Eintracht mit besten Chancen: Pokal-Vorschau

Fußball: Kreispokal

Im Kreispokal werden am Donnerstag die vier Halbfinalisten gesucht. Neben dem Topspiel des SV Herbern empfängt die Eintracht Werne den SV Südkirchen. GS Cappenberg reist zum Ligakonkurrenten Union Lüdinghausen und die SG Selm empfängt Bezirksligist VfL Senden.

KREISGEBIET

von Julian Mester, Malte Woesmann, Thomas Schulzke, St

, 19.11.2014, 17:25 Uhr / Lesedauer: 3 min
Leon Hügemann (l.) wird Südkirchen gegen Eintracht Werne mit Dario Obrenovic (r.) gesperrt fehlen.

Leon Hügemann (l.) wird Südkirchen gegen Eintracht Werne mit Dario Obrenovic (r.) gesperrt fehlen.

Herbern ist vom Papier her der Favorit. Wir spielen aber zu Hause und werden versuchen, unser eigenes Spiel durchzusetzen. Wichtig ist, in die Zweikämpfe zu kommen und dass wir schnell den Weg zum Tor finden. Unser Ziel ist es, den Pokal zu holen.

Wir bieten unsere bestmögliche Elf auf. Ich muss aber auf Ahmed Schett, Dennis Hölscher, Marian Tüns, Nils Venneker, Björn Christ und Simon Närdemann verzichten. Nordkirchen hat vor allem eine starke Offensive um Raphael Lorenz.  

In der aktuellen Kreisliga-A-Tabelle liegt die Eintracht auf Platz zwei, Südkirchen ist Drittletzter. Werne ist seit sechs Spielen ungeschlagen, der SVS verlor die letzten drei Spiele. Für die vergangenen sechs Partien stehen vier Niederlagen, ein Remis und ein Sieg zu Buche. Auch im direkten Vergleich spricht nichts für die Gäste aus Südkirchen. Ende September gewann die Eintracht bei den Blau-Weißen mit 5:1. Bei den letzten sieben Aufeinandertreffen gingen die Werner jedes Mal als Sieger vom Platz. Trainer Henrik Schmidt hat in den letzten Wochen viel im taktischen Bereich versucht zu verbessern. „Wir spielen immer noch im 4-5-1-System, aber etwas kompakter. Die Außen müssen das Zentrum in der Defensive mehr unterstützen.“ Gegen die Eintracht wollen die Blau-Weißen tief stehen und per Konter erfolgreich sein. Schmidt fehlt einzig der gesperrte Leon Hügemann. Sein Gegenüber, Eintracht-Coach Muris Mujkanovic, muss weiter auf den wendigen Faruk Bozaci verzichten. Daher schickt er dieselbe Elf wie beim 2:0-Heimerfolg über Union Lüdinghausen aufs Feld. „Es gibt keinen Grund etwas zu ändern. So können wir uns noch besser einspielen“, sagt Mujkanovic. Er will, dass sein Team mit konsequentem Pressing früh den Ball erobert und zu vielen Abschlüssen kommt. Damit die Eintracht, wie in der vergangenen Pokalsaison, das Finale erreicht.

Wer gegen den Bezirksligisten aus Senden für die SG Selm auflaufen wird, steht noch nicht fest. „Einige Spieler sind nach dem Training am Montag beziehungsweise nach dem Spiel gegen Südkirchen angeschlagen“, erklärt Trainer Mark Bördeling, der erste sein zweites Spiel mit den Selmern bestreitet. Daher müsse er schauen, wer alles zur Verfügung stehe. Grundsätzlich baue er aber auf den Kader der Partie gegen den SV Südkirchen. Weiter verzichten muss er aber auf Stürmer Christian Voßschmidt. Dessen Rotsperre läuft noch bis kommenden Sonntag. Keine Gedanken hat sich Mark Bördeling nach eigener Aussage darüber gemacht, dass in diesem Jahr der Kreispokal das letzte Mal ausgespielt wird. „Wichtig ist, weiter zu kommen. Da spielt es keine Rolle, dass das der letzte Kreispokal ist. Alles andere wird sich zeigen.“ Die dicksten Brocken mit dem FC Nordkirchen oder SV Herbern würden auf die SG im Finale warten.  

 „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Cappenberg schon einmal die Chance auf ein Halbfinale hatte“, sagt GSC-Trainer Patrick Osmolski. Dort würde das Team auf den Sieger der Partie zwischen Bezirksligist FC Nordkirchen und Landesligist SV Herbern treffen. „Da hätten wir in jedem Fall ein Heimspiel“, sagt Osmolski und sieht einen weiteren Anreiz. Solch eine Motivation ist allerdings auch notwendig. Denn die Cappenberger Personalsituation ist weiter bescheiden. Abiola Farinde, Patrick Strecke, Patrick Kaspareit und Tom Zentgraf sind verletzt. Zu diesen Ausfällen gesellen sich der erkrankte Tobias Schwarz und Thilo Schürmann, der beruflich verhindert ist. Keine solchen Sorgen hat Union-Trainer Mario Pongrac. Er geht davon aus, mit der besten Elf spielen zu können. In der Meisterschaft standen sich beide Teams bereits gegenüber. Nach 90 spannenden Minuten stand es 3:3. Ein ähnlich enges Spiel erwartet Pongrac für heute. „Das Spiel habe ich auf jeden Fall im Hinterkopf. Cappenberg hat ein gutes Team.“ Ähnlich sieht es Osmolski: „Unions Spiel ist kraftraubend, lebt von der großen Laufbereitschaft. Sie gehen aggressiv in die Zweikämpfe und haben vorne schnelle Leute. Union hat eine junge und talentierte Mannschaft.“ Respekt haben also beide Trainer vor dem Gegner. Einen Favorit machen die beiden daher nicht aus. Ende offen. 

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