Aufregung um Rote Karte gegen Herberns Dautanac

Bezirksliga 8

HERBERN Benjamin Dautanac hatte eigentlich alles richtig gemacht. Herberns Torwart hatte den Winkel verkürzt, sich dem Stürmer entgegen geworfen und schließlich den Ball in den Händen gehalten. Trotzdem sah er die Rote Karte, weil er auch Gegenspieler Viktor Pusch getroffen hatte. Ein Platzverweis, der zum Aufreger des Spiels wurde.

von Von Daniel Otto

, 26.10.2009, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Möllers war nachvollziehbarer Weise auf der Seite seines Torhüters: „Genau so muss Benjamin das machen.“ Trotzdem war die Szene strittig, denn Schiedsrichter Wolfram Bock traf die regelgerechte Entscheidung: „Der Torhüter ging mit gestrecktem Bein in den Mann und nahm eine Verletzung billigend in Kauf. Da ist es egal, dass er anschließend den Ball in der Hand hatte.“ Das DFB-Regelbuch gibt dem Mann an der Pfeife recht. Dort heißt es unter „gefährliches Spiel“ (eine Aktion, bei der ein Gegenspieler verletzt werden könnte): „Nimmt der fehlbare Spieler bei seiner Aktion eine Verletzung des Gegners in Kauf, wird er vom Schiedsrichter verwarnt. Verhindert ein Spieler durch gefährliches Spiel eine klare Torchance, wird er vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen.“

Soweit die Theorie. Wenn man sich an die legendären Kamikaze-Ausflüge eines Oliver Kahn erinnert, ist der Ärger der Herberner allerdings nachzuvollziehen. Etwas dagegen tun können sie im Nachhinein aber nicht mehr. Gisbert Gondolf vom Verbandsschiedsrichterausschuss des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen sagt: „Ich müsste die Aktion gesehen haben, um da genaueres zu sagen zu können. Die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters steht aber natürlich.“ Man darf gespannt sein, wie hoch die Sperre ausfallen wird

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