge aus dem Leib, um die Anspielstationen für FV-Schlussmann Sezgin Özdemir bereits bei Abstößen dicht zu machen. Janis Leenders und Chris Thannheiser bedrängten die beiden Scharnhorster Außenverteidiger schon in der eigenen Hälfte. Und selbst wenn ein Scharnhorster Spieler einmal durchbrechen konnte, wartete da immer noch ein überragender Sharif Masembe im defensiven Mittelfeld, der die Bälle abfing und schnell Konter einleitete. „Sharif“, meinte Andreas Zinke, „hat heute überragend gearbeitet.“ So überzeugend die Leistung des Werner SC auch war, muss sich die Mannschaft einen Vorwurf gefallen lassen: Warum zeigt sie in dieser Saison zwei Gesichter? Gegen Schüren (2:5) und Nordkirchen (1:4) fehlte dem Team jeglicher Wille, sich gegen beide Spitzenteams zu wehren, der Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Gegen Weddinghofen und zuletzt gegen Scharnhorst bewies die Elf um Kapitän Marcel Kretschmann, dass der Aufstieg in die Bezirksliga vor einem Jahr kein Zufall war. „Die Jungs haben von Beginn an gezeigt, wer nach 90 Minuten als Sieger vom Platz gehen wollte“, betonte Andreas Zinke.

Dass es trotz der unkonstanten Saison innerhalb des Teams stimmt, verdeutlichten die Minuten vor der Partie am Sonntag: Sowohl neben als auch auf dem Platz nahmen sich die WSC-Kicker in die Arme und bildeten einen Kreis, um sich einzuschwören. Das scheint selbst den Gegner erstaunt zu haben, meinte doch FV-Verteidiger Jan Nitzrath mit einem hämischen Lächeln zu seinen auf den Anpfiff wartenden Teamkollegen: „Die machen ja schon wieder einen Kreis.“

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