Corona-Chaos: Ein Aufstieg des TV Werne II ist an einige „Wenns“ geknüpft

mlzHandball

Der Handballverband hat entschieden: Die Saison wird abgebrochen, Aufsteiger werden über eine Quotientenregelung berechnet. Die Situation des TV Werne II ist trotz der Entscheidung ungewiss.

Werne

, 22.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endlich wissen die heimischen Amateurhandballer, was mit der aktuellen Saison passiert. Der Verband hat entschieden, dass die Spielzeit mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird. Gewertet wird nach der Quotientenregelung - die Punkte werden bei jeder Mannschaft durch die Anzahl der Spiele geteilt und die Aufsteiger ermittelt. Dazu bekommen einige Teams eine Wildcard.

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Dass diese Regelung nicht so einfach ist, wie sie sich auf den ersten Blick anhört, bekommt jetzt auch der TV Werne II zu spüren. Die Mannschaft von Trainer Marcus Sickmann ist auch nach Berechnung des Quotienten Dritter in der 1. Kreisklasse und würde damit eigentlich weder direkt, noch durch eine Wildcard aufsteigen. Wären da nicht die vielen „Wenns“.

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Denn der TuS Jahn Dellwig II, der eigentlich als Meister aus dieser Saison der 1. Kreisklasse geht, darf nicht aufsteigen. Der Grund: Dellwig I hatte seine Mannschaft aus der Bezirksliga zurückgezogen und steigt nun in die Kreisliga ab. Da die Erste und Zweite nicht in einer Liga spielen dürfen, bleibt Dellwig in der 1. Kreisklasse.

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Nachrücken würde dann der VfL Kamen Corp. III. Doch auch hier gibt es einige Hindernisse. Denn in der Kreisliga spielt der VfL Kamen Corp. II. Doch auch die könnten aufsteigen - allerdings nur, wenn der VfL Kamen Corp. I aus der Bezirksliga in die Landesliga geht.

Wenn Kamen nicht aufsteigt, gibt es eine Chance für den TV Werne

Und wenn dann am Ende Kamen sich gegen einen Aufstieg entscheidet, dann, und nur dann, könnte der TV Werne II aufsteigen. Ganz schön kompliziert also, aber die Chance, dass die Werner in der kommenden Saison Kreisliga spielen, ist durchaus da.

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„Natürlich wäre das irgendwie schön, auch mal mit beiden Herren-Mannschaften ein bisschen höher zu spielen“, erklärt Patrick Siegel, Abteilungsleiter des TV Werne Handball. „Aber richtig durchgesprochen, was wir in dem Fall dann machen würden, haben wir das nicht.“

Und auch auf die Entscheidung müssen die Werner wohl noch etwas warten. Bis zum 24. Mai müssen sich die Mannschaften beim Handballkreis Hellweg melden, in welcher Liga sie in der kommenden Saison spielen wollen. Und nur, wenn sich Kamen bis dahin nicht eine Liga höher gemeldet hat, können die Werner die Möglichkeit wahrnehmen, in der kommenden Saison in der Kreisliga zu spielen.

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