Gehen die Werner Klubs getrennte Wege?

Auflösung des Fußballkreises

Der Fußball-Kreis Lüdinghausen löst sich auf. Das ist seit dem Kreistag im Juli beschlossenen Sache. Jetzt geht es darum, dass die 19 Vereine sich bis November entscheiden, in welchen Kreise sie wollen. Es deutet sich aktuell ein Szenario an, in dem der Werner SC und Eintracht Werne getrennte Wege gehen könnten.

WERNE

, 11.09.2014, 20:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
WSC-Chef Thomas Overmann will mit dem Werner SC am ehesten in den Kreis Münster/Warendorf wechseln.

WSC-Chef Thomas Overmann will mit dem Werner SC am ehesten in den Kreis Münster/Warendorf wechseln.

Fest steht, dass jeder Klub sich einen eigenen Kreis suchen kann. Geografisch kommen für die 19 Vereine nur die Kreise Ahaus/Coesfeld, Unna/Hamm und Münster/Warendorf infrage. Das Gros der 19 Vereine liebäugelt aktuell mit einem Wechsel in den Kreis Münster/Warendorf. VfL Senden, BW Ottmarsbocholt, SV Herbern, Davaria Davensberg und der TuS Ascheberg haben betont, dass Münster/Warendorf deren Favorit sei. Aber auch SC Capelle, FC Nordkirchen und SV Südkirchen können sich einen Wechsel in diesen Kreis gut vorstellen. Kandidat Nummer neun ist der Werner SC. Der Fußball-Chef des Werner SC, Thomas Overmann, hat sich zu einem Gespräch mit Herberns Vorsitzenden Werner Heitmann getroffen. "Wir haben den Herbernern gesagt, dass es unser Wunsch ist, weiter mit ihnen in einem Kreis zu spielen", sagt Overmann.Was macht die Eintracht? Doch was macht Eintracht Werne? Zieht es den Klub nach Unna/Hamm, gäbe es keine Derbys mit dem WSC mehr. Das wäre undenkbar. Eintrachts Vorsitzender Harald Wolfarth lässt keine Tendenz erkennen. "Wir entscheiden in der nächsten Woche in einer Vorstandssitzung, wo es für uns hingeht", sagt er. Er stellt aber klar, dass nur die Kreise Unna/Hamm und Münster/Warendorf zur Debatte stünden. Der SV Stockum hat sich festgelegt. "Wir wollen nach Unna/Hamm", sagt der Vorsitzende Josef Holtup. Deshalb war der Klub auch in der vergangenen Woche nicht in Olfen vertreten. Der SuS Olfen hatte alle Vereine aus dem Kreis Lüdinghausen eingeladen. Zu Gast war Willy Westphal, der Vorsitzende des Kreises Ahaus/Coesfeld. "Ziel und Intention war es, den Klubs bei der Entscheidungsfindung zu helfen, damit wir möglichst geschlossen mit mehreren Vereinen in den Kreis Coesfeld rübergehen", sagt Bernd Krursel, Vorsitzender der Olfener Fußballabteilung. Westphal sagte, dass das keine Werbeveranstaltung gewesen sei. Er habe nur sachlich und ruhig die Bedingungen des Kreises Coesfeld vorgestellt. So teilte er allen mit, dass jedes Team seine Klassenangehörigkeit behalten könne. "Wer heute im Kreis Lüdinghausen in der A-Liga spielt, wird das auch bei uns machen", so Westphal. Der Kreis Ahaus/Coesfeld hat zwei A-Ligen. Die Lüdinghauser Teams würden in eine Staffel eingruppiert werden.

Westphal erklärte zudem, dass die Vereine im Jugendbereich ein Wahlrecht hätten, ob sie in der A-, B- oder C-Liga spielen wollen. In den B- und C-Ligen könne gewährleistet werden, dass die Teams aus dem Kreis Lüdinghausen in eine Gruppe kommen. In der A-Liga nicht. Für den Kreis Ahaus/Coesfeld haben sich bislang nur Olfen, Vinnum und Lüdinghausen ausgesprochen. Die Vorsitzenden der Kreise Münster/Warendorf, Norbert Reisener, und Unna/Hamm, Horst Weischenberg, stellen sich am Montag, 22. September, 18 Uhr im Herberner Sportheim (Werner Straße) den Vereinen vor. Die vom Kreisvorstand einberufene Sitzung am 18. September ist abgesagt.

 

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