Der Horrormonat Oktober endet für Marcel Niewalda vom Werner SC mit einer Operation

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Es war Anfang Oktober, als Marcel Niewalda bei einem Spiel des Werner SC verletzt ausgewechselt werden musste. Um die Diagnose gab es lange Wirbel - jetzt wurde er operiert.

Werne

, 08.11.2020, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich liefen die ersten Saisonspiele für Marcel Niewalda beim Werner SC ziemlich gut. Der 25-Jährige hat eine starke Vorbereitung gespielt und kam auch danach in den Saisonspielen regelmäßig zum Einsatz. Bis zur Partie gegen den SV Dorsten-Hardt.

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Auch dort stand Waldi, wie ihn seine Mannschaftskollegen nennen, wieder von Beginn an auf dem Platz. Doch nach 23 Minuten war bereits Schluss - in einem Zweikampf verletzte sich Niewalda schwer. „Auf einmal hat es in meinem Knie geknallt“, beschrieb er hinterher die Situation.

Vier Arztbesuche für Marcel Niewalda

Doch damit begann die Odyssee erst. Beim ersten Besuch im Krankenhaus tippten die Ärzte auf eine Verletzung des Innenmeniskus - ein MRT sollte aber noch gemacht werden. Als er dort war, hieß es dann plötzlich: Vielleicht ist ja doch das Kreuzband angerissen.

Um eine genaue Diagnose zu erhalten, ging es für ihn zum dritten Arzt - einem Kniespezialisten. „Der hat dann gesagt, dass das Kreuzband wahrscheinlich wohl durch ist und wir operieren müssen“, erzählt Niewalda. Die Diagnose ließ er sich von einem vierten Arzt bestätigen und so hieß es Anfang November nun: Operation.

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Wenige Tage später ist Niewalda nun schon wieder gut drauf. „Die OP lief gut und ich habe fast keine Schmerzen. Jetzt muss ich aber natürlich mein Bein erstmal hochlegen und schonen“, erklärt er. Bis er wieder Fußball spielen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern.

„Normalerweise sagt man ja so sechs Monate Pause bei einem Kreuzbandriss“, erzählt Marcel Niewalda. „Aber das ist ja bei den Profis. Ich hoffe, dass ich in dieser Saison noch ein paar Minuten spielen kann - aber das ist auf jeden Fall schon ein ambitioniertes Ziel.“

Zu der ganzen Misere im Fußball kommt noch eine weitere Hiobsbotschaft. „Ich hatte mich eigentlich bei der Feuerwehr auf einen Job im Außendienst beworben“, erzählt er. „Als die von meiner Diagnose erfahren haben, waren die natürlich alles andere als begeistert.“

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Immerhin eine gute Sache kann Marcel Niewalda in der aktuellen Situation sehen. „Wenn es für sowas einen richtigen Zeitpunkt gibt, dann ist er wohl jetzt“, sagt der 25-Jährige. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir vor Januar, Februar wieder anfangen - vielleicht verpasse ich dann ja gar nicht so viele Spiele.“

Die Unterstützung dazu bekommt er von allen Seiten, erzählt er: „Ich bin immer im Austausch mit den Ärzten und auch vom Verein und der Mannschaft bekomme ich alle Unterstützung, die ich brauche. Das hilft natürlich, um am Ende wieder auf die Beine zu kommen.“

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