Gegner protestieren wegen Werner "Bofrost-Arena"

Zu kalt in der Linderthalle

Der Protest, den die Oberliga-Volleyballerinnen von GW Paderborn vor dem Spiel beim TV Werne formuliert haben, hätte keine Aussicht auf Erfolg. Die bloße Behauptung, es sei zu kalt in der Halle, um dort zu spielen, ist nicht stichfest genug, um einer Prüfung standzuhalten. Das wurde mittlerweile von Verbandsseite bestätigt.

WERNE

, 18.01.2016, 19:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Außenansicht der Sporthalle im Lindert, in der es bei winterlichen Temperaturen sehr kühl wird.

Außenansicht der Sporthalle im Lindert, in der es bei winterlichen Temperaturen sehr kühl wird.

Martin Vollenbruch, Vizepräsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, wiegelt den Protest der Paderbornerinnen ab: "Einfach nur zu sagen, es ist zu kalt, führt zu nichts", so Vollenbruch. Wenn dann müsse belegt werden, dass die Halle tatsächlich zu kalt ist. Dass es am Wochenende ziemlich kühl war in der Linderthalle, bestätigten aber nicht nur die Volleyballer.

Die Handballer des TV Werne sprechen vor ihren Heimspielen liebevoll von ihrer "Bofrost-Arena". Allerdings gibt es sowohl bei den Volley- als auch bei den Handballern in den Durchführungsbestimmungen für Meisterschaftsspiele keinen Hinweis darauf, wie warm eine Halle mindestens sein muss. "Im Zweifel liegt es im Ermessen der Schiedsrichter und der Mannschaften, das Spiel anzupfeifen oder nicht", heißt es seitens des Handballverbands Westfalen. Und: Sollte es tatsächlich zu kalt sein, dann müsse eine Entscheidung vor Ort getroffen werden. Solche Beschwerden seien die absolute Ausnahme.

Die Stadt sieht indes vor, dass die Linderthalle für den Sportbetrieb eine Regeltemperatur von 16 bis 18 Grad haben muss. "Natürlich muss man flexibel reagieren können, wenn es tatsächlich zu kalt sein sollte", sagt Frank Adamietz, Leiter des Kommunalbetriebes Werne. Eine Störung der Heizungsanlage gebe es seines Wissens nach nicht. Möglich ist aber auch, dass das erste konstant kalte Wochenende dazu beigetragen hat, dass die gefühlte Temperatur in der Halle empfindlich kühl gewesen ist. Vielleicht habe der Kälteeinbruch nicht so schnell aufgefangen werden können, so Adamietz.

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