Einspruch abgewiesen: „Serkan Adas ist doch nicht für das Coronavirus verantwortlich“

mlzFußball: Kreisliga A

Die Hoffnung war groß, dass Serkan Adas Eintracht Werne schon früher als geplant wieder zur Verfügung stehen könnte. Nun wurde der Einspruch allerdings abgeschmettert.

Werne

, 20.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war der erste große Knall bei Eintracht Werne und er kam schon vor dem eigentlichen Saisonstart. Im nachgeholten Kreispokal-Halbfinale zwischen den Evenkämpern und der IG Bönen flog Serkan Adas mit einer Roten Karte vom Platz - er hatte seinem Gegenspieler ins Gesicht gespuckt.

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Nachdem Eintracht Werne hart durchgegriffen und Adas für drei Wochen suspendiert hatte, entschied sich auch der Kreis für ein knallhartes Urteil. Serkan Adas wurde insgesamt für sechs Monate bis zum 15. Februar 2021 suspendiert. Doch das Kreissportgericht legte den Evenkämpern nahe, ab dem 1. November Einspruch einzulegen, um die Sperre auf drei Monate zu verkürzen.

Das Gnadengesuch von Eintracht Werne wurde mittlerweile aber abgelehnt. Der Grund liegt auf der Hand: In Zeiten von Corona werden Zeitsperren gar nicht mehr ausgesprochen, sondern vielmehr Spielsperren verhängt. Im Fall von Serkan Adas gab es aber nochmals eine Zeitsperre, die bis zum 15. Februar gilt.

Sünder fällt bei seinem Verein in der Coronaphase kaum aus

„Serkan Adas sitzt bis zum 15. Februar seine Zeit ab, denn mit Blick auf die Coronakurve und die Spielausfälle wird er seinem Verein nicht oft fehlen“, sagt der Vorsitzende des Sportgerichts. „Umgerechnet auf eine Spielsperre würden diese sechs Monate insgesamt 24 Begegnungen bedeuten. Das hieße im Umkehrschluss, dass der Werner Spieler erst im Sommer wieder spielberechtigt gewesen wäre. Mit dem zeitlichen Urteil kann er ganz gut leben, denke ich.“

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Mario Martinovic, Trainer von Eintracht Werne, sieht die ganze Situation nicht ganz so gelassen. „Serkan Adas ist ja nicht für das Coronavirus verantwortlich“, ist die erste Reaktion von Martinovic. Dann findet er aber versöhnlichere Worte. „Es ärgert uns natürlich. Aber wir haben es versucht.“

Dass es noch schlimmer hätte sein können, ist dem Coach der Evenkämper durchaus bewusst. „Rein von den Spielen her sind wir gut weggekommen. Ich schätze, er fehlt uns jetzt nur noch so zwei. drei Spiele. Wenn überhaupt. Damit sind wir gut aufgestellt“, resümiert er.

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