Elephants decken Probleme auf

WERNE Als zu schwergewichtig erwiesen sich gestern Abend die Elephants Grevenbroich für den TV Werne. In der zweiten Runde des WBV-Pokals unterlag der Basketball-Zweitregionalligist nach einer enttäuschenden Leistung in eigener Halle deutlich mit 67:84 (31:50).

19.09.2007, 22:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

In keiner Phase des Spiels konnte der TV Werne die Gäste aus dem Rheinland in Verlegenheit bringen. Zu viele eigene Fehler im Spielaufbau und in der Offense luden die Elephants immer wieder zu schnellen und vor allem einfachen Punkten ein. So sollte die frühe Führung - Zvonimir Peric brachte nach nur drei Sekunden den TVW mit seinen beiden einzigen Punkten in Front - auch die einzige der Partie bleiben.

Nicht-Abstimmung sorgt für Wirbel

Neben den Offensiv-Problemen deckten die Grevenbroicher auch schonungslos die fehlende Abstimmung in der Werner Defense auf. In den Anfangsminuten wirbelte der eingespielte Regionalligist mit den starken Amerikaner Brian Graves und Andre Bynum sowie ihrem Topscorer Timo Verwimp (22 Punkte) die TVW-Abwehr gehörig durcheinander. Allein dieses Trio erzielte 50 der 84 Punkte.

Gnadenwechsel

Besonders Peric erwischte vor knapp 200 Zuschauern einen rabenschwarzen Tag und musste nach knapp fünf Minuten für Jeremy Benjamin auf die Bank. Wenige Sekunden später war Trainer Volker Kaiser zu einem nächsten Wechsel gezwungen: Chris Powell bekam sein drittes Foul und durfte neben Peric Platz nehmen. So setzten sich die "Dickhäuter" Schritt für Schritt ab und gingen mit einer Sechs-Punkte-Führung in die Viertelpause.

Unverändertes Bild

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts geriet Werne endgültig auf die Verliererstraße. Nach einem 0:9-Lauf ließen Kaisers Spieler die Köpfe hängen und gab sich frühzeitig auf. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht: Während bei Werne vieles Stückwerk blieb, zeigte der von Interimscoach Nadine Homann betreute Zweitliga-Absteiger perfekten Team-Basketball. Sicher spielten die Elephants ihre einstudierten Systeme durch und kamen so zu freien Würfen. Enttäuschend die Vorstellung der vier Amerikaner, auch wenn Jamal Ward mit 25 Punkten bester Werfer der Partie war. Einzig TVW-Eigengewächs Max Schulze Pals versuchte sich gegen die Niederlage zu stemmen und lieferte ein gutes Spiel ab.

Als Prüfstein hatte Kaiser die Partie bezeichnet, aus der er Erkenntnisse für die Saison gewinnen wollte. Klar wurde gestern nur so viel: Von einem Spitzenteam ist der TV weit entfernt. Henner Henning

TVW: Breland (9), Meinert, Ward (25), Schulze Pals (14), Wiedey, Peric (2), Kottmann, Niehüser (4), Gebhardt, Benjamin (4), Powell (9)

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