Davensbergs Nationalspieler Labo ist keiner mehr

Fußball

DAVENSBERG Ousseni Labo leidet. Der Mittelfeldspieler des Fußball-Westfalenligisten hat Post vom togolesischen Verband bekommen. "Ich bin wieder ausgeladen worden", gibt er den Inhalt kurz und knapp wieder.

von Von Heinz Overmann

, 10.11.2009, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Davensberg Ousseni Labo wurde vom togolesischen Nationaltrainer nicht für das WM-Qualifikationsspiel gegen Gabun nominiert.

Davensberg Ousseni Labo wurde vom togolesischen Nationaltrainer nicht für das WM-Qualifikationsspiel gegen Gabun nominiert.

Dabei hatte sich der 26-Jährige so gefreut, dass der Verband ihn eingeladen hatte. Der sechsfache togolesische Nationalspieler hatte sich gefreut, seine Kameraden in Togo wiederzusehen. "Ich bin wirklich traurig über diese Nachricht", sagt er. Dabei handelt es sich um ein ganz wichtiges Spiel. Togo trifft am kommenden Samstag auf Gabun und muss gewinnen, um sich ganz sicher für den Africa-Cup zu qualifizieren.

Über die Gründe braucht er nicht lange zu spekulieren. Seine Mannschaft ist zurzeit das Schlusslicht der Westfalenliga. "Wir haben einen Franzosen als Nationaltrainer und der schaut natürlich auch ins Internet", glaubt er. Und da macht es sich natürlich nicht gut, wenn man das Trikot eines Tabellenletzten der Westfalenliga trägt. "Meine Konkurrenz spielt in der 2. oder 3. Liga, die haben es einfacher." Labo vermisst die sportlichen Erfolge Natürlich macht sich Ousseni Labo Gedanken, ob er noch einmal die Chance erhält, in den Nationalkader berufen zu werden - schließlich war er einmal Stammspieler im togolesischen Nationalteam. In Davensberg fühlt sich der Togolese, der vor sechs Jahren nach Deutschland kam und mit seiner Familie in Münster wohnt, sehr wohl. Sportlich allerdings nachvollziehbarerweise nicht, da vermisst er Erfolge. "Ich spiele Fußball, um zu gewinnen und um weiterzukommen!" Und Erfolge sind an der Davert in der laufenden Saison Mangelware. "Wir kämpfen und kämpfen, werden aber nicht belohnt."

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