Beim Reitverein St. Georg ist der Betrieb weniger, aber die Arbeit mehr

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Auch beim Reit- und Fahrverein St. Georg Werne ist es aufgrund der Corona-Pandemie aktuell ungewöhnlich leer. Dennoch ist weiterhin die Hoffnung da, dass es bald wieder losgehen kann.

Werne

, 09.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise wären auf dem Gestüt des Reit- und Fahrvereins St. Georg Werne aktuell alle Reiter und Verantwortlichen in heller Aufruhe. Normalerweise sollte in wenigen Tagen die größte Sportveranstaltung in Werne, die Lenklarer Reitertage, dort beginnen. Doch die anhaltende Corona-Pandemie macht dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

Auch im täglichen Betrieb gab es deswegen zuletzt spürbare Einschränkungen, erklärt Andreas Trouvain, Vorsitzender des Reitvereins: „Es ist schon deutlich weniger los als normalerweise. Schon alleine die ganzen Reitstunden fallen aktuell natürlich weg.“

Ganz leer ist es aber dennoch nicht beim Reitverein St. Georg - denn für die Reiter gilt eine Sondergenehmigung, im Gegensatz zu anderen Sportarten. Denn wer ein eigenes Pferd besitzt, weiß - das muss auch in Zeiten des Coronavirus bewegt werden.

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Unter strengen Auflagen dürfen die Reiter also auf der Anlage sein. „Das ist aber nicht vergleichbar zu dem sonstigen Besuch“, so Trouvain. „Sie dürfen ja nur alleine kommen und auch nur eine Stunde bleiben und alle diese Dinge. Das ist dann schon ein Unterschied.“

Auch finanziell lässt die aktuelle Situation den Reitverein - ebenso wie viele andere Sportvereine - nicht kalt. Aber alles in allem kann Andreas Trouvain Entwarnung geben: „Natürlich sind wir nicht unberührt davon. Aber bisher kann ich sagen, dass sich der Schaden in Grenzen hält. Es kommt natürlich darauf an, wie sich das in den kommenden Wochen entwickelt.“

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Aber egal, wie es mit der Pandemie weitergeht - der Betrieb muss beim Reitverein St. Georg trotzdem laufen. „Mit den ganzen Regularien, die es jetzt gibt, haben wir schon fast mehr Arbeit als vorher“, verrät Andreas Trouvain. Er selbst ist weiterhin regelmäßig vor Ort. „Und da sind natürlich auch viele, die unsere Plätze fertig machen und sowas. Aber für die Reitlehrer beispielsweise ist das aktuell ein echtes Problem.“

Ein bisschen Hoffnung, dass die Situation aber nicht mehr allzu lange so ist wie aktuell, hat Andreas Trouvain. „Reiten ist da ja nochmal ein bisschen anders als viele andere Sportarten“, erzählt er. „Wenn man das professionell und vernünftig macht, kann man da ja durchaus den gebotenen Sicherheitsabstand halten.“

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Ein Datum, an dem der Betrieb möglichst wieder normal laufen soll, hat der Vorsitzende auch bereits im Kopf. „Wir haben Ende August unser Sommerturnier“, berichtet er. „Da haben wir jetzt zuletzt noch drüber gesprochen und es noch nicht abgesagt. Ich hoffe einfach, dass wir dann wieder normal reiten können.“

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