Abbruch war vorhersehbar - und spielt Eintracht Werne in die Karten

mlzKolumne Klare Kante

Das Spiel zwischen dem TSC Hamm und Eintracht Werne musste am Sonntag knappe zehn Minuten vorm Ende abgebrochen werden. Der Grund war skurril - und vorhersehbar, sagt unser Kolumnist.

von Marcel Schürmann

Werne

, 18.11.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der 79. Minute brach Schiedsrichter Christian Peske (Bönen) das Fußballspiel der Kreisliga A1 zwischen dem TSC Hamm und Eintracht Werne beim Stand von 1:1 ab. Um 16.33 Uhr war Feierabend. Das hätte man definitiv verhindern können.

Das Spiel war im Vorfeld für 14.45 Uhr angesetzt, eine Viertelstunde später also, als üblich nach der Zeitumstellung. Dennoch pfiff Peske das Spiel erst um 15 Uhr an. Bis zehn vor drei lief schließlich noch das Spiel der zweiten Mannschaft des TSC. Ein früherer Anpfiff des Spiels der Reserve war laut TSC-Coach Akyüz nicht möglich.

Jetzt lesen

Dennoch: Es dauerte noch eine ganze Weile, ehe das Spiel der beiden ersten Mannschaften losging, anstatt mit dem Abpfiff des ersten Spiels, das Zweite anzupfeifen. Dazu gab es am Ende der ersten Halbzeit satte fünf Minuten Nachspielzeit. Natürlich liegt es im Ermessen des Schiedsrichters, ob er eine viertelstündige Halbzeitpause einhält, oder er diese in Anbetracht der früh einsetzenden Dämmerung verkürzt. Aber um 16 Uhr hätte dem Referee eigentlich klar sein müssen, dass es bei den Lichtverhältnissen keine 45 Minuten mehr weitergehen kann.

Der Eintracht spielt die Neuansetzung des Spiels jetzt natürlich in die Karten. Mitte Dezember werden wohl alle verletzten Spieler wieder an Bord sein. Statt wie am Sonntag eine Rumpfelf aufzustellen, kann Coach Mario Marttinovic dann aller Voraussicht nach wieder aus dem Vollen schöpfen; die gelbgesperrten Enes Akyüz und Tunahan Sari sowie der verletzte Knipser Abdullah Sahin werden dann wieder zur Verfügung stehen. Die Eintracht profitiert also enorm vom Abbruch. Daher hielten sich die Proteste der Werner auch in Grenzen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt