Anniina Lintula aus Herbern lebt bei Lenklar ihren Traum

mlzLenklarer Reitertage

Der siebte Tag der Lenklarer Reitertage stand im Zeichen der Damen. Am Mittwoch maßen die Reiterinnen bei den Amazonenspringprüfungen ihre Kräfte. Eine Finnin aus Herbern überzeugte.

Werne, Herbern

, 17.04.2019, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Doppelte Freude bei Anniina Lintula: Die Reiterin des RV von Nagel Herbern hat sich am Mittwoch bei den Lenklarer Reitertagen gleich in zwei Prüfungen platziert. Am Tag der Amazonenspringprüfungen setzte sich die 24-jährige Finnin auf Saint-Tropez, einer siebenjährigen Osnabrücker Stute, im Ein-Stern-M-Springen fehlerlos auf Platz fünf (Zeit: 61,23 Sekunden). In der Folgeprüfung, einem Zwei-Sterne-M-Springen, sprang Lintula mit ihrem Pferd Ruby Zasou, einer siebenjährige Westfälische Stute, auf Rang 13 (null Fehler, 61,57 Sekunden) - ein gelungener Tag für Herberns Finnin.

Aniina Lintula überzeugte mit Saint-Tropez.

Aniina Lintula überzeugte mit Saint-Tropez. © Patrick Schröer

Mit neun Jahren zum ersten Mal im Sattel

Seit 2014 lebt Lintula in Deutschland, seit drei Jahren reitet sie für den RV von Nagel Herbern. Die gebürtige Finnin, die ursprünglich aus Kajaani stammt, zog es wegen ihrer großen Leidenschaft nach Deutschland. „Ich hatte immer den Traum, Pferde beruflich zu reiten. Deswegen bin ich nach Deutschland gekommen“, sagt Lintula, die im zarten Alter von neun Jahren mit dem Reiten begonnen hat. Den großen Traum hat sie sich jetzt erfüllt. Seit 2017 arbeitet sie für das Gestüt Ligges in Herbern. Zuvor trainierte sie in Hanstedt im Reiterzentrum bei Bundestrainer Peter Teeuwen, der den Pony-Nachwuchs, Junioren und Junge Reiter betreut.

Selbstkritik nach guten Platzierungen

Mit ihrem Auftritt am Mittwoch bei den Lenklarer Reitertagen war Lintula zufrieden, wenngleich sie sich auch selbstkritisch zeigte. „Meine beiden Pferde haben auf jeden Fall richtig gut gesprungen. Ich bin eigentlich zufrieden, nur meine eigenen Reitfehler ärgern mich, aber dadurch lerne ich ja auch“, sagt sie und lacht.

Fertig ist die 24-Jährige mit Lenklar übrigens noch nicht. Am Samstag, 20. April, startet Aniina Lintula beim Ein-Stern-S-Springen mit Rio Grande. Dort will sie dann auch ihre eigenen Fehler abstellen.

Kosanetzki überzeugt ebenfalls

Hannah Kosanetzki war mit Carella gut unterwegs. Mit Chin-Chilly, auf diesem Foto, lief es hingegen nicht so gut.

Hannah Kosanetzki war mit Carella gut unterwegs. Mit Chin-Chilly, auf diesem Foto, lief es hingegen nicht so gut. © Patrick Schröer

Noch besser als Lintula schnitt am Mittwoch Hannah Kosanetzki ab. Die Reiterin des Gastgebers RV St. Georg Werne platzierte sich ebenfalls gleich zwei Mal. In der bereits genannten Ein-Stern-M-Prüfung sprang Kosanetzki mit Carella, einer achtjährigen Westfälische Stute, auf Platz zwei (null Fehler, 57,76 Sekunden). Im Zwei-Sterne-M-Springen wurde Kosanetzki - ebenfalls mit Carella - Neunte (60,73 Sekunden). Die beste Platzierung in dieser Prüfung erzielte aus heimischer Sicht Johanna Bücker, die für den RV St. Georg Werne reitet. Sie sprang mit Corlenska, eine zehnjährige Westfälische Stute, auf Platz sechs (null Fehler, 59,71 Sekunden).

Nicht ganz so erfolgreich lief es für die erst 15-jährige Jolina Lichtenberg, die beim Ein-Stern-M-Springen mit Call me Indoctra, einer zehnjährigen Zangersheider Stute, stürzte und ausschied. „Ich bin leider beim ersten Sprung runtergefallen. Mir ist aber nichts passiert“, so Lichtenberg, die für den RV St. Georg Werne reitet. Nichtsdestotrotz gibt sich Lichtenberg kämpferisch. „Ich möchte mich im M-Bereich etablieren“, sagt Lichtenberg.

Verwechslungsgefahr bei Curly Sue

Etabliert sind diese Reiter längst, nicht nur im M-Bereich: Marie Ligges (Herbern), Kathrin Wacker (RV St. Georg Werne) und Katja Heitbaum (Herbern) machten die Top-Platzierungen in der späteren Session unter sich aus. Und dabei bestand Verwechslungsgefahr: Denn Marie Ligges gewann die erste Abteilung mit der elfjährigen Curly Sue. Katja Heitbaum, Siegerin der zweiten Abteilung, war ebenfalls mit einer Curly Sue im Parcours, bei der es sich aber nicht um das gleiche Pferd handelt. Heitbaums Curly Sue ist nämlich erst neunjährig - und der Stammbaum der beiden Westfalen-Stuten ist auch ein völlig anderer. „Es ist Zufall, dass beide so heißen“, sagt Heitbaum, die zufrieden mit ihren Umläufen war, nicht nur mit Curly Sue, sondern mit Akira, mit der sie hinter Wacker und Viola Dritte der ersten Abteilung wurde.

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