Der Dritte im Bunde

WERNE Nach dem plötzlichen Abflug von Jamal Ward (Ruhr Nachrichten berichteten) hat Basketball-Zweitregionalligist TV Werne ein weiteres Mal gehandelt und den US-Amerikaner Jeremy Benjamin unter Vertrag genommen.

von Von Henner Henning

, 11.09.2007, 21:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der US-Amerikaner Jeremy Benjamin spielte zuletzt für die University of Bridgeport. Nun verstärkt der Flügelspieler für den Rest der Saison den TV Werne.

Der US-Amerikaner Jeremy Benjamin spielte zuletzt für die University of Bridgeport. Nun verstärkt der Flügelspieler für den Rest der Saison den TV Werne.

Gestern Mittag landete der 22 Jahre junge Flügelspieler, der bisher für die University of Bridgeport in der zweiten Division der NCAA spielte, in Deutschland. Gemeinsam mit Spielmacher Derrick Breland und Center Chris Powell soll der 1,98 Meter große Benjamin eine spielstarke Achse bilden. "Jeremy hat aus der NCAA hervorragende Referenzen vorzuweisen. Er gehörte dort zu den Top-Reboundern und Blockern", erklärt Wernes sportlicher Leiter Jens König.

Erste Europastation

Für den sympathischen jungen Mann, der gebürtig aus Bridgeton in New Jersey stammt, ist Werne seine erste Station in Europa. "Ich möchte mich hier weiterentwickeln und viele Erfahrungen sammeln", beschreibt Benjamin seine Ziele. Die Ansprüche, die er dabei an sich stellt, sind hoch. "Ich möchte jedes Spiel gewinnen und dem Team helfen, guten Basketball zu spielen", formuliert Benjamin seine Vorstellungen.

Krachende Dunkings

Erst als er auf die High School kam, entdeckte er seine Liebe zum Basketball. "Vorher habe ich Fußball gespielt. Ich wurde auf dem linken Flügel eingesetzt", erzählt der Spätstarter schmunzelnd. Durch seine Sprungkraft wurden die Trainer auf den Modellathleten aufmerksam, vier Jahre gehörte er dann zu den besten Spielern im Team der "Purple Knights". Benjamin, der im Spiel Angriffe gerne mit einem krachenden Dunking abschließt ("Das bringt mir Energie"), legt großen Wert auf die Defensive. Benjamin: "Nur durch eine gute Defense kannst du Spiele gewinnen." Der 105 Kilo schwere Benjamin, der sich als "Teamplayer" bezeichnet, kommt aus einer sportlichen Familie. So hegt sein Cousin Jamal Benjamin Ambitionen, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking über die 100 Meter zu starten.

Ohne Rosic und Peric

Sein Können wird Jeremy Benjamin zum ersten Mal am Samstag unter Beweis stellen, wenn die Bundesliga-Reserve der Paderborn Baskets um 19.30 Uhr in der Ballspielhalle zu Gast sein werden. Nicht Mitwirken werden gegen die Ostwestfalen Ivan Rosic und Zvonimir Peric. Beide müssen nach ihrem disqualifizierenden Fouls mindestens ein Spiel pausieren. Gestern bekam der TV Werne den Anhörungsbogen vom Westfälischen Basketball Verband (WBV) zugesandt, der Verein und die Spieler können nun eine Stellungnahme abgeben. "Wir hoffen natürlich, dass die Sperre nicht zu hoch ausfällt", so König. Kämen Peric und Rosic mit einem Spiel Sperre davon, wären sie im WBV-Pokal am kommenden Mittwoch gegen Grevenbroich spielberechtigt.

Lesen Sie jetzt