Derby endet im Krankenhaus: Herberns Dominick Lünemann verletzt sich schwer

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Nur knapp eine halbe Stunde dauerte das Derby zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC war für Dominick Lünemann bereits nach einer halben Stunde beendet - er wurde mit dem Rettungswagen abgeholt.

Herbern

, 10.03.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass das Derby zwischen dem Werner SC und dem SV Herbern in der Landesliga nicht ohne eine gesunde Härte auskommen würde, war schon im Vorhinein klar. „Wir wussten, dass es im Derby immer nur mit Kampf geht“, erklärte Herberns Trainer Holger Möllers. Auch WSC-Coach Lars Müller war der selben Meinung. Die Spieler kämpften beim 1:1 bis zum bitteren Ende - und einen erwischte es dabei besonders.

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Das erste Mal seit einigen Pflichtspielen hatte Dominick Lünemann für die Herberner in der Startelf gestanden - hatten ihn doch zuletzt immer wieder Oberschenkelprobleme ausgebremst. Kurz vor dem Derby meldete er sich dann aber endlich wieder richtig fit - nur, um nach einer halben Stunde benommen den Platz wieder verlassen zu müssen.

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Was war passiert? Auf seiner angestammten linken Seite wirbelte Dominick Lünemann wie gewohnt hoch und runter. Als der Ball in seine Richtung gespielt wurde, stieg der 24-Jährige zum Kopfballduell hoch - ebenso wie Wernes Daniel Durkalic. Mit voller Wucht sprang Lünemann in den Hinterkopf des WSC-Stürmers.

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„Da wollte ich eigentlich den Ball nur verlängern“. erklärt Durkalic die Situation. „Dann sind wir zusammengestoßen - ich mit dem Hinterkopf und er mit der Schläfe. Das war unglücklich.“

Während der sich nur mit einem schmerzverzerrten Gesicht den Hinterkopf rieb, blieb Lünemann regungslos auf dem Rasen liegen. Nachdem Wernes Jawad Foroghi ihm zwei, drei Mal im Gesicht tätschelte, kam der Herberner zwar wieder zu Bewusstsein, war aber weiterhin neben der Spur - Gedächtnislücken inklusive.

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Durkalic hatte Mitleid mit seinem Gegenspieler: „Er war ja richtig weg. Ich habe mich auch schon nach seinem Zustand erkundigt und wünsche ihm gute Besserung.“

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Einige Minuten spielte Lünemann in dieser Verfassung noch weiter. Allerdings wurde ziemlich schnell klar: Der 24-Jährige muss dringend runter. Whitson ersetzte ihn auf dem Spielfeld, während Lünemann noch einige Zeit auf der Bank Platz nahm, ehe er von einem Rettungswagen ins Krankenhaus abtransportiert wurde.

Nun steht die Diagnose des Herberner Flügelflitzers fest - er hat eine schwere Gehirnerschütterung inklusive totalem Filmriss erlitten. „Das ist natürlich bitter und tut mir total leid für den Jungen“, sagt Holger Möllers. „Er wird uns dann - Stand jetzt - erstmal auf jeden Fall fehlen.“

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