Das Blitz-Comeback von Brasilianer Whitson: Hat er sich im Westfalenpokal verletzt?

SV Herbern

Brasilianer Whitson ist zurück und stand überraschend in der Startelf des SV Herbern im Westfalenpokal. Nach rund einer Stunde kam die Auswechslung und Whitson ging humpelnd Richtung Bank.

Bielefeld

, 05.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Blitz-Comeback von Brasilianer Whitson: Hat er sich im Westfalenpokal verletzt?

Humpelnd verließ Whitson nach 55 Minuten den Platz am Samstag im Westfalenpokal. © Döring

Überraschung am Samstag: Plötzlich stand Brasilianer Whitson in der ersten Elf des SV Herbern. Erst am Mittwoch reiste der Stürmer des Landesligisten aus Brasilien an, landete über einen Zwischenstopp in Lissabon am Flughafen Münster-Osnabrück. Zwei Trainingseinheiten folgten vor dem Spiel am Samstag und der direkte Startelfeinsatz in der ersten Runde des Westfalenpokals. „Ich habe ihm jetzt einfach knapp 60 Minuten gegönnt“, erklärte Herberns Coach Holger Möllers, schob aber direkt hinterher: „Im Meisterschaftsspiel hätte er nicht gespielt.“

Was direkt auffiel: Whitson hat sich nicht verändert. Immer ein Grinsen auf dem Gesicht, hat der Brasilianer viel Spielfreude versprüht und in der Offensive des SVH den Ton angegeben, so als hätte er die Vorbereitung der Herberner gar nicht verpasst. Äußerlich gab es aber schon eine Änderung bei Whitson: Platinblond strahlten die gefärbten Haare von Whitson und sorgten direkt für Aufsehen.

Whitson spielt so, als wäre er nie weg gewesen

Ähnlich wie sein Spielstil. Whitson setzte die Verteidiger des TuS Dornberg ständig unter Druck, leitete Angriffe ein und suchte regelmäßig selbst den Abschluss. Es fühlte sich ein wenig so an, als wäre der Brasilianer überhaupt nicht weg gewesen. So präsentierte er auch seine Klasse beim zwischenzeitlichen 2:0-Treffer, als er das Gespür für den freien Raum zwischen den beiden Dornberger Innenverteidigern bewies und den langen Ball von Nico Plechaty dann souverän verwertete.

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Nach 55 Minuten war Whitsons Auftritt in Bielefeld vorbei. Niko Amoev kam für ihn rein. Whitson begab sich direkt hinter das Tor des TuS Dornberg und zog sich erst einmal einen Schuh aus. Humpelnd machte er sich dann auf den Weg in Richtung Bank. Auf Nachfrage, ob alles in Ordnung wäre, musste Whitson schon wieder grinsen und sagte mit einem schmerzerfüllten Lachen: „Ich habe Schmerzen“. Und deutete dabei auf seinen Fuß. Eine ernsthafte Verletzung steckte nicht dahinter und auch keine Vorsichtsmaßnahme von Möllers. „Whitson ist erst am Donnerstag ins Training eingestiegen. Den muss ich jetzt langsam an die Mannschaft heranführen von der Fitness“, erklärte Möllers die Auswechslung. „Jetzt haben wir immer noch zwei Spiele, wo wir ihn noch weiter ran führen können.“ Wie wichtig der Brasilianer dabei für den SV Herbern sein kann, hat er am Samstag bereits gezeigt.

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