Der Werner SC im Vorbereitungscheck: Nur Siege, aber doch nicht makellos

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Für den Werner SC steht die dritte Landesliga-Saison an. Nach Rang 13 und 11 in den Vorjahren soll nun ein Platz im oberen Mittelfeld her. Dafür wurde in der Vorbereitung hart gearbeitet.

von Marcel Schürmann

Werne

, 07.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am kommenden Sonntag steigt der Ligastart für die Fußballteams aus Herbern und Werne. Wir blicken auf die Vorbereitung der Mannschaften zurück und ordnen die Ergebnisse der Vereine ein.

Wie lief die Vorbereitung des Werner SC?

Verhältnismäßig spät stieg der WSC in die Testspielphase der Vorbereitung ein. Erst am 21. Juli bestritt die Elf von Lars Müller ihr erstes Freundschaftsspiel beim SV Hilbeck aus der Landesliga-Parallelstaffel 3 - zu einem Zeitpunkt, als andere Mannschaften schon vier oder fünf Spiele ausgetragen haben. Dort gewann der WSC mit 2:1, doch erst nach einer Systemumstellung des Trainers von 4-4-2 auf 3-4-3 kam die Mannschaft so richtig in Schwung.

Vor knapp zwei Wochen startete sodann das Vorbereitungsturnier des WSC im Lindert, wo die Gastgeber zunächst die Bezirksligisten Westfalia Wethmar (2:0) und SSV Mühlhausen (3:2) besiegten. Während der Auftritt gegen Wethmar laut Trainer Lars Müller schon „sehr dominant“ war, musste sein Team gegen Mühlhausen wegen der „katastrophalen Chancenverwertung ordentlich zittern. Erst in der Nachspielzeit gelang der Siegtreffer.

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Im Halbfinale setzte sich der WSC mit 4:2 gegen den SuS Kaiserau durch, der wie Hilbeck in der Staffel 3 beheimatet ist. Im Finale drehte der WSC den 0:1-Rückstand gegen A-Ligist SC Münster 08 II noch zu einem späten 2:1-Sieg. Erstmals gewann der WSC damit das eigene Turnier.

Vergangenen Sonntag eröffneten die Werner die Pflichtspielsaison im Kreispokal beim B-Ligisten SV Westkirchen. Hier gab sich der Favorit keine Blöße und gewann souverän 4:0. Damit haben die Werner dem Rivalen und Vorjahres-Sieger SV Herbern etwas voraus: Sie stehen in Runde zwei.

Wo liegen die Probleme?

Alles in allem also eine makellose Vorbereitung mit ausschließlich Siegen. Nicht ganz: Manches Mal wackelte die Defensive. In nur zwei Testspielen - zieht man den Pokalauftritt gegen Westkirchen mal hinzu - blieb der Werner SC ohne Gegentor. Ansonsten mussten die drei Torhüter Manuel Linke, Henrik Pollak und Jorma Hoppe immer mindestens einmal hinter sich greifen, gegen Mühlhausen und Kaiserau sogar zweimal.

Gegen Mühlhausen bemängelte Müller zudem die Chancenverwertung. Auch da hat der WSC insgesamt noch Luft nach oben.

Was läuft gut?

„Die Mannschaft hat - was das Taktische angeht - einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt Müller. Was dem Trainer ebenfalls gut gefallen hat, ist, „dass wir im Vergleich zu den beiden letzten Jahren bis auf wenige Ausnahmen alle Spieler an Bord hatten.“ Es gab kaum Verletzte, daher immer einen vollen Trainingsplatz. „So lief es alles in allem flüssiger ab als zuvor“, so Müller. Auch musste der WSC nicht allzu viele Neue integrieren, das Mannschaftsgerüst blieb zusammen: „Die Neuen wurden von der Mannschaft gut aufgenommen und haben großes Potenzial sich zu entwickeln.“

Welche Spieler konnte auf sich aufmerksam machen?

“Wenn es nur nach den Spielen geht“, so Müller, „würde ich sagen Mondrian Runde, Yannick Lachowicz, Nico Holtmann und Niklas Link. Die haben es sehr gut gemacht. Auch die Neuzugänge waren allesamt einwandfrei.“ Einen Spieler herauszupicken fällt Müller schwer. Viel wichtiger sei es ihm, dass keiner enttäuscht habe.

Der Werner SC im Vorbereitungscheck: Nur Siege, aber doch nicht makellos

Lars Müller (l.) war auch von Yannick Lachowicz‘ Vorbereitung angetan. © Helga Felgenträger

Redaktionsprognose:

Der Werner SC hat sich so langsam in der Landesliga etabliert. Nach der ersten Zittersaison 2017/18, in der der Klassenerhalt erst spät eingetütet wurde, war man in der zurückliegenden Spielzeit schon ein paar Spieltage früher durch. Platz 13 und 11 lauteten die Platzierungen im Endtableau der vergangenen beiden Jahre. Inzwischen kennt der WSC die Gegner, weiß worauf er sich einzustellen hat. Daher sollte in der anstehenden Spielzeit ein einstelliger Tabellenplatz drin sein. Der WSC wird zwischen Rang sieben und neun landen.

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