Der Werner SC im Vorbereitungscheck: Training top, Spiele „mehr als durchwachsen“

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Am Sonntag startet der Werner SC in die Saison gegen den VfL Senden. Die Vorbereitung war aber bisher eher holprig - strauchelt der Landesligist also in dieser Spielzeit?

Werne

, 03.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Vorbereitungsspiele haben die Amateurfußballer in den vergangenen Wochen absolviert. Doch nun wird es am Sonntag ernst: Die erste Spielzeit nach Corona startet. Wir schauen genauer auf die bisherige Vorbereitung. Heute steht der Werner SC im Fokus.

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Ergebnisse: Sechs Spiele absolvierte der Landesligist in der Vorbereitung. Einige, wie zum Beispiel das 9:1 gegen den Lüner SV II, waren stark, andere, wie die 1:3-Niederlage gegen Eintracht Werne, katastrophal. Im letzten Test gegen den FC Nordkirchen, der 3:4 endete, sah man beide Seiten der Medaille. Am Ende stehen zwei Siege, drei Pleiten und ein Unentschieden auf dem Plan.

Stärken: Eine besondere Stärke will Trainer Lars Müller bei seiner Mannschaft in dieser Vorbereitung nicht herausheben. Natürlich sei das Team sehr fleißig, aber das sei absolut nichts Neues und habe das Team schon in den vergangenen Jahren ausgemacht. Außerdem weiß Müller: „Fleiß ist ohnehin nur die Basis, damit es am Ende gut laufen kann.“

Baustellen: Lars Müller sieht in diesem Jahr eine große Baustelle: den Kader. „Natürlich haben wir gute Spieler, aber wir könnten deutlich besser dastehen. Das wissen die Jungs auch genau“, so der Trainer. Er zählt auf, wen die Jungs zuletzt verloren haben: „Im Winter waren das Hennes und Schuster, dann jetzt im Sommer Runde. Außerdem fehlen uns aktuell Jorma Hoppe und Niklas Link. Das ist schon eine große Einschränkung und auch eher schlechter als im vergangenen Jahr.“

Jorma Hoppe steht dem WSC aktuell nicht zur Verfügung.

Jorma Hoppe steht dem WSC aktuell nicht zur Verfügung. © Jürgen Weitzel

Besonders auf der Stürmerposition sei man eigentlich auf der Suche gewesen. Mit Mirac Kavakbasi und Romish Hamizoda seien zwar zwei Spieler gekommen, aber: „Die sind eher im offensiven Mittelfeld, also nicht genau das, was uns gefehlt hat. Auch, wenn sie uns natürlich helfen.“

Neuzugänge: Wie es das Naturell des Werner SC ist, haben die Werner sich mit zwei jungen Spielern verstärkt. Mirac Kavakbasi kam aus der U19 von Westfalia Rhynern, Romish Hamizoda aus der A-Jugend des Lüner SV. Während Kavakbasi zuletzt sogar in der Startelf stand, war der Start für Romish Hamizoda deutlich holpriger. In seinem ersten Spiel für den WSC flog er mit einer Roten Karte vom Platz. Seine zwei Spiele Sperre hat er allerdings bereits abgesessen und ist somit zum Saisonstart wieder einsetzbar.

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Starke Spieler: Eigentlich möchte Lars Müller keinen Spieler herausheben. Was er aber sagen muss: „Für Mirac war die Vorbereitung wichtig. Er ist deutlich weiter und präsenter, als er es noch zu Beginn war.“ Belohnt wurde er zuletzt dann auch mit Startelf-Einsätzen in den Testspielen.

WSC Neuzugang Mirac Kavakbasi konnte sich in der Vorbereitung zeigen.

WSC Neuzugang Mirac Kavakbasi konnte sich in der Vorbereitung zeigen. © Helga Felgenträger

Trainerfazit: Lars Müller möchte seine Vorbereitung zwischen zwei Teilen unterscheiden. „Im Training bin ich super zufrieden. Da haben wir sehr gut gearbeitet und das hat alles sehr gut funktioniert“, so der Trainer. Allerdings: „Wir haben es nicht oder nur selten geschafft, diese Leistung auch in den Spielen zu zeigen. Das war dann schon mehr als durchwachsen.“

Prognose der Redaktion: Für den Werner SC ist es zugegebenermaßen schwierig, eine Prognose zu ziehen. Auf der einen Seite konnte der Landesligist in starken Phasen zeigen, was in ihm steckt. Wenn die Mannschaft das in der Saison abrufen kann, kann sie auch erneut in der Spitzengruppe mitspielen.

Aber der Werner SC hatte auch ziemlich schlechte Phasen in der Vorbereitung. Das 1:3 gegen Eintracht Werne stand exemplarisch für besorgniserregende Schwächen. Sollte der Landesligist diese mit in die Saison nehmen, werden die Werner wohl eher nach unten, als nach oben gucken müssen.

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