67:88 - TV Werne hält nur eine Halbzeit in Recklinghausen mit

Basketball WBV-Pokal

Der Abschied vom Finaltraum hat Spuren bei den Basketballern des TV Werne hinterlassen: Die Enttäuschung über die 67:88-Niederlage im Halbfinale des WBV-Pokals bei den Citybaskets stand den Spielern ins Gesicht geschrieben. Die schwerste Aufgabe an diesem Abend hatte Trevor Wittwer.

WERNE

von Von Benjamin Blum

, 06.03.2011, 08:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der Niederlage bedanken sich Jens Langos (Mitte) und Trevor Wittwer bei den Fans des TV Werne.

Nach der Niederlage bedanken sich Jens Langos (Mitte) und Trevor Wittwer bei den Fans des TV Werne.

Während die Werner feststellten, wie abhängig sie von Fitness und Form ihres Topscorers sind, zeigte sich auf der Gegenseite ein anderes Bild: Mit Cham Korbi (23), Mark MacDonald (18), Robert Franklin (15) und Mirko Bregulla (14) punkteten vier Recklinghäuser zweistellig. Das Offensivspiel der Gastgeber war variabler und zielstrebiger, während der TV in der Defensive nicht entschlossen genug agierte. Obwohl die Leistungsunterschiede schon in der ersten Halbzeit offensichtlich waren, hielten die Werner gut mit: Die Citybaskets spielten mal einen Sieben-, mal einen Acht-Punkte-Vorsprung heraus – doch die Gäste kämpften sich auf ein 36:39 zur Pause heran. Im dritten Viertel hielt der TVW dem Druck der Gastgeber nicht mehr stand: Als Recklinghausen den Ball mehrfach per „Steal“ eroberte und konterte, zog es mit 46:38 davon und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.

Im letzten Durchgang spielten die Citybaskets ihren Gegner dann bei einigen Ballstaffetten regelrecht an die Wand. „Ihr habt bezahlt, ihr könnt jetzt gehen“, schallte der Kommentar aus dem Recklinghäuser Fanblock Richtung Werne. Es wäre ein Leichtes für Rosic gewesen, nach der Schlusssirene die Verletzung Wittwers als Hauptursache für die Niederlage zu nennen – so einfach machte er es sich und seinem Team aber nicht: „Wenn Trevor ausfällt, dann hätten die anderen noch mehr Siegeswillen zeigen müssen. Und mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen bei 18 Versuchen kann man gegen eine Zonen-Verteidigung nicht gewinnen“, sagte der Coach. Er war dann auch der erste Werner, der sein Lächeln wiederfand: „Für uns war es schon toll, das wir dieses Halbfinale überhaupt erreicht haben.“ Diese Erkenntnis dürfte sich auch bei seinen Spielern in den nächsten Tagen einstellen.

Curtis (10/1 Dreier), Meinert, Henke (7), Nolte (2), Heptner (3/1), König (4), Wittwer (13), Samanovic (18), Langos (4), Schulze Pals (6).

 

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