Der Gegentreffer im Derby kostet den SV Herbern wohl den Aufstieg

mlzFußball-Landesliga

Gleich drei Mannschaften sind überraschend aus der Landesliga 4 in die Westfalenliga aufgestiegen. Der große Verlierer dabei: der SV Herbern.

Herbern

, 09.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit allzu viel Spannung war der Verbandstag des Fußball- und Leichtathletikverbandes (FLVW) nicht erwartet worden. Der Saisonabbruch galt als sicher, ebenso schien die Frage über Auf- und Abstieg geklärt. Dass es jetzt aber deutlich mehr Aufsteiger aus den Landesligen gibt, überrascht viele.

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Da in den Westfalenligen mit der normalen Anzahl an Aufsteigern die Soll-Stärke aus 32 Teams nicht erreicht würde, wird aus jeder Landesliga auch der Tabellenzweite mitgenommen. In der Staffel 4, in der auch der SV Herbern und der Werner SC spielen, geht sogar noch ein drittes Team mit hoch. Der SV Mesum und RW Deuten haben nämlich den gleichen Quotienten - und steigen somit beide auf.

Der große Verlierer dabei: der SV Herbern. Denn der Landesligist rangiert aktuell auf Platz vier - nur zwei Punkte hinter dem SV Mesum. Hätten sie im Derby gegen den Werner SC nicht in der 90. Minute noch den Ausgleich bekommen, wären sie wohl punktgleich und damit möglicherweise auch ein Aufsteiger.

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„Das ärgert einen natürlich schon brutal“, gibt Philipp Dubicki, Kapitän des SV Herbern, zu. Mit dem Saisonabbruch habe er zwar natürlich schon seit Wochen gerechnet: „Aber dass es noch mehr Aufsteiger gibt, hätte ich wirklich bis heute nicht gedacht.“

Philipp Dubicki: „Da hätten wir durchaus noch was reißen können“

Zumal für den SV Herbern noch die entscheidenden Spiele gegen Mesum und Kinderhaus angestanden hätten - gegen Deuten haben sie in der Rückrunde bereits mit 5:2 gewonnen. „Da hätten wir durchaus noch was reißen können“, weiß Philipp Dubicki. „Aber man muss auch ehrlich sagen: Es hätte natürlich auch genauso ausgehen können, wenn wir gespielt hätten.“

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Für die Herberner ist es nicht das erste Mal, dass sie einen Aufstieg nur knapp verpassen. Schon in der Saison 2017/2018 landete die Mannschaft auf Platz drei - hinter den Aufsteigern aus Emsdetten und Mesum. „Das ist natürlich in so einer Situation ziemlich bitter - damals wie heute“, erinnert sich Philipp Dubicki zurück.

Doch Ludger Staar, Sportlicher Leiter des SVH, sieht in dem verpassten Aufstieg auch die Kehrseite der Medaille. „Wir haben dann drei starke Konkurrenten weniger“, sagt er. „Das ist ja für uns auch gar nicht so schlecht. Wir schauen jetzt nach vorne und greifen in der neuen Saison wieder an.“

Das sieht auch Philipp Dubicki so. „Wir haben in der neuen Saison einen neuen Trainer, vielleicht ein paar Neuzugänge“, sagt er. „Da werden wir dann voll angreifen und dann können wir das ja vielleicht auch im kommenden Jahr schaffen.“

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