Déjà-vu beim SV Herbern – Planungen für dritte Mannschaft werden konkreter

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Mit Stefan Sennekamp übernimmt ein alter Bekannter das Traineramt beim Comeback des SV Herbern III. Der Coach möchte die alte Mannschaft wieder zusammenführen und oben angreifen.

von Carl Brose

Herbern

, 28.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Stefan Sennekamp nach Ende der Saison 2018/19 den SV Herbern verließ, schien noch alles gut. Er erreichte als Kapitän mit der dritten Mannschaft souverän den Klassenerhalt in der Kreisliga B und entschloss sich anschließend die aktive Fußballkarriere zu beenden. „Nach Jahren im Abstiegskampf, in denen wir oft Hilfe aus der zweiten Mannschaft bekommen hatten, haben wir endlich mal entspannt und aus eigener Kraft den Klassenerhalt geholt. Die Stimmung in der Mannschaft war richtig gut“, erinnert sich Sennekamp zurück.

Doch noch vor der darauffolgenden Spielzeit mussten die Herberner ihre dritte Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Kreisliga B zurückziehen. Zu viele Spieler waren durch Arbeit und Studium verhindert, dazu musste viele Akteure den Kader der zweiten Mannschaft auffüllen. „Das war auf jeden Fall sehr traurig. Viele Spieler hatten dann keine Mannschaft mehr, obwohl sie gar nichts dafür konnten“, so Sennekamp.

Nun steht aber das Comeback der dritten Mannschaft beim SV Herbern in der kommenden Saison bevor und Sennekamp ist dabei eine zentrale Figur in der Planung. Zusammen mit Daniel Spiegelhauer wird er das Trainerteam bilden. Dabei soll vieles zurück auf Anfang gestellt werden. „Meine Idee ist es, dass wir zu einem großen Teil die Mannschaft von vor einem Jahr wieder zusammen holen. Bisher bin ich da auch guter Dinge. Es hat kaum einer von den Jungs gesagt, dass er nicht bereit wäre, mit dem Kicken wieder anzufangen“, sagt Sennekamp.

Planungen laufen noch etwas schleppend

Doch noch laufen die Planungen durch die Corona-Zwangspause etwas schleppend: „Das erste Treffen hatten wir schon im Februar. Danach ist alles ein bisschen abgeflacht, weil man sich nicht persönlich gesehen hat. Jetzt fahren aber langsam wieder hoch und es nimmt so langsam Konturen an.“

Viel sei aber auch von den Kaderentscheidungen in der ersten und zweiten Mannschaft abhängig. Neben den ehemaligen Spielern der dritten Mannschaft sollen auch ein paar A-Jugendliche in die Mannschaft aufgenommen werden. Insgesamt knapp 16 Nachwuchsspieler werden zur kommenden Saison in den Herrenbereich hoch rücken.

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Die dritte Mannschaft wird ihren Neustart dann in der Kreisliga C beginnen. Dort traut Sennekamp seiner Mannschaft allerdings zu, eine gute Rolle zu spielen: „Wenn wir tatsächlich einen Großteil der alten Mannschaft zusammenbekommen, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht zu den besseren Mannschaften gehören sollten. Unser Blick geht aus jeden Fall eher nach oben, als nach unten.“

Zuletzt half Sennekamp seit der Winterpause noch in dem Trainerteam der zweiten Mannschaft aus. Dann kam der SV Herbern auf ihn zu und bot ihm den Posten für die dritte Mannschaft an. Sennekamp sagte zu, auch weil er im Juni wieder nach Herbern ziehen würde. Zuvor pendelte er noch von Dortmund zu den Spielen der dritten Mannschaft. „Es hat einfach super viel Spaß gemacht dort zu spielen. Wir hatten eine richtig gute Truppe zusammen“, so der Trainer. Dieses Gefühl will er jetzt wieder nach Herbern zurückbringen.

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