Bei Eintracht Werne läuft es gut - auch ohne Top-Torjäger Abdullah Sahin

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Es war der große Schock für die Eintracht: Abdullah Sahin hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Er fällt vorerst aus. Nun reifte die Erkenntnis: Es geht auch ohne den Top-Torjäger.

Werne

, 22.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eintracht Werne ist das Team der Stunde in der Fußball-Kreisliga A. Seit acht Spielen ist die Mannschaft von Trainer Mario Martinovic ungeschlagen. Derzeit steht sie auf Platz drei in der Tabelle mit zwei Punkten und einem Spiel weniger als der Tabellenführer.

Doch beim 6:0-Sieg gegen Overberge dann der Schock: Top-Torjäger Abdullah Sahin musste nach einem Sprint verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Diagnose: Muskelfaserriss in der Leiste. „Das ist ziemlich bitter. Er war gerade extrem gut drauf und ein wichtiger Spieler für uns“, sagte Mario Martinovic danach.

Es geht bei Eintracht Werne auch ohne Abdullah Sahin

Doch geht es auch ohne den Mann, der ein Drittel der Tore der Eintracht beigetragen hat? Diese Frage stellten sich viele Eintracht-Anhänger vor dem Spiel am Sonntag. Auf dem Platz gab die Mannschaft eine deutliche Antwort: Ja, es geht. Mit drei Toren von drei unterschiedlichen Torschützen siegten die Werner gegen die Reserve von Lohauserholz.

„Mir war schon die ganze Zeit bewusst, dass wir zur Not eben auch ohne Apo (Abdullah Sahin, Anm. d. Red.) Tore schießen können“, sagte Mario Martinovic nach dem Abpfiff. „Er ist ja nicht unser erster Top-Torjäger.“ Schon im vergangenen Jahr hatte die Eintracht mit Enes Akyüz den besten Torschützen der Kreisliga A gestellt.

Auch in diesem Jahr ist der Kapitän der Eintracht wieder gut drauf. Acht Treffer hat er bereits in der Saison erzielt, ist damit gemeinsam mit Serkan Adas der zweitbeste Torschütze in der Mannschaft. Dabei ist seine Position eigentlich gar nicht im Sturm.

„Wir haben es einfach mal mit ihm vorne drin probiert“

„Enes ist eigentlich eher ein Achter oder ein Sechser. Aber er hat eine sehr gute Technik und einen sehr guten Schuss, da haben wir es im letzten Jahr einfach mal mit ihm vorne drin probiert“, erzählt Mario Martinovic von den Anfängen der Stürmerkarriere von Enes Akyüz.

Bei Eintracht Werne läuft es gut - auch ohne Top-Torjäger Abdullah Sahin

Abdullah Sahin kann derzeit nicht für Eintracht Werne die Tore schießen. © Schürmann

Und da nach dem Ausfall von Abdullah Sahin bei der Eintracht erneut Stürmer-Not herrschte, war sofort klar: Der Kapitän rückt wieder nach vorne. „Natürlich, das war direkt die erste Lösung, die ich im Kopf hatte“, sagt Mario Martinovic.

„Normalerweise hat es Enes in dieser Saison natürlich gut mit Apo vor sich. Er legt ihm ja quasi jedes Tor vor“, fügt der Trainer hinzu. „Aber jetzt ist er eben selbst gefordert, wieder zu treffen.“ Und das funktionierte auf Anhieb: Direkt im ersten Spiel ohne Abdullah Sahin sorgte der Kapitän für den 1:0-Führungstreffer.

„Es war keine große Umstellung“

„Mit Apo war es natürlich einfacher“, gibt auch Enes Akyüz zu. „Dass er ein überragender Spieler ist, wissen wir ja nicht erst seit gestern. Aber es muss eben auch ohne ihn gehen und ich kannte die Position ja auch schon. Von daher war es keine große Umstellung.“

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Auch ohne ihren Top-Torjäger will die Eintracht ihren derzeitigen Lauf am Sonntag gegen die Reserve von Wiescherhöfen fortsetzen. Nach einem holprigen Saisonstart gibt es derzeit keinen Grund für schlechte Laune bei der Eintracht. „Am Anfang haben wir uns schwer getan. Aber jetzt ist auch das gegenseitige Vertrauen da und jeder haut sich auch für den anderen rein. Das ist das, was uns momentan ausmacht“, erklärt der Kapitän die aktuelle Erfolgsserie.

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