„Das 1:1 war wie ein eigener Treffer“ - Dominick Lünemann ist Herberns Standard-Spezialist

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Erst im Sommer kam Dominick Lünemann vom FC Nordkirchen zurück zum SV Herbern. Jetzt hat der 24-Jährige in der Mannschaft eine wichtige Aufgabe übernommen.

Herbern

, 28.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Julius Höring beim Spiel des SV Herbern den Ball nach einer Ecke zum 1:1-Ausgleich einköpfte, war der Jubel bei den Herbernern groß. Gemeinsam herzten sie den Torschützen, alle mit einem Lachen im Gesicht. Doch einer von ihnen strahlte besonders: Dominick Lünemann (24), seines Zeichens Flügelspieler der Mannschaft, freute sich, als hätte er gerade selbst zum Ausgleich eingenetzt.

„Für mich war das ein ganz besonderes Tor. Quasi als wäre es mein Treffer gewesen“, bestätigte Lünemann. Und in gewisser Weise war es das auch, denn: Der 24-Jährige ist der verantwortliche Mann für die Standards des SV Herbern.

Dominick Lünemann steht bei den Standards in der Verantwortung

„Ich habe einen Trainerschein gemacht und werde im Training von Holger und Jens in einigen Bereichen aktiv eingebunden“, erklärt Dominick Lünemann. Sein Spezialgebiet sind dabei die Standardsituationen. „Besonders bei den offensiven Standards habe ich viel Verantwortung und kümmere mich darum. Natürlich stimme ich mich aber mit den Trainern ab“, sagt er.

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Einige Trainings hat Lünemann bereits geleitet und auch einige Standards ausgearbeitet. Mit Erfolg: Das Kopfballtor von Julius Höring nach einem Eckball von Marcel Scholtysik war eine Standard-Variante, die der 24-Jährige selbst ausgearbeitet hat. „Da habe ich mich natürlich sehr gefreut. Das ist schon etwas Besonderes“, berichtet er stolz.

Zwei Standardtreffer mehr als in der letzten Saison

Für den SV Herbern war das bereits der zweite Standardtreffer in der Saison und damit schon jetzt eine Verbesserung, erzählt der Flügelspieler: „Ich habe mir sagen lassen, dass die Mannschaft in der letzten Saison keinen einzigen Standardtreffer gemacht hat. Da sind zwei ja jetzt schon mal nicht schlecht.“

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Dass er eine so wichtige Funktion übertragen bekommt, freut Dominick Lünemann. „Das ist eine ganz besondere Form der Wertschätzung. Ich habe die Verantwortung, dass es funktioniert und muss mich stellen, wenn es mal nicht so läuft. Aber das ist momentan ja nicht der Fall.“

Es läuft auch auf dem Platz

Für den 24-Jährigen läuft es aber nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz. Erst im Sommer war er vom FC Nordkirchen zurück nach Herbern gewechselt. Trotz der starken Konkurrenz erspielte er sich auf Anhieb wieder einen Platz in der Startelf. Von den bisherigen elf Partien verpasste er keine einzige.

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„Ich bin super zufrieden momentan. Mein Ziel war es, mir einen Stammplatz zu erkämpfen. Jetzt habe ich schon einige Minuten angesammelt“, berichtet der 24-Jährige. Auch sein Trainer Holger Möllers ist zufrieden mit ihm: „Wenn wir Domis Tempo eingesetzt kriegen, ist das natürlich schon eine starke Waffe. Das funktioniert im Laufe der Saison immer besser. Wenn er jetzt noch torgefährlicher wird, wäre das stark.“

„Es macht im Moment einfach tierisch Spaß“

Innerhalb der Mannschaft fühlt sich Dominick Lünemann auch nach seiner Rückkehr pudelwohl: „Die Stimmung ist bei uns im Moment einfach super, da wird jeder mitgerissen. Wir haben fünf der letzten sechs Pflichtspiele gewonnen, das macht tierisch Spaß.“

Besonders den starken Sieg am Sonntag gegen Ahaus nach der Niederlage gegen Senden in der Vorwoche lobt der 24-Jährige: „Man hat es schon unter der Woche gemerkt, dass alle unbedingt Wiedergutmachung wollten. Und dann hat man es ja auch im Spiel gesehen, das ist dann auch auf dem Feld einfach gut.“

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