Eintracht spielt nur 2:2 - die Ergebnisse im Blick

Fußball: Kreisliga

Ein Punkt ist es geworden, drei hätten es sein können: Die A-Liga-Fußballer von Eintracht Werne sind gegen SVF Herringen nicht über ein 2:2 hinaus gekommen. Dabei hatte Werne die besseren Chancen – und investierte mehr in die Partie. Alle Partien mit Werner und Herberner Beteiligung der Kreisligen A: hier in der Übersicht.

WERNE

von Dominik Möller, Matthias Kerk

, 02.10.2016, 22:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Eintrachts Manfrey Hessfeld (r.) nimmt einen Zweikampf im Spiel gegen Herringen an. Auch einen Treffer erzielte Hessfeld, dieser wurde jedoch nicht anerkannt: Abseits.

Eintrachts Manfrey Hessfeld (r.) nimmt einen Zweikampf im Spiel gegen Herringen an. Auch einen Treffer erzielte Hessfeld, dieser wurde jedoch nicht anerkannt: Abseits.

Fußball, Kreisliga A Münster, 7. Spieltag SV Bösensell - SV Herbern II 2:2 (1:1)

„Ein Unentschieden hätte ich vor der Partie unterschrieben. Nach dem Spielverlauf muss ich sagen, dass mehr drin gewesen wäre. Dennoch bin ich sehr zufrieden“, sagte Herberns Trainer Björn Christ nach dem Spiel. Die Herberner hatten große Personalnot. Christ spielte selber 90 Minuten durch.

Der SVH startete schlecht ins Spiel und geriet nach zwei Minuten in Rückstand. Torjäger Lars Bußkamp besorgte den Ausgleichstreffer (14.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Christ brachte mit Simeon Uhlenbrock frischen Wind ins Spiel (63.).

Nur vier Minuten später machte Uhlenbrock das 2:1 für den SV Herbern. „Danach profitierte Bösensell von seiner breiten Bank. Simeon war der einzig fitte Spieler, den ich von der Bank bringen konnte“, so Christ. Zehn Minuten vor dem Ende markierte Yacquub Osman den Ausgleichstreffer (80.).

TEAM UND TORE Bösensell: Raestrup - Lips, Többen (52. Schulze Spüntrup), Volbracht (77. Osmann), Hohmann (68. J. Leifken), Wiedau, T. Leifken, Bußmann, L. Leifken, VoßkühlerWerne: S. Adamek - Krampe, Aschoff, Lübke, Christ, C. Adamek, Krieter (63. Uhlenbrock), Heitmann, Roters, Bußkamp, KortendickTore: 1:0 Vosskühler (2.), 1:1 Bußkamp (14.), 1:2 Uhlenbrock (67.), 2:2 Osman (80.)

Werner SC II - TuS Hiltrup II 2:3 (1:1)

Wernes-Trainer Thomas Matuschek hatte vor dem Spiel große personelle Probleme. So musste sich der WSC Verstärkung aus der dritten Mannschaft holen. Lars Zimmer und Janis Leenders rückten in die Startelf. Außerdem veränderte Matuschek die taktische Ausrichtung. Das wirkte sich zunächst positiv aus. Lars Zimmer brachte die Werner in Front (30.). Zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt fing sich der WSC jedoch den Ausgleich. Jan Kniesel traf drei Minuten vor der Pause zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zimmer traf nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff mit seinem zweiten Treffer zum 2:1.

15 Minuten vor dem Ende ließ die Konzentration beim WSC etwas nach. Robin Paton traf zum 2:2 (76.), ehe Lukas Deckart fünf Minuten vor dem Ende den 3:2-Siegtreffer erzielte. Bitter für die Werner, die damit auf den 14. Tabellenplatz rutschen. Aus acht Partien holten die Werner acht Punkte.

TEAMS UND TORE Werne: Vorwick - Schmitt (50. Wintjes), Schulze Twenhöven, Kozlil, Stoschek, Jücker (80. Eichhorst), Telgmann, Teuber, Leenders, Egert, Zimmer (67. Osterkemper)Hiltrup: Kunst - T. Kleinert (60. C. Kleinert), Beuker (67. Niemyt), Theising, Beisenbusch (82. Büring), Paton, Frerichs, Bußmann, Beßmann, Kniesel, DeckartTore: 1:0 Zimmer (30.), 1:1 Kniesel (42.), 2:1 Zimmer (67.), 2:2 Paton (76.), 2:3 Deckart (85.)

