Derby-Remis in Vinnum bringt der Eintracht Rang zwei

Fußball-Kreisliga LH

Vier Tore, zwei Platzverweise, viele Emotionen auf und neben dem Platz. Das Derby zwischen Vinnum und Olfen hielt, was es versprach. Am Ende trennten sich beide Teams unentschieden. Davon profitiert Eintracht Werne mit einem Sprung auf Platz zwei.

KREISGEBIET

08.11.2013, 13:03 Uhr / Lesedauer: 5 min

Vinnum hatte das Spiel und Gegner im Griff, schwächte sich dann aber selber. Dominik Schenkel, kurz zuvor erst gelb verwarnt, kommentierte eine Schiedsrichter-Entscheidung und sah Gelb-Rot. Olfen kam nun auf, nutzte die Überzahl noch vor dem Seitenwechsel zum Anschlusstreffer. Andre Zolda beförderte den Ball aus der Drehung aus gut 20 Metern unhaltbar in den Winkel.  Nach dem Seitenwechsel zog sich die Westfalia etwas mehr zurück, der SuS nutzte die sich bietenden Räume besser. In der 68. Minute wurde der SuS dann für den Einsatz belohnt. Marvin Böttcher traf im Nachschuss einer Ecke zum 2:2. Nur zwei Minuten später bekamen die Hausherren sogar den zweiten Platzverweis. Yusuf Demir ließ sich gegen Zolda zu einer Tätlichkeit hinreißen, soll aber vorher von Zolda gebissen worden sein. So mussten die Vinnumer die letzten 20 Minuten zu neunt bestreiten. Dank einer tollen kämpferischen Leistung und eines ganz starken Christopher Mayr im Tor brachten sie aber das Remis noch über die Zeit.

Mayr – Menker (62. Benecke), Kwiatkowski, Ulisse, Olfens, Demir, Stolzenhoff (73. Beier), M. Cengiz, Habicht, Schenkel, F. Cengiz (89. Rosowski)

Milewzyk – SChrey (90. Müller), Hellmich, Kütmann, Brüse, Zolda, Achtenberg (74. Sievering), D. Böttcher (60. Koslowski), M. Böttcher, Middeke, Köster

1:0 Fatih Cengiz (3.), 2:0 Fatih Cengiz (15.), 2:1 Zolda (44.), 2:2 Marvin Böttcher (68.)

Gelb-Rote Karte Schenkel (38.), Rote Karte Demir (70.)

Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Partie an Fahrt auf. Auf der rechten Seite führte Alexander Schwegler einen Freistoß schnell auf Christian Voßschmidt aus. Der flankte das Leder flach in die Mitte, wo Dennis Markowski zum 1:0 verwandelte. Das Tor tat dem Spiel gut. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Capelle musste jetzt kommen, Selm lauerte auf Konter. Die Entscheidung für die Hausherren fiel fünf Minuten vor dem Abpfiff. Erneut ein Konter der Selmer über die rechte Seite. Lukas Suer marschierte durch bis zur Grundlinie und flankte in die Mitte, wo Jannis Pieper Direktabnahme zum 2:0 einnetzte (85.).

Fast hätte Capelle aber doch noch denAnschlusstreffer erzielt. Einen Schuss von Marius Artinger aus kurzer Distanz parierte Selms Keeper Lukas Witthoff mit einem Superreflex auf der Linie (88.). Der Schlusspunkt war den Selmern vorbehalten. In der Schlussminute spielte Pieper mit einem Seitenwechsel den eingewechselten Patrick Czubak frei. Der ließ im 16er einen Capeller ins Leere laufen und schob ein zum 3:0-Endstand.

Witthoff – Ulrich, Göke, Suer, Oguz, Lebsack, Kämper (Heinrich 35.), Markowski (88. Czubak), Schwegler (90. Dresken), Voßschmidt, Pieper

Reckmann – Schwipp, Lachmann, Artinger, Möer, Runde, Steinhoff, Sudholt, Reher, Pate (Hanke 77.), Winkler (Grennigloh 83.)

1:0 Markowski (66.), 2:0 Pieper (85.), 3:0 Czubak (90.)  

Die Gelb-Schwarzen aus Cappenberg haben es spannend gemacht. Die zahlreichen Fans am Kohuesholz glaubten nicht mehr an den Sieg, da die Gäste aus Herbern bis zur 87. Minute noch mit 1:2 führten. Dann fielen innerhalb von nur zwei Minuten der Ausgleich durch Abiola Farinde per Kopfball nach einer Ecke von Osmolski. Nur eine Zeigerumdrehung später dann der Siegtreffer durch Tim Jesella, der nach einer präzisen Flanke von Henning Sonst den Ball mit der „Picke“ am überraschten Gäste-Keeper Sebastian Adamek vorbeispitzelte. In der ersten Halbzeit kamen die Gäste aus Herbern auf dem seifigen Untergrund besser ins Spiel, vergassen nur die Tore zu erzielen. Die Gastgeber kamen überhaupt nicht ins Spiel so gingen beide Teams torlos in die Kabine. Die Gäste gingen dann durch Michael Zdahl in Führung. Der Ausgleich fiel nur sieben Minuten später durch Rene Moltrecht nach einem klasse Spielzug mit Farinde und Albers. Die abermalige Gästeführung durch Zdahl ging ein Fehler im Aufbauspiel der Cappenberger von Tom Zentgraf voraus. Nach den Last-Minute Toren sind die Cappenberger seit über einem Jahr zu Hause ungeschlagen.

