B-Ligisten könnten auf vermehrte Wechselmöglichkeiten verzichten

Fußball

Die neu eingeführte Sperre nach einer Gelb-Roten Karte hat sich bewährt. Im Fußballkreis Lüdinghausen ging in den Kreisligen A, B und C die Anzahl der Gelb-Roten Karten zurück. Was bei den B- und C-Ligisten gar nicht gut angekommen ist, ist allerdings die neue Wechselregelung.

HERBERN/WERNE

, 17.06.2014, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch wenn in der B-Liga, hier WSC II gegen Eintracht II, die Kräfte schwinden, wollen die heimischen Trainer keine ausgewechselten Spieler wieder einwechseln.

Auch wenn in der B-Liga, hier WSC II gegen Eintracht II, die Kräfte schwinden, wollen die heimischen Trainer keine ausgewechselten Spieler wieder einwechseln.

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„In manchen Spielen war das echt nervig. Vor allem, wenn die Gegner bei engen Spielen in der Schlussphase ständig wechselten, um den Spielfluss zu unterbinden“, sagt Reher. Sein Team hat genau zweimal die neue Regel in der vergangenen Spielzeit ausgenutzt. Einmal aufgrund der Hitze und ein zweites Mal am letzten Spieltag, um allen Akteuren genügend Spielzeiten zu gönnen. Eintracht Werne II hat da schon häufiger ausgewechselte Akteure wieder ins Spiel gebracht. „Wir hatten in der Hinrunde einen kleinen Kader mit einigen Altherren-Spielern. Da blieb uns keine andere Wahl“, sagt Eintracht-Coach Siggi Eulich.

Als er in der Rückrunde einen vollen Kader hatte, hat er nicht mehr auf die vermehrte Wechselmöglichkeit zurückgegriffen. „Daran müssten sich alle halten, die einen großen Kader haben. Nur so behalten wir unseren alten Fußball bei“, sagt Eulich. Er zeigt aber Verständnis für Teams, die aufgrund von Spielermangel häufiger wechseln. Rainer Littau, Trainer des Werner SC II, hält das Zeitschinden durch ständige Wechsel für unsportlich und deshalb die neue Regel für wenig sinnvoll. Der Schiedsrichter habe aber keine Handhabe. Es ist halt regelkonform.

Littau will weiterhin ausgewechselte Spieler nicht wieder einsetzen. Das ist der Fußball, den er schon immer kennt und nicht verändern will. Doch bei einer Ausnahmesituation würde er doch handeln. „Wenn wir schon dreimal gewechselt haben und einer unserer Spieler verletzt sich, dann werde ich einen ausgewechselten Akteur wieder bringen. Damit weiter Chancengleichheit besteht“, sagt Littau. Die Meinung der Werner und Herberner B-Ligisten ist einhellig. Aus ihrer Sicht könnte diese Regeländerung wieder abgeschafft werden.  

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