Die gefährlichste Offensive der Liga kommt nach Werne

mlzFußball-Landesliga

In der Landesliga treffen am Sonntag der Werner SC und Westfalia Kinderhaus aufeinander. Marcel Pielage, Trainer der Münsteraner, hofft, dass seine Stürmer weiter aus allen Rohren feuern.

Werne

, 07.11.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marcel Pielage ist ein Mann klarer Worte: „Ich gewinne auf jeden Fall lieber 4:3 als 1:0.“ Es ist also nur konsequent, dass der Trainer von Westfalia Kinderhaus, derzeit Dritter der Landesliga, auch am kommenden Sonntag im Topspiel gegen den Werner SC offensiven Fußball spielen lassen will: „Wir fahren nicht nach Werne, um uns dort zu verstecken. Wir können und wollen auch hier auf Angriff spielen.“

Dass der Werner derzeit Tabellenführer der Fußball-Landesliga ist, hat dabei keinen Einfluss auf die Rollenverteilung: „Für mich ist es ein Spiel auf Augenhöhe. Es ist ja noch relativ früh in der Saison und die letzten Spiele haben gezeigt, dass Werne schlagbar ist.“ In der Tat: Zwei der letzten drei Begegnungen hat der WSC verloren, zuletzt setzte es eine deutliche 1:4-Pleite gegen Eintracht Ahaus.

Kinderhaus hat schon 41 Tore geschossen

Eine ähnlich schwache Defensivleistung darf sich Werne gegen Kinderhaus nicht erlauben. „Für den offensiven Fußball, den wir spielen, braucht man zunächst das richtige Personal“, sagt Pielage. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Der Kader feuert aus allen Rohren: Die Westfalia stellt den mit Abstand gefährlichsten Angriff der Liga (41 Tore). Mit Corvin Behrens trägt zudem der beste Torjäger (11) das Kinderhaus-Trikot, Janik Bohnen (6) sowie Jonas Kreutzer und Mike Liszka (je 5) sind ebenfalls treffsicher.

„Für mich hat der Gegner in diesem Spiel mehr Druck“, meint Pielage und erklärt: „Wer Tabellenführer ist, möchte auch Tabellenführer bleiben.“ Kinderhaus will den Wernern den Spitzenplatz am Sonntag nach Möglichkeit abnehmen, bangt aber noch um den Einsatz einiger Stammspieler: Eine Grippewelle mache dem Kader zu schaffen und noch ist offen, ob alle Akteure einsatzbereit sind.

Jetzt lesen

„Wir müssen im Abschlusstraining schauen, wer fit ist“, so Pielage, dem die Bedeutung des Spiels bewusst ist: „Das kann wegweisend sein für den Rest der Saison und natürlich wollen wir auch in der Tabelle ganz oben stehen.“ Druck von der Vereinsseite hinsichtlich eines möglichen Aufstiegs gibt es nicht. „Ich bin der Einzige, der hier Druck macht. Ich will so viele Spiele wie möglich gewinnen“, stellt Westfalias Trainer klar.

Kinderhaus kommt nach einer spielfreien Woche nach Werne. Für die Vorbereitung auf das Topspiel macht das keinen Unterschied, wie Pielage erklärt: „Das ist weder ein Vor-, noch ein Nachteil. Wir sind keine Profis. Wichtig ist nur, dass wir weiter vernünftig trainieren.“

Keine Prognose für das Spitzenspiel

Eine Prognose für das Gastspiel in Werne will der Trainer nicht abgeben: „Wir werden im Abschlusstraining genau hinsehen. Wenn da alle richtig Gas geben, ist das schon mal ein gutes Indiz.“ Fest steht: Der Werner SC muss sich auf einiges gefasst machen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt