Derby in Stockum – alle Vorschauen

Fußball: Kreisliga

Der SV Stockum empfängt im Werner Derby den drittplatzierten Eintracht Werne. Der SV Herbern II hat die viertplatzierte SG Selm zu Gast und kann sich somit Luft auf den Verfolger verschaffen. Alle anstehenden Partien in der Lüdinghausener Kreisliga A: hier in der Vorschau.

KREISGEBIET

20.03.2015, 18:58 Uhr / Lesedauer: 5 min
Vier Punkte aus zwei Spielen nach der Winterpause holten Sven Kroner (l.) und der SC Capelle. Sie scheinen zu wissen, wie man sich aus dem Tabellenkeller befreit.

Vier Punkte aus zwei Spielen nach der Winterpause holten Sven Kroner (l.) und der SC Capelle. Sie scheinen zu wissen, wie man sich aus dem Tabellenkeller befreit.

Fußball-Kreisliga A LH

SC Capelle - Westfalia Vinnum  (So., 15 Uhr) 

Beim SC Capelle drückt im Offensivbereich der Schuh. Sowohl Simon Walter (5. Gelbe Karte) als auch Sven Kroner (privat verhindert) muss SCC-Coach Martin Ritz am Sonntag ersetzen. Oliver Eckey scheint so also auf sich allein gestellt. „Wir müssen uns ein wenig neu erfinden in diesem Spiel“, sagt Martin Ritz. Immerhin kehrt in Lars Zimmermann ein wichtiger Spieler wieder in den Kader zurück. Es bleibt allerdings abzuwarten, welchen Offensiv-Akteur Ritz aus dem Hut zaubern wird, um das Angriffsproblem nachhaltig zu lösen.

So kommt es dem Capeller Übungsleiter ganz gelegen, dass auch die Gäste vor einer großen Improvisationsaufgabe stehen. Auf drei Verteidiger muss die Westfalia wohl verzichten. Karsten Menker (Urlaub), Kapitän Stefan Olfens und Michael Asemann (beide verletzt) können für die Westfalia aller Voraussicht nicht auflaufen. „Eine herbe Schwächung für uns. Wir müssen gucken, wie wir damit umgehen werden“, sagt Vinnums Co-Trainer Carsten Buckmann. In Kai Diekmann fehlt zudem eine weitere Alternative. Die Gäste werden daher vornehmlich darauf bedacht sein, hinten die Null zu halten und sicher zu stehen.

Martin Ritz glaubt an eine intensive Fußballpartie, die nicht mehr mit dem Hinspiel vergleichbar ist. In Vinnum siegte die Westfalia am dritten Spieltag mit 3:0. Das Bild des Gästeteams hat sich inzwischen aber stark gewandelt. Das weiß auch Ritz, der mit seinem Team zum vierten Mal in Serie ohne Niederlage bleiben möchte. Um das zu verwirklichen, apelliert er an sein Team: „Wir dürfen nicht wieder die erste Halbzeit verschlafen. Wir müssen sofort wachsam sein“. Auf Vinnumer Seite möchte man an die überzeugende Leistung anknüpfen, die die Westfalia vor einer Woche im Derby bei der SG Selm gezeigt hat. „Wir haben sehr diszipliniert gespielt. “, so Buckmann, der Trainer Engelbert Asemann zum letzten Mal an der Linie vertreten wird. 

SV Herbern II - SG Selm (So., 13 Uhr) 

Vor einer großen Chance, noch einmal in den Meisterschaftskampf einzugreifen, steht die SG Selm beim Auswärtsspiel in Herbern. Dort trifft der Tabellenzweite auf den Vierten der Kreisliga A. Die Mannschaft, die sich durchsetzt, hält weiterhin Kontakt zum Tabellenführer SuS Olfen. SG-Trainer Mark Bördeling weiß um die Schwere der Aufgabe, sieht sich mit dem Zweiten aber auf Augenhöhe.

Im Hinspiel zeigten die Selmer eine beeindruckende Leistung. Mit einem 3:0-Erfolg zeigten sie der Mannschaft vom Siepenweg die Grenzen auf. Gewinnen will Bördeling auch am Sonntag. „Herbern ist sehr gut aufgestellt. Dennoch wollen wir die drei Punkte mitnehmen“, sagt er. SG-Stürmer Alexander Schwegler, der im Hinspiel den Treffer zum 3:0 erzielte, wird wegen seiner Rotsperre fehlen. Für insgesamt vier Spiele wurde er gesperrt. Fraglich sind Juri Lebsack und Lennart Pinnekämper, der in der Winterpause vom SV Herbern II zu den Selmern wechselte.

„Die haben ein starkes Mittelfeld. Dort sind sie sehr gut besetzt“, sagt der Heberns Trainer Timy Schütte über den Gegner. Er erwartet ein hartes Spiel gegen eine der „Topmannschaften in der Liga“. Den zweiten Platz möchte Schütte zunächst einmal verteidigen. Dennoch setze man sich jetzt keine Saisonziele, sondern denke nur von Spiel zu Spiel. Verzichten muss der SVH-Coach dabei auf die Brüder Sebastian und Christian Adamek. Beide passen aus gesundheitlichen Gründen. Außerdem muss Christoph Zillien wegen seines Studiums für das Spitzenspiel absagen. Dafür ist Stürmer Ramon Lutter wieder dabei.

SuS Olfen II - GS Cappenberg (So., 13 Uhr)    

Elf Zähler trennen die SuS-Reserve von den Grün-Schwarzen. Die Olfener (Tabellenvorletzter) zeigten in der vergangenen Woche beim Meisterschaftsmitfavoriten SV Herbern II, trotz der 0:2-Niederlage, eine beachtliche Leistung. „Wir hatten uns gut verkauft, hatten sogar einige Chancen zum Ausgleich“, erklärte SuS-Coach Markus Kuhn. Auch gegen den Tabellenneunten Cappenberg rechnet er sich etwas aus. „Cappenberg hat immer wieder schwankende Leistungen gezeigt. Auch wenn wir Außenseiter sind, wollen wir zumindest einen Punkt einfahren“, so Kuhn weiter. 

GS Cappenberg peilt einen Sieg an. GSC-Trainer Patrick Osmolski hofft, dass seine Kicker die Schwächen aus dem Spiel gegen Südkirchen (1:1) abgestellt haben. „Die Stürmer waren zu verspielt. Wir müssen vor dem Tor zielstrebiger werden“, sagt er. Auf GSC-Seite fehlen Jan Lippke, Lars Heisig, Max Zocher, Patrick Kaspareit, Sebastian Pflug und Philipp Wiesmann. Pascal Ressemann und Fabian Wißmann sind dafür wieder an Bord. Beim SuS kehren Sascha Kornblum und Andre Bonberg zurück.    

SV Stockum - Eintracht Werne (So., 15 Uhr)    

Das Werner Derby ist ein Spitzenspiel zwischen zwei Verfolgern. Stockum liegt mit 36 Punkten auf Rang fünf, die Eintracht mit 37 auf Platz drei. Beide Teams starteten ohne einen Sieg aus der Winterpause. Die Eintracht spielte 2:2-Unentschieden gegen BW Ottmarsbocholt, der SVS verlor unglücklich mit 1:2 gegen BW Alstedde. Die personelle Situation bleibt weiterhin angespannt bei den Stockumern. Stammkeeper Cedric Packheiser muss aufgrund einer Bänderverletzung im Spiel gegen Eintracht Werne passen. Dafür haben die Stockumer einen alten Bekannten aktiviert. Mustafa Eravsar springt für 14 Tage ein. Außerdem sind die Einsätze von Stefan Möller und Sertan Uzun (beide Grippe) gefährdet. Wieder im Kader stehen wird Thierry Opsölder, der am Donnerstag nach seiner Verletzung erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert hat. „Bei ihm wird sich zeigen, inwieweit er fit ist“, so SVS-Coach Ralf Gondolf. Bei der Eintracht ist der Einsatz von Neuzugang Oliver Tole immer noch nicht klar. Die offiziellen Formalien müssen noch geklärt werden. „Tole ist noch nicht spielberechtigt“, sagt Eintracht-Betreuer Stefan Goeßling. Verzichten muss die Eintracht auch auf Matthias Schynol, der im letzten Spiel gegen Ottmarsbocholt seine fünfte Gelbe Karte sah. Außerdem fällt Tuncay Kaya weiterhin verletzungsbedingt aus. Eintrachts 13 Tore-Stürmer Mario Martinovic wird wahrscheinlich spielen können, aber angeschlagen ins Spiel gehen, so Goeßling.

SuS Olfen - TuS Ascheberg II   (So., 15 Uhr)   

Der Schock nach der überraschenden und unnötigen 0:1-Niederlage beim PSV Bork saß beim Spitzenreiter SuS Olfen auch unter der Woche noch tief. Gegen A-Liga-Schlusslicht TuS Ascheberg II gelobt SuS-Trainer Norbert Sander Besserung. „Die Mannschaft brennt auf Wiedergutmachung. Das war beim Training unter der Woche sofort spürbar“, sagte der Olfener Coach vor dem Duell mit dem Tabellenletzten. Drei Punkte sind bei den Steverstädtern fest eingeplant.

Im Hinspiel, das die Olfener mit 9:0 für sich entschieden, zeigte der Spitzenreiter, wie er den TuS schlagen kann. An eine Wiederholung dieser klaren Angelegenheit glaubt Sander jedoch nicht. „Es wäre weltfremd, wenn wir versuchen würden, an dieses Ergebnis anzuknüpfen“, sagte er. Mit von der Partie ist wieder Kreativspieler Sebastian Middeke, der vergangene Woche in Bork noch gesperrt fehlte. Auch Andre Zolda ist entsperrt. Da er beim Training aber über Sprunggelenk-Probleme klagte, ist sein Einsatz noch ungewiss. Weiterhin fehlen wird zudem Dustin Brüggemann.

SV Südkirchen - PSV Bork (So., 15 Uhr)    

In der vergangenen Woche gelang dem PSV Bork gegen den A-Liga-Spitzenreiter SuS Olfen mit einem 1:0-Erfolg ein großer Überraschungscoup. Beim Tabellenzehnten SV Südkirchen will der Polizeisportverein seine gute Leistungbestätigen. Trotz breiter Brust seiner Truppe, stapelt PSV-Trainer Ingo Grodowski im Vorfeld aber tief und wäre schon mit einem Zähler zufrieden. „Wenn wir auf Asche spielen sollten, dann wird das Spiel noch einmal einen Tick schwerer, als das gegen Olfen“, sagt der Borker Trainer.

Grodowski erwartet beim Zehnten ein „absolutes Kampfspiel, das nicht mit dem Spiel gegen Olfen vergleichbar ist“. Seinem 4-4-2-System, das gegen Olfen eindrucksvoll zum Erfolg führte, bleibt der PSV allerdings auch in Südkirchen treu. „Wir wollen das System jetzt fest einspielen und werden wieder früh auf den Gegner draufgehen“, verspricht Grodowski, der personell aus dem Vollen schöpfen kann und so einige Alternativen zur Verfügung hat. Auf der Gegenseite fallen in Pascal de West, Jean Marcel Akono, Henrik Schmidt, Philipp Twenhöven Nick Althoff fünf Spieler wieder sicher aus. SVS-Trainer Bernd Schawohl will das Spiel daher zunächst einmal auf sich zukommen lassen. „Wir müssen abwarten. Grundsätzlich ist im Fußball aber alles möglich“, sagt der Südkirchener Trainer. Aktuell ist es geplant, dass die Teams auf dem Rasenplatz ihre Kräfte miteinander messen. „Bei dem Wetter kann sich aber noch vieles ändern“, verriet Schawohl.  

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