Fünf Tore, fünf Erkenntnisse - Das Derby zwischen Eintracht und Stockum brachte Aufschluss

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Es war schon ein recht einseitiges Stadtderby zwischen Eintracht Werne und dem SV Stockum am Sonntagnachmittag auf der Sportanlage im Dahl. 5:0 hieß es am Ende für die favorisierte Eintracht.

von Marcel Schürmann

Werne

, 12.08.2019, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der selbst ernannte Titelaspirant der Fußball-Kreisliga A1 schlug den personell aus dem letzten Loch pfeifenden Gast vor nur 100 Zuschauern mit 5:0. Es war ein hitziges Spiel mit vielen Nickligkeiten. Die Partie brachte zudem einige Erkenntnisse. Marcel Schürmann hat fünf davon herausgearbeitet.

1. Neuzugang Sahin überzeugt
Fünf Tore, fünf Erkenntnisse - Das Derby zwischen Eintracht und Stockum brachte Aufschluss

Abdullah Sahin (l.) zeigte, was er am Ball drauf hat. © Schürmann

Er brauchte bislang nicht wirklich Eingewöhnungszeit bei seinem neuen Klub. Abdullah Sahin (29) wechselte im Sommer vom Ligakonkurrenten VfL Mark zur Eintracht, überzeugte bereits in der Vorbereitung mit Toren und traf im ersten Meisterschaftsspiel zudem zum wichtigen 1:0. Sahin unterstreicht auf Anhieb, wie wichtig er für die Evenkämper sein kann.

2. Stockum kann mithalten
Fünf Tore, fünf Erkenntnisse - Das Derby zwischen Eintracht und Stockum brachte Aufschluss

Die Stockumer parkten buchstäblich den Mannschaftsbus im eigenen Tor © Schürmann

Nur nicht über die volle Distanz. 77 Minuten lang hielten die Stockumer, die sich im neuen neongrünen Dress präsentieren, ihre Schotten hinten dicht, mauerten das eigene Tor praktisch zu. In der Schlussviertelstunde brachen jedoch alle Dämme und Eintracht durfte satte fünf Mal einnetzen.

3. Die Eintracht braucht ein dickes Fell
Fünf Tore, fünf Erkenntnisse - Das Derby zwischen Eintracht und Stockum brachte Aufschluss

Zwei Eintracht-Spieler verletzt am Boden. Im Derby gegen Stockum ging es ganz schön zur Sache. © Schürmann

„Meine Spieler lagen ja häufiger auf dem Boden, als dass wir den Ball haben laufen lassen können“, sagte Eintracht-Coach Mario Martinovic. Bei Spielern mit einer so hohen Qualität wie bei der Eintracht haben Gegner oftmals kein anderes Mittel, als sich mit Fouls zu helfen. Die Werner brauchen ein dickes Fell, denn Szenen wie diese werden sie in dieser Saison wohl häufiger sehen.

4. Stockums Co-Trainer Henrik Schmidt dirigiert
Fünf Tore, fünf Erkenntnisse - Das Derby zwischen Eintracht und Stockum brachte Aufschluss

Vertrat Zakaria Slimani im Derby gegen die Eintracht: Henrik Schmidt. © Schürmann

Stockums neuer Co-Trainer Henrik Schmidt vertrat den im Urlaub verweilenden Zakaria Slimani an der Seitenlinie. Er dirigierte seine Abwehrreihe von außen, sprach vor allem im ersten Durchgang viel Lob für seine Mannen aus. Man merkt: Der Mann hat Vorerfahrung. Schmidt kam in diesem Sommer von der Reserve des Werner SC zum SVS.

5. Unpopuläre Entscheidung
Fünf Tore, fünf Erkenntnisse - Das Derby zwischen Eintracht und Stockum brachte Aufschluss

Er verstand die Welt nicht mehr: Ahmed Lamaakez bei seiner Auswechslung noch vor der Pause- © Schürmann

Zudem steckt Schmidt nicht vor unpopulären Entscheidungen zurück. Nach 34 Minuten war nämlich Ahmed Lamaakez‘ Arbeitstag beendet. Schmidt wechselte seinen Schützling aus taktischen Gründen aus, da er „zu wenig nach hinten gearbeitet“ habe. Für ihn kam Max Kerhoff in die Partie, der zuvor bereits für die Stockumer Reserve beim Abbruchspiel gegen Eintracht II auflief.

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