Corona-Krise: Jannik Prinz zwischen Urlaub, weniger Pendeln und Spielpause

mlzWerner SC

Während in den vergangenen zwei Wochen das Coronavirus immer mehr Deutschland erreichte, war Jannik Prinz vom WSC noch im Thailand-Urlaub. Auch dort spürte er einige Auswirkungen.

Werne

, 30.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher war die Zwangspause im Amateurfußball durch das Coronavirus für Jannik Prinz vom Werner SC noch nicht spürbar. Während seine Mannschaftskollegen die vergangenen Sonntage auf der Couch verbrachten, weilte der Stürmer mit seiner Freundin im Urlaub in Thailand.

Aber war das angesichts der Einschränkungen durch das Virus überhaupt möglich? „Wir haben schon erst überlegt, ob wir das überhaupt machen sollen“, berichtet der Stürmer. „Aber dann haben wir gedacht, dass wir hier zuhause eh nur rumsitzen würden.“

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Also ging es mit dem Flieger vor gut zwei Wochen - natürlich noch vor dem Reiseverbot - Richtung Thailand. Am Anfang sei da noch alles normal gewesen, berichtet Prinz. Es habe überhaupt keine Probleme gegeben.

In den letzten Urlaubstagen habe man dann aber gemerkt, dass sich etwas geändert habe: „Wir hatten das Hotel so ziemlich für uns alleine und auch sonst waren sehr wenige Touristen unterwegs. Irgendwann haben auch die Restaurants zugemacht.“

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Und auch die Menschen, die vorher noch sehr freundlich gewesen waren, wurden zum Ende hin in ihrem Ton rauer. „Man hat gemerkt, dass die Menschen einen irgendwann auch lieber nicht mehr in ihrem Land haben wollten - aus nachvollziehbaren Gründen.“ Der Rückflug am vergangenen Samstag verlief dann nur mit kleinen Problemen.

Zurück in Deutschland bekommt auch Jannik Prinz die Krise wieder voll zu spüren. Bezogen auf die Arbeit hat die Kontaktsperre für den Werner Angreifer zumindest ein Gutes. Denn während er sonst zum Arbeiten unter der Woche immer in Hamburg ist, kann er nun vorerst von daheim arbeiten. „Das ist natürlich nicht schlecht, wenn man sich die Fahrt sparen kann“, erzählt er.

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Was den Fußball und den WSC angeht, hatte Jannik Prinz bisher noch keine Möglichkeit, groß die Unterschiede festzustellen, denn dienstags und donnerstags ist er ohnehin nicht dabei. „Jetzt merken die Jungs mal, wie das ist ohne Training“, scherzt er. „Aber wir tun ja alle etwas, um uns irgendwie fit zu halten, so lange wir nicht auf den Platz können.“

Dass es in dieser Saison aber überhaupt noch weiter geht, kann sich Jannik Prinz, wie so viele Amateurfußballer, nicht wirklich vorstellen. „Es ist ganz schwierig zu sagen, weil ja niemand weiß, wie lange die Situation noch so anhält“, sagt er. „Aber die Gesundheit geht natürlich erstmal vor.“

Eine - nicht ganz ernst gemeinte - Kritik an der aktuellen Situation übt er dann aber doch: „Wenn sie die Saison schon abbrechen, hätten sie es doch besser tun können, als wir noch Tabellenführer waren.“

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