„Alle Vereine, die aufpassen wollen, werden benachteiligt“: LippeBaskets kritisieren Verband

mlzBasketball: 2. Regionalliga

Die 2. Regionalliga startet entgegen aller Vermutungen doch schon in diesem Jahr in den Spielbetrieb - zumindest teilweise. Die LippeBaskets sehen Vereine, die Verantwortung übernehmen wollen, benachteiligt.

Werne

, 28.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich schien alles eindeutig in eine Richtung zu gehen. Schon in der vergangenen Woche hatte der Westdeutsche Basketball Verband (WBV) alle Ligen von der Oberliga abwärts abgesagt. Für die Regionalligen wollte man sich nochmal mit den Vereinen besprechen - doch die Tendenz ging auch hier ganz klar Richtung Verschiebung.

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Nun ist alles ein wenig anders gekommen, als erwartet. Die 2. Regionalliga, in der auch die LippeBaskets spielen, habe laut WBV eine geteilte Meinung zur Verschiebung des Saisonstarts gehabt, heißt es auf der Homepage. Deswegen hat sich der Verband nun ein zweigeteiltes System überlegt.

Die LippeBaskets zeigen sich erstaunt

Die ersten Mannschaften starten bereits am 14. November in die Saison. Unter diesen Teams werden dann die beiden Aufstiegsplätze der Liga ausgespielt. Dazu entscheidet sich hier mindestens ein Abstiegsplatz. Bei mehr als zehn Mannschaften wird ein zweiter, bei mehr als 13 Mannschaften ein dritter Abstiegsplatz ausgespielt.

Die zweite Gruppe startet dann am 16. Januar. In der Gruppe werden zwei Abstiegsplätze ausgespielt, sowie ein möglicher Aufstiegsplatz. Die Vereine müssen bis zum 31. Oktober entscheiden, zu welcher der beiden Gruppen sie gehören wollen.

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Bei den LippeBaskets stößt diese Entscheidung auf massive Kritik. „Ich finde, das spiegelt überhaupt nicht den Konsens wieder, den die Vereine hatten“, erklärt Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets. „Wir waren uns eigentlich einig, dass wir eine Saison ohne gesundheitliche Risiken haben wollen.“

Jetzt würden aber die Mannschaften benachteiligt, die die soziale Verantwortung übernehmen und nicht spielen wollen. „In der zweiten Gruppe wird kein sicherer Aufstiegsplatz ausgespielt. Damit benachteiligst du ja alle Vereine, die aufpassen wollen. Die werden dann sportlich abgestraft“, sagt Henke.

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Zu diesen Teams gehören auch die LippeBaskets. Und auch nach der Entscheidung des Verbandes bleiben sie dabei: Die Werner werden erst im Januar in die Saison starten. „Das hat bei uns ja auch nichts mit dem Spielplan oder irgendwelchen sportlichen Aspekten zu tun“, sagt Christoph Henke. „Wir haben da für uns eine moralische Entscheidung getroffen, daran werden wir auch nicht rütteln, nur weil der Verband sich so entscheidet.“

Ähnlich sei auch das Meinungsbild bei einigen anderen Mannschaften. „Die Teams, mit denen ich gesprochen habe, wollen sich davon jetzt nicht locken lassen“, erklärt der LBW-Trainer. „Einige haben sich auch schon über die Entscheidung beschwert. Ich bin gespannt, wie sich die Situation jetzt noch entwickelt.“

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