Ex-Werner Baslarli im Interview: „Alles unter 20 Toren ist für einen Baslarli zu wenig.“

mlzErkan Baslarli

Erkan Baslarli ist mit der IG Bönen in die Landesliga durchmarschiert. Der Ex-Werner hat bereits jetzt ein besonderes Jahr hinter sich. Neben dem Aufstieg wurde Baslarli auch Vater.

Werne

, 15.05.2019, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von der Kreisliga A auf direktem Weg in die Landesliga: Erkan Baslarli ist das mit der IG Bönen gelungen. Dem ehemaligen Spieler von Eintracht Werne und dem Werner SC kam dabei eine neue Rolle zu, weshalb es auch weniger Tore waren als in den vergangenen Saisons. Der zweimalige Gewinner der RN-Torjägerkanone sprach im Interview über seine Verantwortung als Vater, seine Ziele und Wünsche für die kommende Saison und in welcher Landesliga-Staffel er am liebsten spielen will.

Erkan Baslarli, Meister in der Bezirksliga, Sie wurden Vater – die perfekte Saison, oder?

Ja, natürlich. Wir haben das geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Ich konnte einiges dazu beitragen und wir sind sehr glücklich über das, was wir erreicht haben.

Sie sind Vater: Wie viel Verantwortung kommt durch Ihren Sohn für sie dazu?

Sehr viel, mehr als vorher auf jeden Fall. Die Verantwortung kommt mir zugute, das stört auch beim Fußball nicht.

Treten Sie dadurch demnächst kürzer beim Fußball?

Das sind zwei verschiedene Sachen. Auf der einen Seite stehen Kind und Familie, auf der anderen der Fußball. Ich versuche das so gut es geht voneinander zu trennen und bis jetzt klappt das sehr gut. Kürzer treten muss ich nicht.

Die Bezirksliga haben sie geschafft. Schaffen Sie nächste Saison auch die Landesliga?

Hoffentlich. Wir sind aus der A-Liga aufgestiegen, wollten direkt in die Landesliga aufsteigen. Das haben wir geschafft. Die Landesliga wird aber ein großer Sprung werden für viele von uns, weil viele die Liga noch nicht kennen.

Worum geht es dann für Sie und die IG Bönen? Aufstieg in Richtung Westfalenliga oder eine ruhige Etablierung in der Landesliga?

Wir wollen nach vorne spielen, deshalb wollen wir auch oben mitspielen. Wir reden schon viel untereinander über das, was wir erreichen wollen, aber wir kennen die Landesliga erstmal gar nicht. Man kann gar nicht wissen, was auf einen zukommt. Es gibt viele starke Vereine, viele wollen dort aufsteigen. Wenn wir das am Ende schaffen sollten, wäre das natürlich super.

Sie stehen aktuell bei 20 Toren, haben noch zwei Spiele: Wie viele kommen noch dazu?

Ich weiß es nicht. Dieses Jahr war ich nicht die einzige Spitze, ich spiele dieses Jahr die Zehner-Rolle, weshalb meine Ausbeute nicht so gut war wie in den vergangenen Jahren. Ich weiß es nicht, was da noch zukommt. Vielleicht rotieren wir noch mal ein bisschen. Wobei ich natürlich hoffe, dass ich noch spiele in den letzten beiden Spielen.

Und nächste Saison? Wieder über 20 Tore?

Das sollte schon in dieser Saison früher passiert sein. Ich bin ein Stürmer, der immer torgeil ist. Alles unter 20 Toren ist für einen Baslarli zu wenig. Das war nie der Fall, dass ich unter 20 hatte beziehungsweise sogar unter 30 Tore in einer Saison erzielt habe.

Ex-Werner Baslarli im Interview: „Alles unter 20 Toren ist für einen Baslarli zu wenig.“

Damals noch mit Zopf und im Trikot von Eintracht Werne am Ball: Erkan Baslarli. © Dominik Gumprich

Es gibt vier Staffeln in der Landesliga, in die sie aufsteigen könnten: Welche wäre ihnen am liebsten?

Jede Staffel hat ihren eigenen Reiz. TuS Wiescherhöfen ist in vier, Werner SC ist in drei. Ich wünsche mir schon, dass ich in die Gruppe mit Wiescherhöfen komme. Das ist mein Heimatverein, in Wiescherhöfen wohne ich auch.

Wie viel Reiz hätte ein Duell mit Ihrem ehemaligen Klub, dem Werner SC?

Es wäre natürlich geil gegen meinen ehemaligen Klub zu spielen. Genau so wie gegen den SV Herbern.

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