Fußball-Regelkunde: Schimpfende Zuschauer ertragen

Pfiff der Woche

Je nach Situation sind Fußballregeln nicht immer sofort nachvollziehbar. Wir wollen in Zusammenarbeit mit Schiedsrichtern des Fußballkreises Lüdinghausen strittige Szenen auf den Amateurplätzen klären. Diesmal: Dürfen Schiedsrichter Zuschauer des Feldes verweisen?

KREISGEBIET

von Von Mirko Deichsel

, 08.10.2013, 13:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Fußball-Kreispokalfinal Lüdinghausen gewann der FC Nordkirchen (weiß) verdient gegen den TuS Westfalia Wethmar (grün). Rund 400 Zuschauer schauten zu am Cappenberger See.

Im Fußball-Kreispokalfinal Lüdinghausen gewann der FC Nordkirchen (weiß) verdient gegen den TuS Westfalia Wethmar (grün). Rund 400 Zuschauer schauten zu am Cappenberger See.

Unser Experte
Mirko Deichsel ist Schiedsrichterlehrwart im Fußballkreis Lüdinghausen. Er erklärt einmal pro Woche strittige Szenen und erläutert knifflige Regelfragen.

Werden diese von Spielern, Ersatzspielern, Trainern oder Offiziellen, die sich im Innenraum befinden, geäußert, so können wir Schiedsrichter die Personen vom Feld (Rote Karte) oder aus dem Innenraum verweisen. Bei Zuschauern haben wir diese Möglichkeit nicht. Über den Innenraum hinaus haben wir Schiedsrichter keine Strafgewalt. Das Hausrecht hat der Heimverein. Nur dieser kann einen Verweis von der Sportanlage aussprechen. Das heißt, dass wir Schiedsrichter mit Beleidigungen und Beschimpfungen durch Zuschauer leben müssen. Es sei denn, der Heimverein wendet die Ankündigung vom Eingangsbereich konsequent an.   

Unser Experte
Mirko Deichsel ist Schiedsrichterlehrwart im Fußballkreis Lüdinghausen. Er erklärt einmal pro Woche strittige Szenen und erläutert knifflige Regelfragen.

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