Eine starke Hälfte ist zu wenig: SV Stockum verliert erneut unglücklich

Fußball: Kreisliga A

Der SV Stockum spielt gegen den Tabellenvierten TSC Hamm gut mit – kann sich am Ende aber erneut nicht mit Punkten belohnen. Ein unglücklicher Treffer besorgte die Niederlage des A-Ligisten.

Stockum

, 08.03.2020, 20:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gesenkte Köpfe: Trotz großen Kampfes konnten die Stockumer gegen Hamm nicht die erhofften Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln.

Gesenkte Köpfe: Trotz großen Kampfes konnten die Stockumer gegen Hamm nicht die erhofften Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln. © Hendrik Nachtigäller


Mit dem Schlusspfiff senken sich die Häupter der Spieler des SV Stockum in Richtung der roten Asche auf dem Boden. In den 45 Minuten zuvor hatten die in neongrünen Trikots gekleideten Gastgeber dem Tabellenvierten TSC Hamm einen großen Kampf geliefert.

Kreisliga A1
SV Stockum - TSC Hamm 0:1 (0:1)

Doch am Ende nahmen die Gäste am Sonntag die drei Punkte mit nach Hause, der SVS wartet nach der 0:1 (0:1)-Niederlage auch nach zwei Ligaspielen nach der Winterpause weiter auf den ersten Zähler im Jahr 2020. Damit stehen die Stockumer in der Liga auch weiterhin auf dem vorletzten Tabellenrang 14.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt“, erklärte SVS-Trainer Jürgen Welp nach dem Abpfiff. „Wir hatten die besseren Chancen, und der TSC hat keine Hundertprozentige herausgespielt.“

Doch so stark sich die Stockumer in Hälfte zwei verkauften, so schwer taten sie sich in Durchgang eins. Von Beginn an verteidigten die Gäste mit einem aggressiven Pressing, gegen das der SVS in den ersten 45 Minuten kein probates Mittel fand. Folglich blieben die Ballbesitz-Phasen der Gastgeber in der Länge überschaubar.

Der TSC war in Hälfte eins klar das spielbestimmende Team in einer von vielen Nickligkeiten geprägten Partie. Eine dieser Nickligkeiten führte zur frühen Führung der Gäste: Eine Freistoßflanke der Hammer, aus halblinker Position vor das Stockumer Tor getreten, flog über die gestreckten Köpfe aller Stockumer Verteidiger hinweg. Der Ball landete am zweiten Pfosten exakt auf dem Kopf von Sinan Karadag (10.), der den Ball unhaltbar für SVS-Keeper Thomas Goeke unten rechts im Tor unterbrachte – 0:1.

Es entwickelte sich ein mitunter hitziges Spiel, in dem beide Teams nicht zurücksteckten und mit großem Einsatz um jeden Ball kämpften. Die Stockumer Defensive stand zumeist sicher und ließ kaum noch Chancen zu.

In der Halbzeit änderte der SVS seine Aufstellung, Tolga Köroglu ersetzte Sanel Mehovic und Zouhier Naciri kam für Samet Sahin ins Spiel. Fortan kamen die Gastgeber viel besser mit dem Pressing der Hammer zurecht, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Drei Hammer Abschlüsse vereitelte Thomas Goeke, ehe sich Stockum die große Chance zum Ausgleich bot.

In der 59. Minute schalteten die Stockumer nach einer Ecke schnell zum Konter um. Tolga Köroglu erlief den Steilpass in den freien Raum, hatte im 16-Meter-Raum das Auge für den besser postierten Abdussamed Cördük – doch der stolperte bei seinem Schussversuch auf Höhe des Elfmeterpunkts, der Abschluss rollte rechts am Tor vorbei. Im Anschluss erhöhte der SVS die Schlagzahl, Hamm konnte sich nur noch selten befreien.

Stockums Kapitän Ismail Cördük war das Dreh- und Angelkreuz im Spiel der Hausherren. Überall auf dem Spielfeld zu finden, zweikampfstark, passsicher und immer eine sichere Anspielstation für seine Mitspieler.

In der 75. Minute scheiterte Hüseyin Yilmaz mit einem wuchtigen Schuss am Außenpfosten, einen präzisen Kopfball nach langer Freistoßflanke von der Mittellinie fischte Hamms Keeper aus dem linken oberen Winkel (80.). In den letzten Minuten wagte Stockum noch etwas mehr, wodurch sich den Hammern noch zwei Konterchancen boten. Doch am Ende blieb es beim 0:1 aus Sicht der Gastgeber.

„Die Aggressivität in der zweiten Halbzeit war besser, und die Kampfbereitschaft war größer. Wir konnten vorne den Ball behalten, das war in der ersten Halbzeit nicht so“, sagte Stockums Co-Trainer Marlon van der Sander. Jürgen Welp schlug in die gleiche Kerbe. „Der TSC ist eine der besten Mannschaften der Liga und steht auf Rang vier, wir stehen am Abgrund und lassen nicht viel zu. Mit der Defensive können wir im Großen und Ganzen zufrieden sein“, so Welp, der resümierte: „Wir werden weiter arbeiten, etwas anderes bleibt uns nicht übrig.“

SVS: Goeke, Yilmaz, Partlak, S. Bhihi, Tas (66. Thörner), Isikli (N. Bhihi), I. Cördük, Sahin (45. Naciri), Saffour, I. Cördük, Mehovic (45. Köroglu)

Tor: 0:1 (10.)

Lesen Sie jetzt