Das Ende der Ära Bentrup beim SVH

Fußball: Landesligist

Fußball-Landesligist SV Herbern wird den Vertrag mit dem Trainer-Duo Christian Bentrup und Ludger Staar nicht verlängern. Am Ende der Saison trennen sich die gemeinsamen Wege. Das gab die Abteilungsleitung am Samstag bekannt. Ein Nachfolger steht indes noch nicht fest. Es gibt gerüchteweise jedoch bereits einen aussichtsreichen Kandidaten.

HERBERN

, 11.01.2016, 06:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
SV Herbern I gegen Coesfeld. Trainer Christian Bentrup.

SV Herbern I gegen Coesfeld. Trainer Christian Bentrup.

Die Online-Exklusivmeldung unserer Zeitung am frühen Samstagnachmittag war beim Davertpokal in Ascheberg das Gesprächsthema. Im Fokus: Holger Möllers. Der Trainer des TuS Ascheberg, der sein Engagement beim Bezirksligisten im Sommer aufgeben wird, wird als heißer Kandidat auf die Nachfolge von Bentrup und Staar gehandelt. „Es gibt eine Verbindung von mir zum SV Herbern, aber es hat noch keine Gespräche gegeben“, sagte Möllers am Sonntag im Gespräch mit unserer Redaktion.

Er könne ein Interesse des Vereins an seiner Person weder bestätigen, noch dementieren, so Möllers weiter. „Ich habe mich zu meiner Zeit in Herbern immer korrekt verhalten und kann mir schon vorstellen, dass es im Umfeld des Vereins Fürsprecher für meine Person gibt“, so Möllers am Sonntag. Allerdings könnte er auch verstehen, wenn sich der Verein für einen anderen Kandidaten entscheiden sollte.

Beim SV Herbern gibt es ein Arbeitspapier, auf dem die Namen von „fünf, sechs Kandidaten stehen“. Das bestätigte Fußball-Geschäftsführer Dominik Reher am Sonntag auf Anfrage. Die Namen von potenziellen Kandidaten wollte er nicht kommentieren. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich Planungssicherheit herzustellen“, so Reher.

Der Idealfall

Das heißt: Zum Trainingsauftakt des Landesligisten am 22. Januar solle im Idealfall feststehen, wer im Sommer das Ruder bei den Blau-Gelben übernimmt. Auch, weil anschließend die Gespräche mit den Spielern zeitnah in Angriff genommen werden sollten, so Reher. „Wir sind davon überzeugt, dass die zweite Saisonhälfte mit Christian und Ludger besser wird, als die erste. Sonst hätten wir wahrscheinlich anders reagiert“, erklärte Reher.

Die Entscheidung des Vereins ist Bentrup am Mittwochabend mitgeteilt worden. Wirklich überrascht sei er nicht gewesen, sagte Reher, der beim Gespräch zwischen Bentrup und dem Sportlichen Leiter Frank Heidemann nicht anwesend war. Enttäuscht war er dennoch. „Ich hätte mir sehr gut vorstellen können, weiter für und mit dem SV Herbern zu arbeiten“, sagte Bentrup am Sonntag. Die jetzt getroffene Entscheidung sei nicht schön, er könne sie aber akzeptieren.

Vor knapp fünfeinhalb Jahren hat Bentrup den Trainerposten in Herbern übernommen. Gemeinsam mit seiner Mannschaft stieg er in die Landesliga auf, landete dort in der ersten Saison auf Rang sechs. Im Jahr darauf stiegen die Blau-Gelben als Tabellendritter in die Westfalenliga auf, in der darauf folgenden Saison aber wieder in die Landesliga ab. In der vergangenen Spielzeit belegten Bentrups Schützlinge Rang drei. In dieser Saison spielen sie jedoch gegen den Abstieg.

"Frischen Impuls setzen"

„Die Bilanz meiner Zeit in Herbern kann sich, denke ich, sehen lassen. Schade, dass Ludger und ich die Früchte unserer Arbeit nicht mehr ernten können“, so Bentrup am Sonntag. „Die Entscheidung, die Zusammenarbeit nach Saisonende auslaufen zu lassen, haben wir kürzlich im Fußballvorstand einstimmig getroffen“, das schreibt der SV Herbern in seiner Pressemitteilung von Samstag. Und weiter: „Wir waren der Meinung, dass es nach sechs Jahren einfach an der Zeit ist, etwas Neues auszuprobieren und einen frischen Impuls zu setzen.“

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