Feldspielerin ins Tor? TVW-Handballdamen bleiben in Soest personell arg gebeutelt

mlzTV Werne

Die Personallage könnte bei den Handballerinnen des TV Werne definitiv besser aussehen. Gegen den Soester TV fallen sieben Spielerinnen aus. Eventuell muss sogar eine Feldspielerin ins Tor.

von Marcel Schürmann

Werne

, 19.09.2019, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Lazarett der Landesliga-Handballerinnen des TV Werne füllt sich weiter und weiter: Nachdem die Mannschaft von Trainerin Beate Przybilla bereits in der Vorwoche ohne Fünf gegen den Bochumer HC auflaufen musste, fehlt beim Spiel am Samstag gegen den Soester TV (19 Uhr, Sporthalle Börde-Berufskolleg, Geschwister-Scholl-Straße 1, 59494 Soest) mindestens eine ganze Mannschaftsstärke von sieben Spielerinnen. Die größte Sorge bereitet der Trainerin dabei die Torwartposition.

Landesliga 4, Damen
Soester TV - TV Werne

„Ein Auswärtsspiel steht an. Die Mannschaft ist an sich gut drauf, doch die Personalsorgen sind zuletzt nicht wirklich besser geworden“, sagte Beate Przybilla am Donnerstagnachmittag vor dem Abschlusstraining ihrer Mannschaft. „Im Gegenteil: Die Krankheiten und das Verletzungspech verfolgen uns weiter und belasten uns natürlich.“

Bereits in der Vorwoche fehlten der Trainerin in Linda Hillebrand, Daniela Theissen, Kim Leder, Merle Vondermassen und Arabella Majchrzak fünf wichtige Spielerinnen. Jetzt gesellen sich auch noch Ronja Jandt, Janina Schöpper und Melina Kalwey auf die Ausfallliste des TVW hinzu. Einzig hinter Linda Hillebrand stehen aktuell noch Fragezeichen. „Da müssen wir das Training abwarten“, so Przybilla weiter.

Ohne Torhüterin nach Soest?

„Im schlimmsten Fall“, so die Trainerin, „fahren wir ohne Torhüterin nach Soest und eine Feldspielerin muss in den Kasten. Da sind wir nicht drauf vorbereitet.“ Denn auch die dritte Torhüterin war zuletzt lange Zeit verletzt und hat bislang noch nicht mit der Mannschaft trainieren können.

Dennoch: Die Mannschaft habe im Vergleich zur Vorwoche weiter Fortschritte gemacht. Przybilla: „Wir arbeiten weiterhin daran, sicher in der Deckung zu stehen und schnell nach vorne zu spielen. Wir müssen gegen Soest darauf achten, weniger technische Fehler im Aufbau zu machen. Damit haben wir Bochum letzte Woche zu oft zu Toren eingeladen.“

Den Soester Gegner kennt Przybilla dabei nur flüchtig: „Ich habe das Heimspiel letzte Saison gesehen, ja. Aber nur auf der Tribüne. Da guckt man das Spiel natürlich anders.“ Przybilla hofft, gegen Soest mithalten zu können - trotz hiesiger Personalsorgen, die sie auf jeden Fall sportlich nimmt: „Es läuft gerade nicht so rund, aber da müssen wir durch. Es wird aber auch wieder bessere Zeiten geben.“

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