Der Werner SC ist in der Landesliga endgültig angekommen

mlzSaisonfazit

Der Saisonstart des Werner SC lud zum Träumen ein. Bis zum 13. Spieltag stand die Mannschaft an der Tabellenspitze. Danach ging es zwar ein wenig bergab, zufrieden sein kann man aber trotzdem.

Werne

, 19.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison ist in den Amateurligen seit Anfang Juni beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Werner und Herberner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir ziehen heute ein Saisonfazit mit dem Landesligisten Werner SC, der herausragend in die Spielzeit startete und nur knapp die Westfalenliga verpasste.

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Saisonverlauf: Der Saisonstart des Werner SC verlief so gut, wie es der Verein wohl selbst nicht für möglich gehalten hätte. Mit konstant guten Leistungen eroberte der Landesligist am dritten Spieltag die Tabellenspitze und gab diese dann bis zum 13. Spieltag nicht mehr her. Leider folgte darauf aber die Schwächephase der Werner und die Mannschaft bleib bis zum Saisonabbruch sieglos. Daraus resultierte Platz sechs.
Stärken: Beim Werner SC wird immer wieder deutlich: Die Mannschaft hat einen enorm guten Zusammenhalt. Die Spieler kämpfen gemeinsam um Punkt für Punkt und verstehen sich auch über das Training hinaus gut. Das führt dazu, dass die Mannschaft auch dann gemeinsam Punkte holen kann, wenn sie das vermeintlich schwächere Team ist.

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Baustellen: Mit Blick auf den Saisonverlauf wird deutlich: Dem Werner SC fehlt es in erster Linie an Konstanz. Zum Saisonstart haben die Akteure bewiesen, dass es möglich ist, dass sie durchaus an der Tabellenspitze schnuppern können. Doch die starken Leistungen muss das Team durchziehen, dann kann daraus am Ende der große Erfolg entstehen.

Bestes Spiel: Es sind wohl zwei der wichtigsten Spiele der Saison - die beiden Derbys. Und da verkaufte sich der Werner SC zwei Mal nicht schlecht, nahm vier von sechs möglichen Punkten mit. Besonders das Hinspiel im Lindert wird den Wernern wohl im Kopf bleiben. Mit 3:1 besiegten sie den SV Herbern, ließen ihrem Gegner keine Chance und zeigten eine enorm starke Leistung.

Der Jubel war groß, als der Werner SC in der Hinrunde den ersten Derbysieg einfahren konnte.

Der Jubel war groß, als der Werner SC in der Hinrunde den ersten Derbysieg einfahren konnte. © Jürgen Weitzel

Schwächstes Spiel: Es war wohl der Knackpunkt der Saison: die 1:4-Niederlage in Ahaus. Der Gegner war sicherlich keine Übermannschaft, die Werner zu dem Zeitpunkt an der Tabellenspitze - die Rollen waren also klar verteilt. Zumindest scheinbar: Der Werner SC schaffte es nicht, seine starke Form zu bestätigen, und verlor deutlich.

Bester Torjäger: Einen echten Knipser gab es in Werne in dieser Saison nicht. Die Offensive glänzte mit einigen unterschiedlichen Spielern in der Torschützenliste. Dementsprechend niedrig fällt aber auch die Ausbeute von Top-Torjäger Daniel Durkalic aus, der mit sechs Treffern seine Sache zwar gut gemacht hat, allerdings nie der klassische Torjäger war.

Daniel Durkalic war der beste Torschütze des Werner SC.

Daniel Durkalic war der beste Torschütze des Werner SC. © Timo Janisch

Dauerbrenner: Einer der jüngsten Spieler war der Dauerbrenner beim Werner SC. Der 19-jährige Nico Holtmann spielte in der Innenverteidigung eine ganz starke Saison und stand in allen 19 Spielen auf dem Platz. Er verpasste nur 19 Ligaminuten.

Spieler der Saison: Einen Spieler aus der homogenen Mannschaft herauszuheben, fällt schwer. Die Werner überzeugten als Team, nicht mit besonderen Einzelleistungen. Die konstanteste Vorstellung zeigte wohl Nico Holtmann, der mit wenig Fehlern hinten die Innenverteidigung die Defensive zusammenhielt.

Nico Holtmann wusste in dieser Saison zu begeistern.

Nico Holtmann wusste in dieser Saison zu begeistern. © Jura Weitzel

Fazit und Prognose: Der Werner SC kann mit seiner Saison mehr als zufrieden sein. Nachdem die Werner in den vergangenen Jahren im besten Fall im Mittelfeld der Liga um die Punkte kämpften, schnupperten sie in dieser Spielzeit sogar am Aufstieg in die Westfalenliga - eine starke Leistung.

Wenn es die Mannschaft jetzt noch schafft, in der kommenden Spielzeit mehr Konstanz in ihre Leistungen zu bringen, ist sie in jedem Fall in der Lage, wieder vorne mitzuspielen. Und wer weiß: Vielleicht hält die Tabellenführung dann ja mehr als elf Spieltage an.

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