Der SV Herbern macht richtig Spaß! Oder auch nicht?

mlzKlare Kante

Blutjung präsentierte sich der SV Herbern am Samstag gegen den TuS Dornberg, zeigte aber auch seine zwei Gesichter. Unser Autor ist sich sicher: Langweilige Spiele wird es wohl nicht geben.

Herbern

, 04.08.2019, 20:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade ein mal durchschnittlich 21,6 Jahre jung war die erste Elf des SV Herbern in der ersten Westfalenpokal-Runde gegen den TuS Dornberg. Lediglich vier Spieler waren älter als 25 Jahre alt. Und genau so blutjung und erfrischend haben die Herberner auch aufgespielt. Schnell nach vorne, druckvoll und mit viel Leidenschaft. Es ist der Herberner Weg: Auf junge Spieler zu setzen, diese zu entwickeln. Das betonen die Verantwortlichen immer wieder.

In der ersten Halbzeit hat das auch viel Spaß gemacht beim Zugucken. Die Neuzugänge wussten zu überzeugen, versprühten Spielfreude, angeleitet vom Grundgerüst des SVH. Der Bezirksligist aus Bielefeld wurde dabei phasenweise dominiert und bekam den Ball nicht mal aus der eigenen Hälfte heraus. Belohnt wurde das mit zwei Treffern für Herbern – deutlich zu wenig bei der Vielzahl an Chancen. Trotzdem haben die ersten 45 Minuten Spaß gemacht, sorgten für Vorfreude auf den Ligastart kommende Woche. In dieser Form wirkte es so, als könnte der SV Herbern vielen Gegnern eine richtige Gefahr werden und für Furore in der Liga sorgen. Da hat der SV Herbern so richtig Spaß gemacht!

Wäre da nicht die zweite Hälfte der Geschichte und des Spiels: Mit dem Pausenpfiff und der ersten Chance für die Dornberger gab es gleich das erste Gegentor für Herbern. Kurz nach der Halbzeit das zweite hinterher. Aus einem einseitigen Spiel wurde ein komplett offenes Pokalspiel. Alles, was Herbern in der ersten Halbzeit noch vereinte, schien irgendwo verloren gegangen zu sein. Die Kombinationen liefen nicht mehr so flüssig, der Spielwitz kam leicht abhanden und auch die Defensive wirkte nicht mehr so gefestigt. Die Dominanz war verflogen und der Spaß schien weg in dieser Phase.

Eine wichtige Phase

Eine Phase, die so ein junges Team wie das des SV Herbern womöglich durchmachen muss, um den nächsten Schritt in der Entwicklung zu gehen. Dazu trug auch das Elfmeterschießen bei, wo die Herberner Schützen alle eiskalt verwandelten und Jens Haarseim gleich zwei Mal parierte.

45 Minuten machte der SV Herbern richtig Spaß, 45 Minuten machte der SV Herbern es richtig spannend. Eins ist aber bei diesem jungen Team garantiert: Langweilige Spiele wird es wohl nicht geben!

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