Ein gewöhnungsbedürftiges Revierderby für Fabian Vogt und Henrik Pollak

mlzFußball

Eigentlich sind Fabian Vogt und Henrik Pollak gerne für ihre Vereine Borussia Dortmund und Schalke 04 beim Revierderby dabei. Doch dieses Mal müssen sie leider vor dem Fernseher zuschauen.

Herbern, Werne

, 16.05.2020, 06:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eigentlich das Spiel der Spiele für alle Fans von Borussia Dortmund oder Schalke 04. Schon Tage vorher verspüren sie Vorfreude auf das Revierderby und wenn es dann so weit ist, freuen sie sich ganz besonders auf den Weg ins Stadion - egal ob in Dortmund oder auf Schalke.

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So oder so ähnlich geht es normalerweise auch Fabian Vogt vom SV Herbern und Henrik Pollak vom Werner SC. Während Vogt sich samstags eigentlich regelmäßig das schwarz-gelbe Trikot der Borussia überstreift, ist Henrik Pollak im Schalker Königsblau unterwegs. Nur an diesem Samstag ist alles irgendwie anders.

Denn statt im geliebten Signal-Iduna-Park verfolgt Fabian Vogt das Spiel seiner Borussia von Zuhause. Beim eigentlichen Termin des Revierderbys im März wäre der Herberner im Stadion gewesen. Da aber die Saison in der Bundesliga mit Geisterspielen fortgesetzt wird, ist das nun nicht möglich.

Fabian Vogt will auch am Wochenende wieder Schwarz-Gelb jubeln.

Fabian Vogt will auch am Wochenende wieder Schwarz-Gelb jubeln. © Jura Weitzel

„Das ist schon eine ganz komische Situation“, gibt Vogt zu. „Ich weiß auch nicht genau, ob ich mich wirklich freuen kann, wenn wir gewinnen. Ärgern werde ich mich wohl trotzdem, wenn es nicht klappt.“

Henrik Pollak war bereits in der vergangenen Saison im Gästeblock im Signal-Iduna-Park um seine Königsblauen zu unterstützen. Auch er muss die Partie nun von Zuhause anschauen: „Das ist schon ungewohnt und natürlich auch nicht so schön wie im Stadion.“

Henrik Pollak vom Werner SC hält es mit Schalke 04.

Henrik Pollak vom Werner SC hält es mit Schalke 04. © Timo Janisch

Dennoch freuen sich beide Amateurfußballer, dass es überhaupt wieder los geht. „Ich bin froh, dass man sich das anschauen kann“, so Fabian Vogt. „Da hat man mal ein anderes Gesprächsthema als Corona.“

Henrik Pollak sieht das ähnlich: „Es ist einfach schön, dass man wieder Fußball gucken kann. Die Entscheidung, weiterzuspielen, ist ja vermutlich einfach wirtschaftlich nicht anders machbar.“

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Einen Nachteil sieht aber besonders Fabian Vogt in den Geisterspielen: „Für Dortmund ist das schon ein Nachteil, wenn im Derby keine Fans da sind. Und dann auch noch im eigenen Stadion. Aber Hauptsache, es geht irgendwie wieder los.“

3:1 oder 2:4 - wie geht das Spiel aus?

Bei dem Tipp für das Spiel gehen die Meinungen von Henrik Pollak und Fabian Vogt weit auseinander. „In einem Derby stehen die Chancen immer 50:50, auch wenn Schalke die fußballerisch schwächere Mannschaft ist“, sagt Pollak. „Ich sage, wir schießen vier Tore und gewinnen 4:2.“

Fabian Vogt sieht das ganz anders - trotz einiger Verletzungsausfälle bei seiner Borussia: „Das ist schon schwierig dann im Mittelfeld. Aber ich bin ja BVB-Fan, weil ich auf einen Sieg tippe. Ich sage 3:1 für uns.“

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