Sperl, Kaspareit (72. Hüttemann), Albers, Farinde (90. Pestinger), Jesella, Moltrecht, Stiens (72. Sonst), Osmolski, Zentgraf, Wiesmann, Schwartz

Adamek, Aschoff, Schlupp, Prahs, Adamek, Overs (82. Bußkamp), Hölscher, Schwertmann (68. Steincke), Zdahl, Klüsener, Brinkmann

0:1 Zdahl (47.), 1:1 Moltrecht (54.), 1:2 Zdahl (71.), 2:2 Farinde (88.), 3:2 Jesella (89.)

Beide Teams starteten verhalten in die Partie und tasteten erst einmal den Gegner ab. Mit dieser Taktik hatte Borks Coach Peter Poslednik nicht gerechnet. „Ich hatte erwartet, dass Davensberg mehr Druck macht“, erklärte der Borker Linienchef nach Abpfiff der Partie. Daher gab er seinen Schützlingen in der Halbzeitpause die richtigen Worte mit auf den Weg. Bork legte den Schalter um und übernahm ab der 46. Minute eigenhändig die Initiative über das Spiel. Die Umstellung trug schnell Früchte. Nur fünf Minuten brauchte der PSV, um in Führung zu gehen. Dafür war allerdings erst ein Handelfmeter nötig. Daniel Rosengart legte sich den Ball auf den Punkt und ließ Gästeschlussmann Andreas Stilling keine Chance zur Abwehr. Auch das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem sehenswerten Flugkopfball durch Lars Heisig baute der PSV seine Führung aus (64. Minute). Für die beiden weiteren Treffer sorgten der A-Jugendliche Philipp Grodowski und Nico Brand nach einem weiteren Strafstoß.

Haarseim – Thomas, Monno, Rosengart, Heisig, Schuhmann (32. Freiberg), Kristen, Lammers, Wunder (53. Grodowski), Brand (82. Zander), Matthias

Stilling – L. Eickholt, Atalan (76. Blanke), P. Eickholt, Roberg, Zientek (70. Tewes), Kaiser, Plagge, Grote, Jansen, Möller (65. König)

1:0 Rosengart (50.) Handelfmeter, 2:0 Heisig (64.), 3:0 Grodowski (76.), 4:0 Brand (82.) Strafstoß  

Sofort setzten die Spieler der Eintracht ihre Gegenspieler unter Druck. Aber auch die Gäste aus Südkirchen überzeugten in der ersten Halbzeit durch läuferischen Einsatz. Die besseren Torchancen hatten aber die Gastgeber. Nach seiner Balleroberung im Mittelfeld, zieht Eintrachts Martin Gorgon aus gut 30 Metern ab und trifft ins rechte, untere Eck (8.). Anschließend werden auch die Südkirchener im Abschluss gefährlicher. Immer wieder versucht es David Hügemann aus der Distanz und trifft gleich zwei Mal Aluminium. In der 21. Minute herrscht plötzlich Hektik im Strafraum der Eintracht. SVS-Spieler Pascal De West profitiert von der Unruhe und trifft, nachdem die Werner Verteidiger den Ball nicht geklärt bekamen. Doch die Freude über den Ausgleich war nicht von langer Dauer. Nur vier Minuten später gehen die Evenkämper wieder in Front. Nach Flanke von Tuncay Kaya, trifft Jussef Saado ins Tor der Gäste. Wiederum nur acht Minuten später klingelt es erneut im Kasten der Südkirchener. Thierry Opsölder schießt den Ball mit höchster Geschwindigkeit aufs Tor, dass Torhüter Simon Schwert den Ball nicht festhalten kann. Nach der Halbzeit war die Luft auf Seiten der Gäste raus. Es spielte fast ausschließlich die Mannschaft von Trainer Mujkanovic. Kein Wunder, dass die Werner in der 53. Minute ihre Führung nach Treffer von Jussef Saado auf 4:1 ausbauten. Damit aber nicht genug, erzielte Saado nur drei Minuten (56.) noch seinen zweiten Teffer. Den Schlusspunkt setzte Eintrachts Ercan Taymaz, der einen Torwartfehler zum 6:1-Endstand ausnutzte.

Linke - Örnek (73. Bock), Thurn, Woitek, Pra (80. Hofmann), Gorgon, Bozaci, T. Opsölder, Taymaz (70. C. Opsölder), Saado, Kaya

Schwert - Muck, Althoff, Akono (76. Bauhaus), L. Hügemann, Närdemann, Kinne, De West, Aksoy, Manfredi, D. Hügemann (58. Pentrup)

1:0 Gorgon (8.), 1:1 De West (21.), 2:1 Saado (25.), 3:1 T. Opsölder (33.), 4:1 Saado (53.), 5:1 Kaya (56.), 6:1 Tayma  

Bericht folgt.  

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