Der SV Herbern bringt Qualität von der Bank: „Ich beneide die Gegenspieler nicht“

mlzFußball: Landesliga

Deutlich besiegte der SV Herbern am Wochenende die SG Borken mit 3:0. Der Landesligist machte bei dem Spiel besonders deutlich: Die Qualität steht nicht nur auf dem Spielfeld.

Herbern

, 19.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei sichere Punkte holte sich der SV Herbern im ersten Pflichtspiel 2020 am vergangenen Wochenende. Die gesamte erste Elf zeigte dabei eine starke Leistung - aber nicht nur das. In der zweiten Hälfte wechselte der SVH mit Marcel choltysik, Dominick Lünemann, Patrick Sobbe und Nika Amoev vier Spieler ein, die in vielen anderen Mannschaften wohl in der ersten Elf gesetzt wären.

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„Das ist natürlich schon gute Qualität, die wir da bringen können. Wir legen auch im Spiel gut nach“, weiß Trainer Holger Möllers. Neben den vier Eingewechselten saßen zudem Torwart Jens Haarseim und der zuletzt verletzte Stürmer Jan Hoenhorst auf der Bank.

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Doch damit nicht genug: In der kommenden Woche kommt Top-Stürmer Whitson zurück in den Kader des SV Herbern, auch Rückkehrer Oscar ist wieder im Training. Zudem sollte Luis Krampe in den kommenden Wochen nach seiner Verletzung zurück in den Herberner Kader kommen.

„Das hilft uns natürlich enorm“

„Wenn ich unseren Kader so sehe, ist das schon super“, sagt Holger Möllers. „Ich beneide den Gegenspieler nicht, wenn er sich erst 60 Minuten an Joe (Breloh, Anm. d. Red.) oder Basti (Schütte, Anm. d. Red.) abgearbeitet hat und dann kommt von der Bank Domi (Lünemann, Anm. d. Red.) oder Scholty. Das hilft uns natürlich enorm.“

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Doch trotz des positiven Effekts: Für Holger Möllers entsteht durch das Überangebot im Kader auch ein echtes Luxusproblem. „In der Breite ist es natürlich schwierig, allen Spielern gerecht zu werden. Ich versuche, allen ihre Spielzeit zu geben. Das klappt aber nicht immer.“

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Zumindest gegen Borken war der Trainer von dem Problem aber noch verschont. Sowohl Dominick Lünemann, als auch Jan Hoenhorst waren zuletzt von Verletzungen geplagt, Marcel Scholtysik ging leicht erkältet in die Partie. „Ich bin froh, dass die Jungs da trotz der Konkurrenz immer ehrlich zu mir und zu sich selbst sind“, so Möllers. „Die kommen vor dem Spiel und sagen, wenn sie nicht bei 100 Prozent sind.“

Wenn aber alle Spieler wieder dabei sind, gibt es viele Faktoren, die die endgültige Startelf beeinflussen. „Natürlich geht man nach Trainingsleistung oder Trainingsbeteiligung. Aber es spielt oft auch der Gegner oder irgendwelche anderen Kleinigkeiten eine Rolle“, so Möllers. „Manchmal ist die richtige Entscheidung aber am Ende auch einfach nur Bauchgefühl.“

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