Kreisliga A Unna/Hamm, 7. Spieltag I.G. Bönen - SV Stockum 5:1 (2:1)

Die Stockumer starteten gut in die Partie und waren zu Beginn auch spielbestimmend. Durch Firat Isikli ging der SVS in Führung (15.). „Zu diesem Zeitpunkt war die Führung verdient, da wir vor allem in den ersten 30 Minuten die klar bessere Mannschaft waren“, sagte Stockums Trainer André Klammroth. In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden Stockumer allerdings unkonzentrierter. „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen und waren nicht mehr präsent“, so der SVS-Coach.

Zu einem moralisch ungünstigen Zeitpunkt fingen sich die Stockumer die Gegentore vor der Halbzeit. Ein Flachschuss aus 20 Metern fand des Weg ins Stockumer-Tor (40.). Drei Minuten später stimmte die Zuordnung bei einer Ecke nicht, sodass ein Böner Spieler die Kugel über die Linie drücken konnte. Nach dem Seitenwechsel fanden die Stockumer nicht mehr gut ins Spiel. „Vielleicht haben manche gedacht, dass nach dem 1:0 die Partie schon von alleine gewonnen ist“, kritisierte Klammroth seine Mannschaft.

Nach den ersten 30 Minuten habe man den Eindruck gehabt, dass man Punkte mitnehmen könnte. „In der zweiten Hälfte haben wir eine ganz andere Einstellung an den Tag gelegt und deswegen am Ende auch verloren“, so Klammroth.

TEAM UND TORE Bönen: Tuzcuoglu - Duman, Cebar, Soyarslan (60. Thiemann), Evren, Aydeniz, Dikenli, Cepaye, Akkaya, Opoku, Basyigit (67. Adams)Stockum: Zimmermann - Tayar, Najih, Löbbecke, Kaz, Uzun, Sari (46. Bhihi), Eliyazici, Isikli, Karaman, KörogluTore: 0:1 Isikli (15.), 1:1 (40.), 2:1 (43.), 3:1 (60.), 4:1 (70.), 5:1 (90.)

Eintracht Werne - SVF Herringen 2:2 (2:2)

Dass Erkan Baslarli ein ausgeprägtes Gespür für Situationen hat, durften die Gäste bereits wenige Augenblicke nach dem Anpfiff bewundern. Baslarli erkannte bei einem Rückpass der Herringer seine Chance, setzte nach, erlief den Ball – und markierte das frühe 1:0 (1.). Zwei kapitale Böcke und rund 22 Minuten später hatte Herringen das Spiel jedoch gedreht. Marvin Krause (6.) besorgte den Ausgleich, Faton Jashari traf zur zwischenzeitlichen Führung für Herringen.

Diese sollte jedoch nicht wirklich lange Bestand haben. Manfrey Hessfeld traf (35.). Der Unparteiische verweigerte diesen Treffer jedoch die Anerkennung. Abseits. „Ich kann nicht sagen, ob er im Abseits war“, sagte Eintracht-Trainer Jörg Fiebig nach dem Spiel. Faruk Bozaci nahm ebenfalls Maß, scheiterte mit seinem satten Schuss jedoch an Herringens Schlussmann Marcel Gallaus. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel der Ausgleich aber doch.

Saadouni gleicht aus

Ibrahim Saadouni war nach einer Ecke zur Stelle und drückte den Ball aus rund acht Metern zum 2:2 über die Linie. Im zweiten Durchgang hatte die Eintracht mehr vom Spiel, agierte zwischenzeitlich aber wahlweise zu hektisch, oder spielte die Möglichkeiten – auch in Überzahl – nicht konsequent zu Ende. Die Eintracht machte sich schon bereit, um zu jubeln, als Marko Martinovic Erkan Baslarli wunderbar in Szene setzte. Zum Eins-gegen-Eins gegen Gallaus kam es jedoch nicht. Der Unparteiische entschied erneut auf Abseits. „Es hätten drei Punkte sein können, sind es aber nicht. Schade“, so Fiebig.

TEAM UND TORE Eintracht: Linke, Ünal, Schynol, Göksen (81. S. Baslarli), Matula, Chojka (56. Pra), Saadouni (46. Pawlik), Bozaci, E. Baslarli, Martinovic, HessefeldTore: 1:0 E. Baslarli (1.), 1:1 Krause (6.), 1:2 Jashari (23.), 2:2 Saadouni (45.)

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