73:72 - Erst punkten, dann Party

1. Basketball-Regionalliga

Zum Abschluss einer Spielzeit mit zwei Gesichtern hat der TV Werne die heimstarken NOMA-Kangaroos Iserlohn mit 73:72 bezwungen - ein Spiel als Spiegelbild der Saison: Denn Werne kam spät, aber dafür gewaltig.

WERNE

von Von Matthias Mischo

, 17.04.2011, 22:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
73:72 - Erst punkten, dann Party

Basketball, 1. Regionalliga NOMA-Kangaroos Iserlohn - TV Werne 72:73

Für den TV Werne stand in Iserlohn trotz des längst gesicherten Klassenerhaltes noch einmal einiges auf dem Spiel: Das Team von Trainer Ivan Rosic wollte mit aller Macht den ersten Platz in der Rückrundentabelle verteidigen, lief dabei aber schnell einem Rückstand hinterher.

Bis zur Halbzeit konnten die Hausherren ihre Führung auf elf Punkte ausbauen und der verletzte Trevor Wittwer musste tatenlos zusehen, wie Iserlohn drauf und dran war, zum Werner "Partycrasher" vor der großen Saisonabschluss-Feier zu werden.Iserlohn aus dem Konzept gebracht

Doch wie bereits in den vergangenen Wochen bewies das Rosic-Team große Moral und kämpfte sich zurück in die Partie. Bis zur 33. Minute führte Iserlohn, ehe Matt Curtis mit zwei verwandelten Freiwürfen erstmals die Werner in Front brachte. Es entwickelte sich fortan ein offenes und spannendes Spiel mit mehrfachem Führungswechsel vor den Augen der 900 Zuschauern in der modernen Iserlohner Halle.

Keiner der beiden Mannschaften gelang es in der zweiten Halbzeit, sich dauerhaft abzusetzen - somit ging es Kopf an Kopf in die Schlussminute: 15 Sekunden vor dem Ende musste der kanadische TVW-Aufbauspieler erneut an die Linie und sorgte mit zwei Treffern für die neuerliche Führung der Werner.

In der anschließenden Auszeit änderte Rosic die Defensivtaktik seiner Mannschaft und brachte Iserlohn damit - wie erhofft - völlig aus dem Konzept: Turnover, Ballbesitz Werne, Spielende und Sieg. Nach der Punktladung in Iserlohn konnte die Party im Café Stilvoll am Werner Rathaus starten.

Platz sechs vor Nachbarn

Denn der TV Werne hatte nach dem Erfolg bei den Kangaroos den inoffiziellen Titel "Bestes Rückrundenteam" im Sack und beendet die Saison auf dem sechsten Rang - vor ambitionieren und finanzstarken Vereinen wie den Nachbarn aus Dortmund und Münster. Für Trainer Rosic ist die Leistung seiner Mannschaft daher gar nicht hoch genug einzuschätzen: "Wir mussten immer wieder wichtige Spieler aufgrund von Verletzungen ersetzen - und nun haben wir nur zwei Siege weniger als der Aufsteiger Dorsten." Auch dank Trevor Wittwer, der den Verein nun verlassen wird. Der Amerikaner kann aus mehreren Angeboten von ProB- Vereinen wählen. Auch das ist eine Auszeichnung für die starke Halbserie des TVW. Die sportliche Führung um Jens König wird ihm ob seiner Verdienste keine Steine in den Weg legen.

Nach einer einwöchigen Pause wollen König und Rosic dann mit der intensiven Planung für die neue Saison und der schwierigen Suche nach einem Wittwer-Ersatz beginnen.

Zuvor möchten sie sich von der turbulenten Saison erholen und vielleicht auch ein wenig von der Abschlussfeier. Wie gesagt: spät, aber gewaltig..

 

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