Daniel Durkalic schießt den Werner SC an die Tabellenspitze der Landesliga 4

Fußball: Landesliga 4

Dank des 1:0-Sieges über den TuS Altenberge grüßt der Werner SC in der Landesliga 4 von der Tabellenspitze. Coach Lars Müller sah gegen Altenberge einen verdienten Heimerfolg seiner Truppe.

von Marcel Schürmann

Werne

, 25.08.2019, 22:08 Uhr / Lesedauer: 3 min
Daniel Durkalic schießt den Werner SC an die Tabellenspitze der Landesliga 4

Der Werner SC ist neuer Tabellenführer der Landesliga 4. © Marcel Schürmann


Da fiel eine Menge Last von den Wernern. Vor 120 Zuschauern schoss Daniel Durkalic am Sonntagnachmittag bei über 30 Grad Celsius in der 64. Minute das überfällige und entscheidende Tor des Tages – und den WSC an die Tabellenspitze der Landesliga 4.

Fußball-Landesliga 4
Werner SC - TuS Altenberge 1:0 (0:0)

Schon in Durchgang eins wäre eine Führung der Heimmannschaft mehr als verdient gewesen. In den ersten 45 Minuten war es das berühmte Spiel auf ein Tor. Die Platzbesitzer gaben das Tempo vor, gewannen viele zweite Bälle und zeigten sich in den Zweikämpfen sehr präsent. Gerade in der Anfangsphase schnürte die Müller-Elf den Gast stark in die eigene Spielhälfte ein. Das machte sich auch in einem dicken Chancenplus bemerkbar. Nach fünf Minuten hatte Daniel Durkalic die erste Möglichkeit, sein Schuss war jedoch zu unplatziert.

Kurze Zeit später war der TuS im Glück, als der Gästekeeper nach einem waghalsigen Dribbling im eigenen Sechzehner den Ball beinahe an Youssef Saado vertändelte (10.). Auch beim nächsten Abschluss Saados blieb ein Torerfolg aus (20.). Weitere Möglichkeiten hatten binnen weniger Sekunden Kapitän Mondrian Runde sowie zweimal Marvin Stöver (alle 35.), doch Altenberges ordentlich geforderte Hintermannschaft hielt den Laden im ersten Durchgang dicht. Gästechancen waren hingegen Mangelware: Nur zwei Bälle kamen auf den Kasten von Jorma Hoppe, der mit beiden Abschlüssen aber keine Probleme hatte.

In der Halbzeitpause war für Niklas Link, der sich nach seiner leichten Zerrung, die er sich am Dienstagabend im Testspiel gegen den Holzwickeder SC zugezogen hatte, schon wieder in der Startformation des WSC wiederfand, Feierabend. „Wir haben schon in der ersten Halbzeit gemerkt, dass wir auf Niklas‘ Position in der Pause umstellen werden“, meinte Coach Lars Müller nach dem Spiel. Für Link kam Henry Poggenpohl ins Spiel, der die linke mit ordentlich Dampf belebte. Doch durch den deutlich offensiveren Poggenpohl bot sich den Gästen nun auch der Raum zum Kontern. Jetzt war auch WSC-Schlussmann Hoppe so richtig gefordert – konnte sich aber diverse Male durch starke Paraden auszeichnen.

Auf der anderen Seite vergab der WSC zunächst weiter Chance um Chance, ließ aber nie nach. Und das wurde belohnt: In der 64. Minute erzielte Daniel Durkalic im Liegen das fällige Führungstor. Riesenjubel auf dem Kunstrasen wie auch auf der Werner Bank.

Daniel Durkalic schießt den Werner SC an die Tabellenspitze der Landesliga 4

Erleichterung bei WSC-Fußball-Boss Thomas Overmann (r.), der nach dem 1:0 Co-Trainer Joel Simon (l.) sowie Ersatztorwart Henrik Pollak abklatscht. © Schürmann

Nur kurze Zeit später zeigte das Schiedsrichtergespann, das an diesem Tag unter Beobachtung stand, dass es nicht seinen besten Tag erwischte: Nach einem Zweikampf ging Poggenpohl zu Boden. Alles rechnete mit einem Elfmeterpfiff, doch der blieb aus.

Die Schlussphase gehörte dann den Gästen, denn Werne fing plötzlich aus unerklärlichen Gründen an zu zittern. In der Nachspielzeit dann Riesenglück für den WSC, denn der Schiedsrichter verwehrte bereits den zweiten klaren Elfmeter an diesem Nachmittag. Nico Holtmann bekam den Ball im Sechzehner aus drei Metern Entfernung an die Hand, doch auch hier blieb der Pfiff aus.

Fassungslosigkeit bei den Gästen, Glück und Erleichterung beim WSC, der das 1:0 schließlich über die Zeit brachte und nun als einzige Mannschaft mit neun Punkten nach drei Spielen an der Tabellenspitze steht.

„Ich finde, Altenberge war heute nicht mit der Mannschaft der letzten Jahre vergleichbar. Durchgang eins war von unserer Seite schon hoch überlegen, der zweite Durchgang war dann etwas ausgeglichener. Wir müssen nicht drüber reden: Das war ein hochverdienter Sieg“, sah Lars Müller einen gelungenen Auftritt seiner Mannen.

In der Hinsicht stimmte ihm auch sein Gegenüber Andre Radine zu: „Über 90 Minuten war Wernes Sieg nicht unverdient. Wir haben uns allein durch Lautstärke auf dem Platz nervös machen lassen, waren anfangs sehr verunsichert. Heute haben bei uns viele Kleinigkeiten nicht gepasst. Mit dem klaren, nicht gegebenen Elfmeter kam am Ende aber auch noch etwas Pech dazu.“

Werner SC: Hoppe – Link (46. Poggenpohl), Martinovic, Holtmann, Stöver – Runde (C), Prinz (86. Niewalda), Y. Lachwicz, Foroghi (80. Nemitz), Durkalic – Saado (67. Hennes)

Tore: 1:0 Durkalic (64.)

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