Erfolgreiches Verbandsliga-Wochenende für die A-Junioren-Teams des TV Werne

Handball-Jugend

Gleich zwei Mal durften die Handball-A-Junioren des TV Werne jubeln. Während die männliche Jugend in einem 70-Punkte-Spiel Selbeck schlug, gewannen die Juniorinnen gegen Coesfeld.

Werne

von Gernot Medger

, 02.04.2019, 13:52 Uhr / Lesedauer: 3 min
Nils Wentzler (2.v.l.) feierte gegen Selbeck sein Comeback und erzielte gleich 13 Treffer.

Nils Wentzler (2.v.l.) feierte gegen Selbeck sein Comeback und erzielte gleich 13 Treffer. © Gernot Medger

A-Junioren (männlich), Verbandsliga

TV Werne – Selbecker Turnerschaft 37:33 (13:16)

Mit einer Leistungssteigerung nach der Pause siegte die Werner A-Jugend daheim gegen den Tabellenzweiten aus Hagen am Ende noch sicher mit 37:33. Zwar fehlte mit Finn Strunck der bisher erfolgreichste Werner Torschütze, die Bank war mit 14 Spielern trotzdem stark besetzt. So konnte TV-Coach Patrik Siegel auch wieder auf Spielmacher Nils Wentzler bauen.

Für das letzte Heimspiel der Saison hatten sich die Werner Jungs noch einmal viel vorgenommen und starteten hoch motiviert in die Partie. Nach zwei ungenauen Abschlüssen in der Anfangsphase lag Werne zwar zunächst mit 1:3 hinten, erzielte dann aber sechs Treffer in Folge zum 7:3 und baute die Führung bis zum 11:4 weiter aus. Insbesondere Wentzler war mit sechs Treffern einfach nicht zu stoppen. Damit schien der Sieg in den Werner Köpfen offensichtlich schon in trockenen Tüchern, denn urplötzlich war es mit der Konzentration dahin.

Der Gästekeeper war auf einmal nicht mehr zu überwinden und Hagen holte Tor um Tor auf. Nun zeigte sich, warum die Turnerschaft bis zum letzten Wochenende ein echter Meisterschaftskandidat war und diese erst mit einem Unentschieden gegen Tabellenführer Hemer verspielte. Bis zum 13:11 konnten die Gastgeber die Führung noch verteidigen, lagen zur Pause dann aber mit 13:16 zurück.

Siegels Team dreht die Partie

„Wir haben da eigentlich gar nicht mal schlecht gespielt, nur unsere Chancenverwertung war katastrophal“, so Patrik Siegel, „in der Pause haben wir uns aber noch mal erfolgreich eingeschworen.“ Und seine Schützlinge fanden direkt nach dem Wiederanpfiff zurück in die Spur. Ganze sechs Minuten reichten aus, um mit einem 6:1-Lauf die Führung mit 22:20 zurückzuholen. Wie in den ersten 15 Minuten klappte nun fast alles und beim 31:24 war die Partie zehn Minuten vor dem Ende entschieden. Die komplette Bank bekam im letzten Heimauftritt noch einmal Einsatzzeit.

Neben den mit 13 und 9 Treffern glänzend aufgelegten Wentzler und Lindken und einigen technischen Kabinettstückchen gab es auch noch ein emotionales Highlight. Fünfeinhalb Monate nach seinem schweren Unfall saß Jonas Wenner erstmals auf der Bank und wurde unter dem Beifall des Heimpublikums zur Ausführung eines Strafwurfes eingewechselt. Dass er dabei am starken Hagener Schlussmann scheiterte, war eher nebensächlich.

TV Werne: Harhoff, Feldkemper – Berger (5), S. Medger, Drees (1), Wenner, Wentzler (13), K. Medger, Rüth (1), Henning, Nattkemper (4), Brochtrop, Meinke (4), Lindken (9).

A-Junioren (weiblich), Verbandsliga

TV Werne – DJK Coesfeld 25:18 (15:11)

Wie schon in der Vorwoche konnte TV-Coach Schwenk nur mit einem kleinen Kader antreten. Stand in Durchgang eins zumindest noch eine Ersatzspielerin zur Verfügung, so mussten seine Schützlinge nach der Pause durchspielen.

Werne begann engagiert, führte schnell mit 3:1 und baute die Führung bis zur achten Minute auf 7:3 aus. Die folgende schöpferische Pause der Gastgeberinnen nutzte Coesfeld aber aus, um nach knapp 20 Minuten zum 9:9 auszugleichen. Insbesondere im Spiel nach vorne wurde in dieser Phase seitens der TV-Mädchen zu wenig gearbeitet, nur zwei Treffer in gut 13 Minuten sprechen da eine deutliche Sprache. Doch mit dem kassierten Ausgleichstreffer fingen sich die Wernerinnen wieder. Sie machten das Spiel im Angriff wie in der Anfangsphase breit und gingen auch wieder mutig in die Zweikämpfe. Der Lohn war eine 15:11-Führung zur Halbzeit.

Hannah Buschmann in Topform

Der Start in Durchgang zwei verlief dann nahezu optimal. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Vorsprung auf acht Tore beim 19:11 und damit war die Vorentscheidung gefallen. Um Kräfte zu schonen, schalteten die Werner einen halben Gang zurück und verwalteten den Vorsprung souverän bis zum Ende der Partie. Unterm Strich eine gelungene Vorstellung angesichts des knappen Kaders. Wie schon in der Vorwoche zeigte sich Hannah Buschmann nach ihrer langen Verletzungspause in Topform und war erneut erfolgreichste Werferin.

Vor der abschließenden Begegnung in Oberlübbe haben die TV-Mädchen mit jetzt 11:7 Punkten Platz drei der Tabelle sicher, liegen aber nur einen einzigen Zähler hinter den beiden führenden Mannschaften aus Greven und Dortmund (je 12:6). Sollten diese in der letzten Runde unerwartet Punkte lassen, so könnten die Werner mit einem Sieg sogar noch bis auf Platz eins klettern.

TV Werne: Schöße – Nordlohne (1), Buschmann (9), Brochtrop (3), Hins (4), Heinrich (2), Drohmann (4), Schindelbauer (2).

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